27.07.2020

Yanu: Ein Bar-Roboter, der auch Witze erzählen kann

Robolab von CEO Alan Adojaan hat mit Yanu die erste autonome Bar-Einheit entwickelt. Der "Bar-Roboter" kann bis zu 100 Drinks in der Stunde mixen. Und laut dem Gründer auch witzig sein.
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(c) Robolab/FB - Robolab-CEO Alan Adojaan und Team präsentieren mit Yanu eine autonome Roboter-Einheit für Bars.

Alan Adojaan hat mit Yanu eine KI- und Roboter-Barkeeper-Einheit entwickelt, die Getränke serviert, per Chatbot-Technologie über eine App Zahlungen abwickelt und mit Kunden kommuniziert – inklusive der Fähigkeit, Witze zu erzählen. Zudem kann die Barkeeper-Einheit 50 Flaschen in einem ‚Take‘ aufnehmen und verfügt über einen Bildschirm, der Bestellungen anzeigt und Kundeninformationen registriert.

Mit Yanu zum „social distancing“

Laut dem estnischen Robolab-Gründer Adojaan ist seine Erfindung zu Zeiten der Corona-Krise essentiell, wenn es um die Öffnung von Geschäften und „social distancing“ geht.

„In diesem neuen Kapitel unserer modernen Welt, in dem verantwortungsbewusstes ‚distancing‘ wichtiger denn je ist, nutzt Yanu die KI-Chatbot-Technologie, um die gesamte ‚Barkeeper-Journey‘ zu bewältigen. Die Annahme von Bestellungen, die Verarbeitung von Zahlungen und das Servieren der Getränke erfolgt effizient und unter Wahrung der sozialen Distanz. Die KI von Yanu wurde mit weltbekannter Cocktail-Expertise entwickelt, kann Cocktail-Vorschläge nach Belieben machen und sogar einen Witz liefern – ein zusätzlicher Vorteil für diejenigen, die alleine nippen“, erklärt Adojaan.

ROS aus Stanford

Laut dem CEO ist die Servicerobotik ein schnell wachsender Sektor – und aktueller denn je. Yanu wird von ROS (Robot Operating System) angetrieben. Dabei handelt es sich um ein Roboter-Framework, das 2007 am „Stanford Artificial Intelligence Laboratory“ im Rahmen des Stanford-AI-Robot-Projektes (STAIR) entwickelt wurde.

Seit 2013 beschäftigt sich das „ROS Industrial Consortium“ mit der Förderung und Unterstützung des Systems für Anwendungen in der Industrierobotik.

150.000 US-Dollar für Yanu

Robolab hat für seinen Bar-Roboter rund eine Million US-Dollar an Kapital aufgestellt. Yanu kann neben der Getränkeherstellung und Kommunikation durch „Kundenidentifizierungsalgorithmen“ auch eine Altersüberprüfung durchführen und ist in drei Farbvariationen, Virgin White, Shadow Black, und Royal Red erhältlich. Kosten: Rund 150.000 US-Dollar.

Yanu: Weltweit erste kontaktlose Roboter Bar

Adojaan fokussiert in seiner Argumentation für den nicht-menschlichen Barkeeper in erster Linie auf die Abstandsregel, die aufgrund der Corona-Krise in vielen Ländern etabliert wurde, weist aber auch darauf hin, dass Yanu die Arbeit von vier Kellnern erledigen kann.

Nicht total den Barkeeper ersetzen

Dennoch beruhigt er und meint, dass es weiterhin nette Bars geben wird, in denen ein menschlicher Barkeeper ein freundliches Wort für den Kunden haben wird. Er möchte sie nicht alle ersetzen :“Wir zielen auf die überfüllten Nachtclubs, in denen der Barkeeper standardmäßig ein Roboter ist“, sagte er 2018 der Plattform „Digital Trends„.

Aktuell arbeitet das Robolab-Team daran, die Nutzung und Entwicklung des gesamten Serviceroboter-Sektors voranzutreiben: „Ideen für andere Bereiche haben wir schon“, so Adojaan.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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AI Summaries

Yanu: Ein Bar-Roboter, der auch Witze erzählen kann

  • Laut dem estischen Robolab-Gründer Adojaan ist seine Erfindung zu Zeiten der Corona-Krise essentiell, wenn es um die Öffnung von Geschäften und „social distancing“ geht.
  • Yanu, der Robo-Barkeeper, kann neben der Getränkeherstellung und Kommunikation durch „Kundenidentifizierungsalgorithmen“ eine Altersüberprüfung durchführen und ist in drei Farbvariationen, Virgin White, Shadow Black, und Royal Red erhältlich.
  • Adojaan fokussiert in seiner Argumentation für den nicht-menschlichen Barkeeper in erster Linie auf die Abstandsregel, die aufgrund der Corona-Krise in vielen Ländern etabliert wurde, weist aber auch darauf hin, dass Yanu die Arbeit von vier Kellnern erledigen kann.

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