02.02.2026
SOCIAL MEDIA

Yourpinion: Linzer Meinungs-Startup erhält sechsstelliges Investment

Die Linzer Peter Hackl und Robert Schuller wollen mit ihrer App yourpinion echte Meinungsfreiheit abseits von Shitstorms und Hate Speech ermöglichen. Dafür gab es ein sechsstelliges Investment.
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© yourpinion - Robert Schuller (li.) und Peter Hackl von yourpinion.

Wie startet man im Netz einen Streit? Man postet etwas. Diese Internet-Weisheit ist längst ein Teil der Online-Welt und kann erweitert werden durch: Hass-Postings, Shitstorms, politische Agenden und Fake-News. Bei yourpinion von Peter Hackl und Robert Schuller soll es daher, anders als bei Facebook oder Reddit, nicht um ausufernde Diskussionen gehen, sondern darum, „Meinungsfreiheit und klare Haltungen ganz ohne Shitstorms und fiese Kommentare zu fördern“ – samt spielerischem Ansatz.

yourpinion: 2025 in Linz gegründet

Die beiden Founder haben die yourpinion GmbH im Frühjahr 2025 in Linz gegründet. Die Social-Media-Plattform möchte tatsächlich „social“ sein, sagt Peter Hackl: „Wir sind kein Mitbewerb zu klassischen Social Media-Plattformen – wir sind die Alternative, mit der Menschen angstfrei ihre Meinung äußern können.“ Ideengeber und Co-Gründer Robert Schuller ergänzt: „Bei uns gibt es keine intellektuelle Zensur und auch keinen Algorithmus, der bestimmte Beiträge bevorzugt. Jeder Beitrag – ob vom Koksschaufler oder von der Uni-Professorin – ist gleich viel wert.“

Die freie Meinungsäußerung läuft dabei ohne Kommentare und ohne Diskussionen – und damit auch ohne Shitstorms, erklären die Gründer. Diskussionen auf Social Media seien oft sinnbefreit: „Auf Social Media springen Diskussionen beispielhaft vom Thema Bodenversiegelung zum Kopftuchverbot und heizen sich emotional auf“, sagt Hackl.

Ja oder Nein?

Yourpinion funktioniert konkret so: Eine Person stellt eine Frage oder Meinung in den Raum, andere Userinnen upvoten oder downvoten sie. Das geschieht wertfrei ohne „Daumen rauf oder runter“ nach „Ja- und Nein“-Prinzip. Auch das Textfeld dafür sei bewusst kurz gehalten, damit nur möglichst konkrete Sachverhalte beschrieben werden.

Wichtig sei dem Gründer-Duo das Motto „Relevanz durch Resonanz“: Je mehr Resonanz eine Meinungsäußerung habe, desto relevanter sei sie. „Wir wollen die Leisen lauter und die Lauten leiser drehen“, sagt Hackl.

Denn nur etwa fünf Prozent seien auf Social Media aktiv, eben „die Lauten“ – der Rest seien stille Mitlesende, auch oder gerade aus Angst vor einem potentiellen Shitstorm. Unter anderem deshalb funktioniert yourpinion nach dem Gamification-Ansatz: Wer Meinungen postet und abstimmt, erhält Punkte bis hin zum Bronze-, Silber- oder Gold-Status.

Auch B2B-Fokus

Gedacht ist die App auch für Unternehmen, Medienhäuser, Vereine, Kommunen und politische Parteien: sie sollen über die App Meinungen ihrer Zielgruppen abfragen und relevante Informationen für ihre Angebote erhalten können. „So können wertvolle Daten im Zuge einer größer angelegten Mitarbeiterbefragung gesammelt werden“, präzisiert Hackl. Oder man könne die Resonanz von Konsument:innen zu geplanten Produktinnovationen testen; Kommunen, Bürgerinitiativen und politische Parteien die Relevanz ihrer Themen abfragen oder direkt durch User:innen einbringen und abstimmen lassen, ehe sie politisch aufs Tapet gebracht werden. Medienplattformen hätten zudem die Möglichkeit, ihr Publikum während Live-Debatten abstimmen zu lassen.

Einen Partner für die Umsetzung der App-Idee fanden die beiden in Paul Dyrek und seiner App-Entwicklungs-Agentur „Deine Seite zum Erfolg“ mit Sitz in Wien, dem sie ihre Geschäftsidee im Jänner 2024 präsentierten. Dyrek sieht in der App großes Potenzial – weswegen er auch einen hohen fünfstelligen Betrag investiert hat: „Schon beim ersten Gespräch wurde mir klar, dass es den beiden nicht nur um die Entwicklung einer App ging, sondern um eine durchdachte Idee mit echtem Veränderungspotenzial. Hackl bringt langjährige Erfahrung mit, Schuller die lockere Entschlossenheit, Dinge auch wirklich umzusetzen. Diese Kombination ergibt das perfekte Team und hat mich dazu bewogen, bei diesem Projekt als Investor einzusteigen“, sagt er. Zusammengerechnet mit weiteren Beträgen anderer privater Investoren erhielt das Startup insgesamt ein sechsstelliges Investment.

yourpinion plant Expansion

Ein in der nächsten Ausbaustufe geplantes Feature von yourpinion sind sogenannte „Meinungs-Battles“, in denen die Meinungsgeber:innen für Stimmen werben können. Geplant ist zudem, dass die App auch in bestehende Plattformen integriert werden kann; sowie ein Markteintritt in Deutschland für 2027.

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Alawyer
© Karo Pernegger - Wolfgang Deutschmann.

Wolfgang Deutschmann ist wohl vielen in der heimischen Innovations-Szene ein Begriff. Bereits mit 18 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und baute das Crowdfunding-Unternehmen Rockets Holding auf. Zudem ist er auch Eigentümer und CEO der ado New Media GmbH, einer Full-Service-Agentur für Social Media Marketing.

Aus dieser entstand die Idee zu Taxado – eine Recruiting-Plattform für Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien, die 2023 an den Start ging. Nun gibt es mit Alawyer das nächste Projekt des Seriengründers, für das er gleich 1,5 Millionen Euro an Förderung einheimsen konnte.

Alawyer-Founder: „Keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen“

Während herkömmliche Tools oft schnelle, aber nicht mit Quellen belegbare Antworten liefern würden, verfolge Alawyer einen anderen Ansatz, heißt es vom Unternehmen. Die KI recherchiert auf Grundlage von Gesetzen, Gerichtsentscheidungen, Fachliteratur und anderen offiziellen Quellen wie dem Grundbuch oder dem Firmenbuch, liest man in einer Aussendung.

Dabei folge sie derselben juristischen Methodik, die auch Jurist:innen bei der rechtlichen Recherche anwenden. Die Inhalte sollen dabei verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden, sodass den Antworten auch Laien folgen können. Die Überprüfung der KI-generierten Texte durch eine Expert:in sei dennoch notwendig, da Alawyer weder Rechts- noch Steuerberatung erbringt, wie Deutschmann erklärt „Alawyer ist bewusst nicht nur für Juristinnen und Juristen entwickelt und soll auch keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen. Im Gegenteil, die KI wurde mit rund 200 Expert:innen entwickelt: Schon jetzt gehören viele von ihnen zu unseren allerersten User:innen und profitieren selbst von dem Paradigmenwechsel im Rechtsbereich“, sagt er.

In elf Ländern verfügbar

Verfügbar ist Alawyer ab sofort mit Gesetzen und Gerichtsentscheidungen aus elf Ländern: neben Österreich und Deutschland zählen dazu Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Polen, Tschechien, Schweden, Dänemark und Finnland. Der Rest der EU soll bis zum Jahresende folgen.

Konkret möchte Alawyer dabei helfen, rechtliche Informationen zu strukturieren und zugänglich zu machen. Die KI unterstützt beispielsweise neben den Recherchen im Grund- oder Firmenbuch auch bei Vertragsanalysen oder bei der Aufbereitung von Quellen zu komplexen Rechtsfragen. Privatpersonen erhalten zudem den Hinweis, für rechtliche Beratung unbedingt Expert:innen (z.B. Rechtsanwält:innen oder Steuerberater:innen) hinzuziehen, und können den Chat samt Quellen direkt mit diesen teilen.

Zu den ersten Anwendern der KI-Lösung Alawyer zählen bereits mehrere Unternehmen aus dem juristischen und industriellen Umfeld. Genannt werden unter anderem Bosch Österreich, Frauscher Sensortechnik sowie die Gaedke & Partner Steuerberatung, die das Tool jeweils in unterschiedlichen Bereichen wie Legal Counsel, Compliance oder steuerlicher Beratung einsetzen.

Förderung aus Italien und EU

Die Zielgruppe von Alawyer umfasst Privatpersonen und Unternehmen. Der Zugriff erfolgt über Web sowie mobile Apps für iOS und Android (ab September). Abgerechnet wird über ein Credit-System pro Nutzung, zusätzlich gibt es einen kostenlosen Free-Plan. Für Unternehmen sind Abo-Modelle und Integrationen in bestehende Systeme vorgesehen.

„Unser Anspruch ist klar: Jeder Mensch soll sich schnell und einfach bei Rechtsfragen orientieren können. In Österreich, in der EU, in Europa – mit Alawyer wird rechtliche Intelligenz für alle zugänglich“, erklärt Deutschmann, der für sein Unternehmen die erwähnten rund 1,5 Millionen Euro an Förderung unter anderem durch die EU sowie durch das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium erhalten hat.

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