17.07.2025
PRODUKTION

woom: Wiener Fahrrad-Scaleup findet neuen Fertigungsstandort in Rumänien

Das Wiener Scaleup woom wird mit 1. Quartal 2026 seine Produktion über den deutschen Fahrradhersteller Corratec an dessen rumänischen Standort in Timișoara verlagern.
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© woom - woom-COO Johannes Kisslinger.

Der Kinderfahrrad-Hersteller woom besteht seit 2013 und entspringt einer Garage im 14. Wiener Gemeindebezirk. Eigenen Angaben nach konnte es rund zwölf Jahre später seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich steigern und damit im ersten Quartal 2025 das bislang stärkste seit der Gründung erreichen – wie brutkasten berichtete.

woom: Insolvenz eines Auftragsfertigers in Polen

Und dass trotz einiger Schwierigkeiten. Ende Jänner des heurigen Jahres ging der deutsche Auftragsfertiger Sprick Cycle insolvent, der für woom in Świebodzin, Polen, Fahrräder herstellte. Im Manager-Magazin erklärte damals CEO Bernd Hake, dass die Produktion in Świebodzin weiter stillsteht: „Trotz der aktuellen Herausforderungen gehen wir davon aus, dass wir unsere Planungen für das erste Halbjahr 2025 uneingeschränkt erfüllen können“, wurde er damals zitiert.

Nun vermeldet man eine Kooperation mit dem deutschen Fahrradhersteller Corratec, der an seinem rumänischen Standort in Timișoara ab dem ersten Quartal 2026 woom bikes für den europäischen Markt fertigen wird.

„Unsere woom-Fahrräder und Accessoires erfüllen höchste Ansprüche an Design, Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Die Partnerschaft mit Corratec bringt uns näher an unsere europäischen Kernmärkte und erhöht unsere Fähigkeit, langfristig zu wachsen“, sagt woom-COO Johannes Kisslinger per Aussendung.

Fokus auf drei Produktionsstandorte

Auf Nachfrage des brutkasten erklärt eine Sprecherin des Scaleups, dass die Produktion in Polen zwischenzeitlich wieder aufgenommen wurde: „Aktuell fertigen wir dort noch in geringem Umfang. Mittelfristig fokussieren wir uns jedoch auf drei Produktionsstandorte: Litauen, Portugal und Rumänien – hier bündeln wir künftig unsere großen Volumina.“

Und weiter: „Trotz der Herausforderungen zu Jahresbeginn war das erste Halbjahr 2025 das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte – mit einem Umsatzwachstum von über 30 Prozent und einer positiven Entwicklung der Profitabilität. Wir liegen derzeit über unseren Erwartungen für das Gesamtjahr 2025.“

woom: Resilienz steigern

Der neue Produktionsstandort in Rumänien sei zudem ein wesentlicher Schritt für woom auf dem Weg zu einer noch resilienteren Lieferkette. Neben mehreren Partnerbetrieben in Asien und Europa ergänze die semipräsidentielle Republik als dritter europäischer Standort das Produktionsnetzwerk.

„Im Werk in Timișoara sehen wir großes Potenzial – nicht nur in Bezug auf Produktionskapazitäten, sondern auch in der strategischen Partnerschaft mit Corratec“ sagt Kisslinger. „Gemeinsam wollen wir die Fertigung in Europa auf ein neues Niveau heben, die regionale Wertschöpfung ausbauen und damit sowohl die Resilienz als auch die Flexibilität nachhaltig erhöhen.“

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Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz © Andritz Group

Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.

Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung

Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.

„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.

Der teXscan © Andritz

Bislang nur weiße Baumwolle identifizierbar

Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.

Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.

teXscan als strategischer „Door Opener“

„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.

Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.

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