16.08.2023

X: Elon Musk drosselt den Zugang zu Webseiten, die er nicht mag

Nach Informationen der Washington Post hat der Twitter-Nachfolger X den Zugang zu bestimmten Nachrichtendiensten und Webseiten, die Elon Musk persönlich nicht mag, um fünf Sekunden verlangsamt.
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Neuralink, Gehirne, Freiwillige,
(c) Steve Jurvetson via Wikimedia Commons

Elon Musk macht, was er will. Das ist spätestens seit seinem Erwerb von Twitter und dessen Umbenennung zu X der ganzen Welt bewusst. Der Tech-Milliardär scheut sich nicht, die für 44 Milliarden US-Dollar erworbene Plattform für seine persönlichen Interessen zu nutzen. Nun ist es Musk gelungen, die ehemals als Twitter bekannte Plattform “X” wieder in die Schlagzeilen zu bringen. Laut Washington Post hat X die Zugriffsgeschwindigkeit auf Links von verschiedenen Nachrichtenorganisationen und Konkurrenten gedrosselt. 

Nutzer:innen, die auf Links dieser Organisationen und Plattformen geklickt haben, mussten fünf Sekunden warten, bis die Website angezeigt wurde. Zu den verzögerten Websites gehörten Facebook, Instagram, Threads, Bluesky, Substack sowie der Nachrichtendienst Reuters und die New York Times. Sie alle wurden in der Vergangenheit von Elon Musk beleidigt und verbal angegriffen.  

X nutzt t.co-Domäne für Verzögerungen 

Die absichtliche Verzögerung bestimmter Links wird dadurch ermöglicht, dass X den Datenverkehr über einen Linkverkürzungsdienst, die t.co-Domäne, laufen lässt. Ursprünglich war diese Funktion dazu gedacht, die Aktivität auf der Zielwebsite von Tweets zu verfolgen. Nun wurde bekannt, dass X diesen Verkürzungsdienst auch zur Drosselung der Zugriffe nutzt. 

Jene User:innen, die Links der betroffenen Plattformen öffneten, starrten für fünf Sekunden auf einen leeren Screen, bis sich die Websites öffneten. Obwohl Elon Musk und X bisher nicht auf diesbezügliche Anfragen reagiert haben, wird vermutet, dass Musk es auf den Traffic und die Werbeeinnahmen von Unternehmen abgesehen hat, die er persönlich nicht mag. 

Einige Drosselungen bereits aufgehoben

Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden der 5-Sekunden-Verzögerung hat X die Drosselungen für einige Websites wieder rückgängig gemacht und die Verzögerungszeiten auf Null gesetzt. Ob alle absichtlichen Verzögerungen zurückgesetzt wurden, ist unklar. 

Erst im April dieses Jahres hatte Musk der Times den Kampf angesagt, indem er die Verifizierung des offiziellen “The Times”-Accounts mit 55 Millionen Follower:innen auflöste.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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