25.06.2018

Young Innovators Award: „Digital Skills“-Ideen gesucht

Im Rahmen des Leobener Logistik Sommers 2018 wird erstmals der Young Innovators Award vergeben. Startups, Schüler- und Studenten-Teams können ihre Ideen zum Thema "Digital Skills" einbringen.
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Young Innovators Award - Leobener Logistik Sommer
Bis zum 13. Juli 2018 auf logistik-sommer.at/award zum Young Innovators Award einreichen!
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Dass die Digitalisierung massive Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und haben wird, ist mittlerweile wohl ein Gemeinplatz. Welcher Art diese Auswirkungen sein werden, ist durchaus strittig. Und welche Skills es braucht und brauchen wird, um damit umzugehen, ist eine der großen Fragen der Gegenwart. Die soll beim Leobener Logistik Sommer 2018 diskutiert werden. Und auch Startups sowie Schüler und Studenten haben die Chance, ihre Ideen dazu zu präsentieren. Die besten davon werden mit dem Young Innovators Award belohnt.

⇒ Bis zum 13. Juli 2018 auf logistik-sommer.at/award zum Young Innovators Award einreichen!

Die Rolle des Menschen im Digital-Zeitalter

Der Mensch steht im Mittelpunkt – das ist einer der Grundsätze des Leobener Logistik Sommers. Gerade in der Digitalisierung – Stichwort Artificial Intelligence – steht die Rolle des Menschen aber zur Disposition. Umso entscheidender wird die Frage nach den „Digital Skills“. Die Veranstaltung, die am 27. und 28. September 2018 an der Montanuniversität Leoben stattfindet, will dem Thema mit ihrem „Think Tank“ auf den Grund gehen.

Top-Referenten zu „Digital Skills“

Gleich drei Top-Referenten widmen sich dem Leitthema: Viktor Mayer-Schönberger referiert über Big Data & KI und zeigt seine Sicht auf die Welt und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter. Michael Altrichter, bekannt aus der Puls 4-Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ spricht über die Transformation von neuen digitalen Ideen in die wirtschaftliche Realität. Nils Müller von Trendone nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Welt des Jahres 2028. Dazu gibt es zahlreiche Workshops zum Thema.

Young Innovators Award: Einreichung per Pitch-Video bis 13. Juli

Der Young Innovators Award wird dieses Jahr erstmals vergeben. Startups sowie Schüler und Studenten können ihre Ideen zum Thema „Digital Skills“ bis zum 13. Juli per Pitch-Video einreichen. Drei Startup- und drei Schüler- bzw. Studenten-Teams werden von einer Expertenjury ausgewählt. Sie präsentieren ihre Ideen im Rahmen des Innovators Club beim Leobener Logistik Sommer vor großem Publikum. Dieses entscheidet dann via Live-Voting über die endgültigen Platzierungen. Als Preise winken Business-Coachings für Startups und bis zu 1.500 Euro für Schüler und Studenten.

Jeder Bewerber ist dabei

Alle Einreicher erhalten Gratis-Tickets für beide Veranstaltungstage des Leobener Logistik Sommers und haben somit die Chance Top-Speaker live zu erleben, an den Workshops teilzunehmen und vor allem intensives Networking zu betreiben. Die Top 3 sind auch Gäste beim Innovators-Clubbing – der exklusiven Abendveranstaltung mit Kabarettist Clemens Maria Schreiner.

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Personen im Büro an Laptops
(c) Annie Spratt via Unsplash

„Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Studie ein. Im Rahmen des globalen „AI Jobs Barometer 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC weltweit mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) Berufsprofile, Gehälter, Fähigkeiten und die Arbeitsproduktivität beeinflusst.

Neue Ansprüche bei Einstiegsjobs

Besonders stark zeigt sich der Wandel am Anfang der Karriereleiter. Für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber in KI-geprägten Berufen zunehmend Fähigkeiten, die traditionell eher erfahrenen Fachkräften vorbehalten waren. Zu diesen gehört die Entwicklung fortgeschrittener, spezifisch menschlicher Kompetenzen wie kritisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungskompetenz.

Laut Studie machen solche traditionell seniorigen Fähigkeiten wie motivierende Führung, strategische Entscheidungsfindung oder Teambildung bereits 52 Prozent der neu geforderten Skills in KI-exponierten Einstiegsberufen aus. Bei Berufen mit geringem KI-Kontakt liegt dieser Anteil bei lediglich sieben Prozent. Die Studienautor:innen schreiben in diesem Zusammenhang von einer „Seniorisierung“ von Junior-Rollen. Während klassische Einstiegsjobs in stark betroffenen Branchen insgesamt stagnieren, verzeichnen solche „seniorisierten“ Einstiegspositionen, die mindestens zehn dieser neuen fortgeschrittenen Fähigkeiten verlangen, ein deutliches Wachstum von 35 Prozent. Dies zwingt Unternehmen und das Bildungssystem dazu, Berufseinsteiger:innen künftig anders zu fördern und zu begleiten.

Produktivität treibt Beschäftigungswachstum

Entgegen bekannter Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz in großem Stil Arbeitsplätze ersetzen wird, zeichnet der Bericht ein anderes Bild. Unternehmen mit hoher KI-Intensität verzeichnen nicht nur stärkere Produktivitätszuwächse, sondern bauen auch ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Firmen mit starkem KI-Einsatz um 34 Prozent (im Vergleich zu 24 Prozent bei geringem Einsatz). Parallel dazu wuchs deren Beschäftigung um 52 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft nur um 36 Prozent vergrößerten.

PwC-Österreich-Chef Krickl zieht dazu eine historische Parallele: „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“.

Zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalised“ vs. „Democratised“

Die Analysen deuten darauf hin, dass sich ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt entwickelt. Auf der einen Seite stehen sogenannte „Professionalised Roles“ (professionalisierte Berufe), in denen KI Routineaufgaben übernimmt, wodurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und strategische Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen, zu denen etwa Personalvermittler:innen oder Jurist:innen gehören, wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“ (demokratisierte Berufe). In Letzteren standardisiert die Technologie Aufgaben so stark, dass sie auch für Nicht-Fachkräfte leichter zugänglich werden, was jedoch das Lohnwachstum dämpfen kann. Seit 2021 verzeichnen die professionalisierten Berufe eine um 42 Prozent raschere Gehaltsentwicklung als demokratisierte Positionen.

KI-Kompetenzen als Gehalts- und Einstellungsfaktor

Gleichzeitig erweisen sich spezifische KI-Kenntnisse als massiver Gehaltsfaktor. Stellen, die entsprechendes Fachwissen – wie Machine Learning oder Prompt Engineering – explizit verlangen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent (nach 57 Prozent im Vorjahr). Zudem wächst die Nachfrage schnell: Binnen eines Jahres stieg die Anzahl der Stellenausschreibungen, die KI-Kompetenzen fordern, um 69 Prozent. Die Einstellung von KI-Spezialist:innen wuchs im Jahr 2025 weltweit achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt. Spitzenreiter ist die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, in der 11,4 Prozent aller Stellenausschreibungen auf KI-Spezialist:innen abzielen.

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich vermehrt auf die menschlichen Erfolgsfaktoren konzentrieren müssen. Krickl betont in diesem Zusammenhang: „KI-Kompetenzen sind gefragter denn je, Menschen, die sie souverän einsetzen können, bleiben jedoch rar. Nicht die Technologie allein macht Unternehmen erfolgreicher, sondern die Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird“.

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