15.03.2016

Work In Out: EMS-Training im Büro gegen Krankenstand

Statistisch sind 70 Prozent der Mitarbeiter kaum zu betrieblichen Sportaktivitäten zu bewegen. Das Startup "Work In Out" will mit der EMS-Technologie Sport ins Büro bringen. Mitarbeiter vor dem Krankenstand bewahren, durch Sport während der Arbeitszeit.
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Das Kärtner Startup "Work In Out" setzt auf EMS-Technologie, um Unternehmensmitarbeiter vor dem Krankenstand zu bewahren.

Krankenstände von Mitarbeitern können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Das Kärtner Startup „Work In Out“ hat sich Mitarbeiter-Gesundheit zum Thema gemacht und setzt dabei auf EMS-Technologie.

Trainieren während der Arbeitszeit

Beim EMS-Training fließen elektrische Impulse durch den Körper, wodurch die Muskeln gestärkt werden. Im Bereich des „Personal Trainings“ ist die Methode längst angekommen. „Work In Out“ will das Konzept jetzt in Firmen bringen. „Man trägt den EMS-Anzug unter der Arbeitskleidung, wie eine Art Skiunterwäsche. Die weiterentwickelte Technik des Systems lässt das zu. Während der eigentlichen Bürotätigkeit, kann somit auch Sport getrieben werden“, sagt Gründer Stefan Ebner.

Geschäftsmodell und Franchise-Ziel

Geld will „Work In Out“ nicht mit den Anzügen verdienen, die werden ohnehin zugekauft. „Wir bieten den Kunden umfangreiche Zusatzleistungen in Form von Know-How. Ernährungspläne, Betreuung bei Übungen, Zusammenstellen von Trainingsplänen„, so Ebner. Das große Ziel ist ein Franchise-System aufzubauen. Damit Trainer und Berater in ganz Österreich das Konzept verkaufen können.

EMS-Technologie jetzt kabellos

Bisher fanden EMS-Trainings nur in dafür geeigneten Studios statt. Die am Anzug befestigten Elektroden waren via Kabel mit einem eigenen Standcomputer verbunden. Mit der weiterentwickelten Technologie kann EMS-Training überall praktiziert werden. Die Elektroden sind mittlerweile in den Anzug eingenäht. Der Standcomputer hat sich zu einem Gerät in Handygröße entwickelt, das man sich an die Hüfte schnallt. Somit sind Kabel nicht länger notwendig. Die Intensität des Stroms wird mittels Smartphone oder Tablet gesteuert.

„Wir waren in Österreich die Ersten die EMS-Training angeboten haben – jetzt wollen wir bei der Weiterentwicklung auch die Ersten sein.“

300 € für EMS-Anzug

Der EMS-Anzug besteht aus zwei Teilen – Oberteil und Hose. Dieser kostet je nach Hersteller 300-400 Euro. Das Steuergerät, das man sich an die Hüfte klippt kostet 1500-2500 Euro. Um die Investitionskosten für die Firmen nicht explodieren zu lassen, plant Work In Out ein Leihsystem. „Eine Firma mit ca. 50 Mitarbeitern kauft beispielsweise vier Steuergeräte und mittels Online-Buchungssystem und Zeitbeschränkungen werden diese in der Firma ausgehändigt“, so Ebner.

+++Mehr zum Thema Sport: Asics kauft RunKeeper+++


Die Jungunternehmer rund um Work In Out betreiben selbst drei Fitnessstudios in Kärnten, bei denen sie seit sechs Jahren auf die EMS-Technologie setzen. Sie gehörten zu den ersten Fitnessstudio-Betreibern in Österreich, die dieses Training ins Programm aufnahmen.


 

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Der gebürtige Österreicher Markus Zechner blickt auf eine Karriere an der Schnittstelle von Energie und Technologie zurück. Zunächst absolvierte Zechner seinen Master an der Montanuniversität Leoben, bevor es ihn nach Amerika zog. An der Stanford University promovierte er und forschte danach als Adjunct Professor an KI-gestützten Entscheidungssystemen für geologische Untergrundprojekte.

Laut LinkedIn-Profil war Zechner über elf Jahre beim Erdölkonzern OMV beschäftigt – zunächst als Reservoir Engineer am Standort Gänserndorf, bevor er 2019 zum Advisor aufstieg. Gemeinsam mit Anthony Corso und John Mern gründete er schließlich Terra AI.

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