14.11.2019

yodel.io: Wiener Startup holt sich eine Million US-Dollar Investment

Wie das US-Magazin TechCrunch berichtet, holt sich yodel.io eine Million US-Dollar Pre-Seed-Finanzierung von EXF Alpha, dem Fonds des European Super Angels Club.
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yodel.io: Das Team
(c) yodel.io: Das Team

Es hat Seltenheitswert, dass das US-Magazin TechCrunch über ein österreichisches Startup berichtet. yodel.io hat das nun geschafft. In Wien gegründet hat das Startup, das mit seiner Telefonie-Lösung primär KMU adressiert, seinen Hauptsitz bereits seit einigen Jahren in London. Auch in San Francisco betreibt man ein Büro – die USA waren von Beginn an ein wichtiger Zielmarkt. In das Startup-Magazin schaffte man es nun mit einem Investment. Eine Million US-Dollar „Pre-Seed-Finanzierung“ für das 2016 gegründete Startup kommt vom Luxemburger Fonds EXF Alpha des European Super Angels Club, der wiederum maßgeblich von Österreichern geprägt wird.

+++ Wiener Startup kooperiert mit “API translator” Zapier +++

Yodel.io: AI fragt nach Grund des Anrufs

Die Applikation von yodel.io kann direkt in Systemen wie Slack oder Drift genutzt werden und ermöglicht und vereinfacht direkt dort (Gruppen-)Telefonate. Ein digitaler Assistent leitet dabei Anrufer an die richtigen Personen weiter. Dieser fragt etwa auch nach dem Grund des Anrufs, der dann von der dahinter stehenden AI verarbeitet wird. Eine Kooperation mit Zapier erleichtert die Implikation in weitere Systeme. Insgesamt positioniert yodel.io sein Service als günstige Möglichkeit für KMU, ein System zu nutzen, das sonst nur auf Konzern-Ebene üblich ist. Zu haben sind Pakete ab etwa 20 Euro pro Monat.

2000 KMU-Kunden, Kapital wird für neues New York-Office genutzt

Nach eigenen Angaben konnten damit mehr als 2000 KMU in 47 Ländern mit 30 Sprachen als Kunden gewonnen werden. Den oben genannten Fokus auf die USA will man nun noch verstärken. Mit dem Investment soll unter anderem ein Standort in New York gestartet werden. Schon im vergangenen Jahr machte man international als „Gartner Cool Vendor“ auf sich aufmerksam.

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Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar
Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar

Bereits im Juli hatte das Salzburger Unternehmen Biogena rund um Gründer Albert Schmidbauer seinen Börsengang angekündigt, wie brutkasten berichtete. Heute erfolgte das Listing im Direct Market Plus, also im KMU-Segment der Wiener Börse. Gelistet wurde mit der Biogena Good Vibes AG die oberste Holding der Unternehmensgruppe. Wenige Stunden nach Handelsstart lag die Marktkapitalisierung bei knapp über 480 Millionen Euro.

Zwei AGs sollen perspektivisch verschmolzen werden

Bereits seit 2020 ist mit der Beteiligungsgesellschaft Biogena Group Invest AG ein anderer Teil der Unternehmensgruppe dort gelistet. „Perspektivisch sollen die Strukturen zusammengeführt werden; eine Verschmelzung der Biogena Group Invest AG mit der Biogena Good Vibes AG wird derzeit geprüft“, heißt es dazu in einer Aussendung zum heutigen Börsenstart.

Wachstum auf 500 Mio. Euro Umsatz bis 2030 geplant

Die Biogena Group verfolgt einen ambitionierten Wachstumskurs, wie CEO Schmidbauer auch im Juli gegenüber brutkasten darlegte. Bis 2030 will man den Konzernumsatz von zuletzt 156,65 Millionen Euro auf rund 500 Millionen Euro steigern.

„Die bestehenden Fertigungskapazitäten in Koppl und am neuen Spezialproduktionsstandort Liefering reichen bereits für rund 500 Millionen Euro Umsatz. Die Anlage ist aktuell zu weniger als 25 Prozent ausgelastet. Das heißt: Ein wesentlicher Teil der industriellen Basis für das geplante Wachstum ist bereits vorhanden und muss nicht erst vollständig neu aufgebaut werden“, so Schmidbauer damals.

„Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten“

Anlässlich des heutigen Börsenstarts kommentiert der CEO: „Biogena ist aus der Überzeugung entstanden, Gesundheit neu und ganzheitlich zu denken – und aus diesem Anspruch ist über die Jahre eine Unternehmensgruppe mit internationaler Perspektive gewachsen.“ Die Notierung sei „weit mehr als ein finanzieller Meilenstein“, sie sei „der nächste konsequente Schritt“ in der Entwicklung.

„Der Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Ideen schneller in die Welt zu bringen, international weiter zu wachsen und Biogena langfristig als starke österreichische Gesundheitsmarke zu positionieren“, so Schmidbauer

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