23.10.2019

Salzburger Suchbild-Startup xuuluux: Mit App gegen „emotionslosen Konsum“ von Bildern

Das Salzuburger Startup xuuluux lässt User per App die eigenen Fotos in Suchbildrätsel verwandeln. Was nach einer kleinen Spielerei klingt, hat dem Gründer Marc Maegdefrau zufolge einen bedeutsamen Hintergrund. Im Gespräch mit dem brutkasten erzählt er von der Schnelllebigkeit der visuellen Aufnahme und wie er gegen die Foto-Unachtsamkeit vorgeht.
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(c) xuuluux - Marc Maegdefrau (2. v.l.) und sein Team machen per App aus jedem Foto ein Suchbildrätsel.

Marc Maegdefrau nennt es einen „emotionslosen Konsum“, der im Alltag stattfindet und von den sozialen Medien befeuert wird. Unüblicherweise spricht der xuuluux-Gründer dabei nicht von der typischen Informationsgewinnung im digitalen Zeitalter – der geschriebenen -, sondern von der rein visuellen: Dem Bild.

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Die Fülle an Fotos auf dem Smartphone oder auf Plattformen wie Facebook führt dazu, dass sich Betrachter nicht mehr mit der Aufnahme auseinandersetzen, sondern rasch „drüberscrollen“ und maximal ein „Like“ hinterlassen, so der Entwickler. Daher kam ihm und seinen Brüdern Jan und Kai die Idee, per App das beliebte Suchbildrätsel mit der Welt der digitalen Fotos zu kombinieren. Um mehr Achtsamkeit zu generieren. „Die visuelle Kommunikation ist ein wenig verloren gegangen. Wir möchten mit unserer App diesem Bedürfnis nachkommen, indem wir Menschen weltweit die Möglichkeit bieten, mehr mit den eigenen Fotos zu interagieren“, sagt Maegdefrau.

Eigene Fotos in Suchbildrätsel verwandeln

Daher hat das Startup einen eigenen Algorithmus entwickelt, der aus jedem digitalen Foto binnen weniger Sekunden automatisch ein Suchbild generiert, das anschließend sofort gespielt und geteilt werden kann.

„Man kennt es aus den Zeitungen und mittlerweile auch aus dem Internet: das klassische Suchbildrätsel. Leider sind die meisten Fotos dieser Art generische Standardbilder ohne Bezug. Dadurch, dass unsere App automatisch die eigenen Fotos in Suchbilder wandelt, setzen sich User mehr mit den Aufnahmen auseinander. Damit möchten wir neue Wege der Kommunikation ergründen“, erklärt Maegdefrau.

Mit xuuluux mehr in Fotos vertieft

Bilder werden täglich millionenfach geteilt, ohne sich dabei intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Wir sind der Überzeugung, dass jedes Bild mehr Aufmerksamkeit verdient. Durch die spielerische Komponente eines Suchbildrätsels vertieft man sich in jedes Bild und beschäftigt sich intensiv mit dessen Inhalt“, so der Gründer weiter.

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(c) xuuluux – Durch das Verwandeln der eigenen Fotos in Suchbilder soll die Interaktion zwischen Mensch und Aufnahme intensiver werden.

Finanzierung durch Werbung und Ingame Währung

Die App von xuuluux ist kostenlos. Das Startup finanziert sich durch Werbeanzeigen und dadurch, dass User die „Werbung wegkaufen“ können. Zusätzlich ermöglicht eine eigene „Ingame Währung“, sich Hinweise zu kaufen, sofern man beim Suchbildrätsel „hängt“ und nicht weiterkommt.

Dem Gründer ist es an dieser Stelle wichtig, darauf hinzuweisen, dass die spieleigenen „Coins“ nicht bloß gekauft, sondern auch durch einfaches Spielen verdient werden können.

Community für achtsamen Bilderkonsum

Zudem sind weitere Features geplant, um die UX zu verbessern. Großflächig möchte Maegdefrau mit xuuluux eine Community aufbauen, die neue Kommunikationswege ohne schnellen Konsum von Bildern geht. Die App ist seit Mitte Oktober als iOS- und Android-App sowohl im App Store als auch im Google Play Store verfügbar.


⇒ Zur Website der Suchbild-App

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© woom GmbH / Wolfgang Bohusch

Nach dem laut Unternehmensangaben bislang stärksten Geschäftsjahr 2025 habe man den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 19 Prozent auf 107 Millionen Euro gesteigert, verkündet der der Kinderfahrrad-Hersteller woom. Vor zwei Jahren sahen die Unternehmenszahlen noch anders aus: 2024 verzeichnete das Unternehmen 16 Millionen Euro Verluste. Nun sei man trotz eines laut woom „weiterhin äußerst herausfordernden Marktumfelds“ in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Internationalisierung als Wachstumstreiber

Insgesamt setzte woom im ersten Halbjahr nach eigenen Angaben knapp 300.000 Fahrräder und mehr als 100.000 Helme ab; der Umsatz im Helmsegment sei um 17 Prozent gestiegen. Als wesentlichen Wachstumstreiber nennt das Unternehmen die Übernahme des Direktgeschäfts in Großbritannien, wo der Umsatz um 157 Prozent gestiegen sei. Weitere Zuwächse verzeichnete woom laut eigenen Angaben in der Benelux-Region (+72 Prozent), in den nordischen Ländern (+62 Prozent), in den USA (+18 Prozent) sowie in den DACH-Kernmärkten (+15 Prozent).

Zur Rückkehr in die Profitabilität meint CEO Bernd Hake: „Man kann wirtschaftlich diszipliniert handeln und gleichzeitig mit vollem Herzen die besten Kinder- und Jugendfahrräder bauen.“

Neues E-Bike für das zweite Halbjahr geplant

Für die kommenden Monate kündigt die Geschäftsführung eine Erweiterung des Produktportfolios an: Neben einem neuen Helm soll ein E-Bike-Modell auf den Markt kommen. Technische Details dazu nennt woom bislang nicht. Für das erste Quartal 2027 stellt das Unternehmen zudem einen weiteren, nicht näher spezifizierten Produktlaunch sowie den Eintritt in zusätzliche internationale Märkte in Aussicht.

Bereits im ersten Halbjahr erweiterte woom sein Sortiment: Mit „woom WOW“, einem Fahrzeug für Kleinkinder ab neun Monaten, stieg das Unternehmen erstmals in den Spielwarenbereich ein. Davon seien laut woom bislang mehr als 19.000 Stück verkauft worden.

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