09.03.2026
SOUNDSLIKEAPLAN

woom-Gründer lassen Mauer fallen und verraten ihre „Secret Sauce“

Die beiden woom-Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka haben mit Poptop bereits zum zweiten Mal ein erfolgreiches Startup aufgebaut. Nun folgt mit Soundslikeaplan eine dritte Unternehmung, die exklusiv das Gründer:innentum in Österreich unterstützen möchte, wie Ihlenfeld im Gespräch mit brutkasten näher erläutert.
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soundslikeaplan
© woom/canva - Christian Bezdeka (l.) und Marcus Ihlenfeld starten neues Projekt.

Sie haben 2013 woom aus einer Garage heraus gegründet, das im Frühjahr einen Umsatz von 149 Mio. Euro vermeldet hat, brutkasten berichtete. Ihr zweites Startup heißt Poptop und konnte im zweiten Jahr seinem Bestehen auch schon zwei Millionen Euro Umsatz aufweisen, siehe hier. Doch damit nicht genug, mit Soundslikeaplan folgt jetzt die dritte gemeinsame Unternehmung des Gründer-Duos.

Soundslikeaplan und die „Secret Sauce“

Wie Marcus Ihlenfeld brutkasten erzählt, gab es nämlich im Vorjahr an ihn und seinen Co-Founder Christian Bezdeka viele Anfragen von Personen aus der Szene. Alle wollten die „Secret Sauce“ von woom erfahren und schlicht wissen, wie man erfolgreich wird.

„Es gab Fragen von Startup-Gründern, deren Startups sich in verschiedenen Phasen befinden“, erklärt Ihlenfeld. „Da wir mit Poptop jetzt zum zweiten Mal erfolgreich sind, haben wir heute das Selbstvertrauen zu sagen, das ist nicht alles Glück, sondern wir wissen, wie es geht. Letztes Jahr haben wir uns Zeit genommen, hatten Meetings und haben alles beantwortet. Schließlich kam die Idee, dies offiziell als Beratungsunternehmen zu tun.“

Wie ein Startup

Soundslikeaplan war somit geboren: „In einer Zeit des Umbruchs, in der wir uns alle befinden, wollen wir Unternehmen unterstützen zu wachsen. Nur zehn bis fünfzehn Prozent aller GmbHs in Österreich erreichen eine Million Euro Umsatz“, sagt Ihlenfeld. „Wir haben uns gefragt, wie können wir unterstützen, was können wir tun, um einen Impact zu generieren.“

Nach jenen Initialberatungen 2025 haben Bezdeka und Ihlenfeld nun mit Soundslikeaplan eine Unternehmung, die sie als Startup bezeichnen, weil sie es wie ein Startup behandeln. Und den bisherigen Erfolgsprinzipien folgen: „Schnell einen Prototyp und ein ‚Minimum Viable Product‘ bauen und Erfahrung reinbringen“.

Soundslikeaplan-Founder mit Anekdoten

Im ersten und bereits vollen Workshop im April werden nicht bloß reine technische Dinge besprochen (wie man ein Startup gründet), sondern wie man sich von der Konkurrenz differenziert, wie Prototypaufbau funktioniert, wie Marketingfinanzierung geht und wie man allgemein finanziert.

Dabei stehen Produkt und Verkauf stark im Fokus. „Wir lassen Menschen hinter den Vorhang, die Mauer runter und erzählen Anekdoten“, sagt Ihlenfeld. „Wir plaudern aus dem Nähkästchen und geben in Q&A-Sessions Antworten auf alle Fragen. Es wird auch stark um Skalierung gehen“, betont er. Der Mai-Workshop ist zur Hälfte belegt (fünf Plätze frei), eine dritte Runde wird Mitte Juni stattfinden.

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Korbinian Kasinger will mit kW-Solutions "zum SAP für die Logistik" werden. | Foto: Paul Gruber

Eine große Gründungsvision stand am Anfang nicht. Nach dem Studium stieg Kasinger in die Unternehmensberatung ein und arbeitete viel in Deutschland, unter anderem an einem Strategieprojekt für einen großen deutschen Automobilkonzern. Dort kam er erstmals intensiv mit der Automobilwirtschaft in Berührung, eine Zeit, die ihn fachlich prägte. Mit der Zeit reifte der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen. Gemeinsam mit einem Freund aus Innsbruck setzte er ihn um: Benjamin Walch brachte den technischen Hintergrund mit, Kasinger das Betriebswirtschaftliche. Am 3. September 2021, einen Tag vor seinem 29. Geburtstag, trugen die beiden ihr Unternehmen ein. Das Thema: Ladestationen.

Vom Projektgeschäft zum Software-Unternehmen

Der erste Ansatz war B2C, ein Bundle aus Hardware, Förderabwicklung und Installation. Kasinger erkannte früh das größere Potenzial im wiederkehrenden Geschäft, drehte Richtung B2B und ins Betreiben von Ladepunkten. Große Kund:innen kamen rasch: Magna, die Falkensteiner Hotelgruppe, Casinos Austria sowie der Lebensmittelhändler HOFER – allesamt darf kW-Solutions mit einer Vielzahl an Ladepunkten im In- und Ausland, betreuen.

Der eigentliche Hebel lag in der eigenen Software. Mit „Charly“ baute kW-Solutions einen intelligenten Energiemanager, der Ladeinfrastruktur, Fahrzeuge, Photovoltaik, Batteriespeicher und Energiemärkte zu einem System verbindet. Elektromobilität soll so nicht isoliert, sondern wirtschaftlich, skalierbar und netzdienlich betrieben werden, indem jede Kilowattstunde zum günstigsten Zeitpunkt verladen wird, bis hin zu negativen Strompreisen, bei denen Laden zwischenzeitlich Geld zurückbringen kann. Im Wohnbau, für Kasinger ein „gigantischer Markt“, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben inzwischen Marktführer, mit rund 10.000 vorgerüsteten Stellplätzen und etwa 30 verkauften Projekten allein im ersten Halbjahr 2026. „Mittlerweile sage ich: Wir sind ein Software-Unternehmen.“

Vom Pkw bis zum schweren Lkw: kW-Solutions bündelt Ladeinfrastruktur und Energiemanagement auf einer Plattform. | Foto: Paul Gruber

„Charge with Friends“ und die Wette auf die Logistik

Aus dem Wohnbau heraus stieß das Team auf einen Markt mit höherem Puls: die Transportwirtschaft. Daraus entstand „Charly Transportation“, aufgesetzt auf drei Säulen: Sicherheit über einen lokalen Controller, Optimierung über aktives Flottenmanagement und Vernetzung über die Plattform „Charge with Friends“. Dort öffnen Transportunternehmen ihre Depot-Ladeinfrastruktur gegenseitig, bestehende Anlagen werden besser ausgelastet, und statt 50 Cent aufwärts laden Branchenkolleg:innen zu 30 bis 40 Cent netto, nahe an der Preisparität zum Diesel. Entwickelt wurde das Produkt in nur rund drei Monaten. Bis Jahresende will kW-Solutions ganz Österreich abdecken. „Wir haben einen Nerv der Zeit getroffen, zu hundert Prozent“, sagt Kasinger.

Das Potenzial ist groß: Von rund 75.000 schweren Nutzfahrzeugen in Österreich ist erst etwas mehr als ein Prozent vollelektrisch, bei Neuzulassungen sind es bereits rund zwölf Prozent. Kasinger denkt entsprechend weit: „Ich glaube, wir werden, hinsichtlich wechselseitiger Integrationstiefe sowie Relevanz, in 2 bis 3 Jahren zum SAP für die Logistik.“ Den deutschen Markt geht er strategisch an, gesteuert vom neuen Münchner Standort. Für 2026 erwartet er 60 bis 70 Prozent Umsatzwachstum auf rund vier bis viereinhalb Millionen Euro. Auch beim bidirektionalen Laden meldet das Unternehmen einen Erfolg: den nach eigenen Angaben ersten erfolgreichen V2G-Test im Netzgebiet der Wiener Netze.

Antrieb und Haltung

Anerkennung gab es zuletzt reichlich: den brutkasten „Innovator of the Year 2025″, einen Umweltpreis als Jungunternehmen des Jahres und eine Auszeichnung auf einer großen Immobilienmesse in München. Mit 20 Mitarbeitenden und einem Management-Team rund um CCO Matthias Moldaschl ist die Führung breit aufgestellt. Kasinger weiß genau, wo seine Stärken liegen: im schnellen Gespür für den Markt und in der Beharrlichkeit, Dinge auf den Boden zu bringen. Wichtig ist ihm eine Kultur, in der sich Aufrichtigkeit und Wertschätzung überlappen.

Würde er noch einmal in Österreich gründen? „Ja, ganz klar. Ich fühle mich Österreich sehr verbunden.“ Seine Mission liegt eine Ebene höher: den Strommarkt zu dynamisieren, Nachfrage und Angebot digital in Einklang zu bringen, smarte Netze statt reinem Netzausbau. Die Grundfrage sieht er als entschieden: „Wir haben uns als Gesellschaft darauf verständigt, dass Strom der primäre Energieträger der Zukunft ist. Das läuft schon.“ Es ist dieselbe Haltung, die ihn von Anfang an trägt: einmal entschieden, dann dranbleiben.


Disclaimer: Dieses Porträt entstand im Rahmen des Innovator of the Year 2025.

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