19.03.2026
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woom: Kinderfahrrad-Scaleup startet „Kids Advisory Board“

Das Wiener Kinderfahrrad-Scaleup woom treibt seine Markenentwicklung weiter voran: Mit der Gründung eines internationalen "Kids Advisory Boards".
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© woom GmbH/Ivan Bandic

Seit der Gründung durch Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld stehen bei woom die Kinder im Zentrum der Entwicklung, deren direktes Feedback seit Anfang das Scaleups prägen würden. Jetzt geht woom den „nächsten logischen Schritt der Evolution“, wie es per Aussendung heißt.

woom: „Weg vom reinen Produktfokus“

Das Kinderfahrrad-Unternehmen ruft das „Kids Advisory Board“ ins Leben, was auch den Auftakt der neuen internationalen Markenkampagne „enjoy the ride“ darstellt.

„Wer die Mobilität der Zukunft gestalten will, muss die Perspektive derer ins Zentrum stellen, die sie am intensivsten erleben: Kinder und Jugendliche. Mit der Gründung des internationalen Kids Advisory Boards gestalten Kinder künftig nicht nur Produkte, sondern bringen sich aktiv in die Markenwelt von woom ein“, heißt es vom Unternehmen.

In Kombination mit der neuen globalen Kampagne markiere dieser Schritt eine Evolution der Firmen-DNA: „Weg vom reinen Produktfokus, hin zu einer Markenwelt, die konsequent aus dem Erleben von Kindern und Jugendlichen entsteht“, heißt es weiter.

Storytelling, Kampagnenideen und Markenbotschaften

Das Kids Advisory Board bringt konkret Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenswelten zusammen und soll ihnen eine Stimme geben. In Workshops und kreativen Sessions sollen die Kids woom zu Storytelling, Kampagnenideen und Markenbotschaften beraten. Auf Social Media soll es zudem Einblicke in die Zusammenarbeit geben, etwa mit direkten Fragen an CEO Bernd Hake und an den Designchef von woom oder mit Testrides aus Kinderperspektive.

„Mit dem Kids Advisory Board geben wir Kindern eine starke Stimme. Sie beraten uns auf Augenhöhe und bringen ihre unverfälschten Ideen direkt in unsere Markenwelt ein“, präzisiert Hake. „Das Kids Advisory Board ist für uns kein Marketing-Tool, sondern eine strategische Instanz. Die radikale Ehrlichkeit der Kinder und Jugendlichen stellt sicher, dass wir Grenzen weiter verschieben und auch morgen noch die besten Bikes der Welt bauen.“

woom macht Kids zu Co-Creators

Nicole Lunzer, VP of Brand bei woom, ergänzt: „Vom ersten Meter bis zum Pre-Teen-Abenteuer: Wir begleiten Familien nicht nur, wir übergeben den Kids das Mikrofon. Als Co-Creators sorgen sie dafür, dass woom über alle Altersstufen hinweg ihren Vibe trifft. So entsteht ein Markenerlebnis, das ihre Lebensrealität widerspiegelt.“

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PrixxOne, Klemmbausteine, Lego-Möbel
© PrixxOne

Im Netz kursieren seit langer Zeit witzige Memes und Aussagen solcher Art: „Ja, ein Autounfall tut weh, aber bist du schon Mal auf einen Legostein draufgestiegen?“ Eher das Gegenteil zu Pein, nämlich die Liebe zu den dänischen Bausteinen hat PrixxOne-Gründer Jürgen Sommer schon als kleines Kind entwickelt. Sein He-Man aus der „Masters of the Universe“-Reihe saß damals auf einem Lego-Thron, mit Pölstern aus Watte und Taschentüchern.

PrixxOne: Möbelsystem aus Interlocking-Blöcken

Diese Leidenschaft lebte er später auch als Vater weiter. Als seine beiden Söhne acht und vier waren, baute das Trio ein riesiges Haus aus Lego mit Möbeln darin. „Ich habe mir damals sogar gewünscht, so groß wie eine Lego-Figur zu sein“, gesteht der Founder.

Doch statt wenige Zentimeter groß zu sein, war Sommer vor seiner Unternehmer-Karriere Lehrling bei der Wiener Städtischen und 18 Jahre lang u.a. als Manager bei Uniqa tätig. Dort und auch bei Raiffeisen gestaltete er Prozesse für interne sowie Außenpartner der Versicherungsbranche und verantwortete den Bereich digitale Signaturen.

„Ich habe immer sehr viel gearbeitet, manchmal 16 Stunden am Tag“, sagt er, „also habe ich eine Auszeit genommen und bin dem Projekt nachgegangen.“

© PrixxOne – Jürgen Sommer.

Das Projekt heißt PrixxOne und entwickelt ein Produkt, bei dem es nicht nur nicht wehtut, draufzusteigen, sondern es ist dafür gemacht, sich draufzusetzen. Sommers Startup bietet ein Möbelsystem aus Interlocking-Blöcken (oder Klemmbausteinen) im Maßstab 15:1 an. Patentrechtlich ist diese Prinzip frei nutzbar, denn der ursprüngliche Patentschutz für das Klemmsystem lief 1978 aus und der Europäische Gerichtshof hat 2010 die Form des Steins als Marke zu schützen abgelehnt. Wobei sich Lego immer wieder und auch aktuell in Rechtsstreitigkeiten befindet, zum Design oder bestimmten Bausteinen etwa, wie hier im Juni berichtet wurde.

Made in Austria

Unabhängig davon produziert das durch Investments aus dem familiären Bereich gestützte Unternehmen von Sommer diese Klemmbausteine, die nicht nur zum Möbelstück gebaut werden können, sondern auch designgeschützt sind: Jede Seite des PrixxOne-Bausteins verfügt über eine zwei Zentimeter hohe Ausnehmung, sodass man den Stein ohne jegliches Werkzeug auseinandernehmen, aufbauen, umbauen und erweitern kann – vom Hocker zum Sessel, bis hin zur Couch. Laut Gründer trage die Konstruktion das Gewicht von Erwachsenen – das sei intensiv getestet worden.

Die Bausteine werden in Wien designt und bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff. „Wir nehmen Material, das sonst auf Deponien landen würde, und verwandeln es in zirkuläres, langlebiges Design komplett ohne Verschwendung“, sagt Sommer.

So richtig durchstarten möchte er Anfang nächsten Jahres und hat für die Produktion im Sinne von „Made in Austria“ drei potentielle österreichische Partner an der Hand. „Es ist nur noch eine Skalierungsfrage“, sagt Sommer, der mit seiner Idee auch einen Nachhaltigkeitsgedanken verfolgt: „In den vergangenen 25 Jahren habe ich als Operations-Manager und COO große Unternehmensstrukturen optimiert. Mein zentraler Antrieb ist das Lean-Management: Starrheit aufbrechen und Verschwendung radikal eliminieren. Genau dieses Mindset übertrage ich nun von der Unternehmenswelt mit PrixxOne auf die Möbelbranche.“

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