02.10.2025
GESCHÄFTSZAHLEN

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

Der Fahrradhersteller woom verzeichnete im Jahr 2024 16 Millionen Euro Verlust. CEO Bernd Hake blickt darauf als "Jahr der Konsolidierung" zurück und sieht den "nachhaltigen Turnaround" nun als geglückt. Außerdem soll das erste Halbjahr 2025 so stark wie nie zuvor gewesen sein.
/artikel/woom-ceo-hake-zum-verlust-2024-der-nachhaltige-turnaround-ist-gelungen
Bernd Hake ist CEO des Wiener Kinderfahrrad-Scaleups woom | Foto: woom

Das in Wien gegründete Kinderfahrrad-Scaleup woom schreibt 2024 einen Verlust von über 16 Millionen Euro. Das besagt die im Konzernabschluss des Unternehmens veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung, die im Firmenbuch einzusehen ist. CEO Bernd Hake spricht von 2024 als „Jahr der Konsolidierung“ und sieht 2025 bislang als „das stärkste Halbjahr der Unternehmensgeschichte“.

Umsatzrekorde verzeichnet

Der Umsatz der onewoom GmbH stieg von 112 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 116 Millionen Euro im Jahr 2024. Im April dieses Jahres sprach man bereits von einem Quartalshoch mit 44 Millionen Euro im Q1/2025, im ersten Halbjahr 2025 steigerte man den Umsatz auf 90,1 Millionen Euro – brutkasten berichtete. Bereits 2022 konnte woom erstmals die 100-Millionen-Euro-Umsatz-Marke knacken – pünktlich zum zehnjährigen Firmenbestehen (brutkasten berichtete).

Überbestände abgebaut, Rückkehr zum „gewohnten Niveau“

Die Umsatz- und Verlustzahlen gehen aus dem im Firmenbuch veröffentlichen Konzernabschluss hervor. Das Scaleup hatte während der Corona-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Nachfrage verzeichnet.

„Im Berichtsjahr 2024 konnten die akkumulierten Überbestände sukzessive abgebaut werden, und die Frequenz von Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie Rabattaktionen kehrte zu einem gewohnten Niveau zurück“, erklärte die Geschäftsführung im Lagebericht. Auch mehrere Medien berichteten darüber. Das Scaleup baute sowohl Lagerstände als auch Belegschaft ab.

CEO Bernd Hake: „2024 stand für uns im Zeichen der Konsolidierung“

Brutkasten bat woom um ein Statement zum Lagebericht. CEO Bernd Hake resümiert das vergangene Geschäftsjahr 2024 wie folgt:

„Das Jahr 2024 stand für uns im Zeichen der Konsolidierung – mit dem Fokus auf Kernmärkte, dem Abbau zu hoher Bestände und einem Wechsel in der woom-Geschäftsführung. Im Sinne der notwendigen Investitionen in neue Märkte, eines umfassenden Effizienzprogramms und der Reduktion von Fixkosten haben wir die Basis für nachhaltiges Wachstum geschaffen.“

„Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

Auf die laufende Geschäftsperiode 2025 blickt Hake positiv – und erkennt Erfolg in der Maßnahmensetzung:

„2025 zeigt sich nun der Erfolg dieser Maßnahmen: Der nachhaltige Turnaround ist gelungen, wir arbeiten profitabel und konnten das stärkste Halbjahr der Unternehmensgeschichte verzeichnen“, so der CEO gegenüber brutkasten.

Bis Ende August 2025 soll woom 305.000 Räder verkauft haben – im Vorjahreszeitraum waren es noch 245.000. Der Umsatz lag Ende des Sommers 2025 bei 111 Millionen Euro, „was einem Plus von 34 Prozent entspricht“, so Hake. Er gewährt weiteren Einblick in aktuelle Geschäftszahlen:

„Bereits Ende September haben wir mit 117 Millionen Euro den gesamten Jahresumsatz von 2024 überschritten. Dieses Wachstum gelingt in einem nach wie vor rückläufigen Fahrradmarkt und in einer weiterhin herausfordernden Branche.“

„Positives EBITDA auf Konzernebene“ zu erwarten

Das Scaleup blickt außerdem einem hoffentlich lukrativen Weihnachtsgeschäft entgegen. Hake erwartet ein „positives EBITDA auf Konzernebene“:

„Auch wenn das Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal noch entscheidend ist, blicken wir äußerst zuversichtlich auf ein sehr erfolgreiches Gesamtjahresergebnis und erwarten ein positives EBITDA auf Konzernebene für 2025. Zudem steht der Launch einer Produktinnovation in einer völlig neuen Produktkategorie bevor, die unser Marktpotenzial nochmals deutlich vergrößern wird.“

Investoren aus Luxemburg und Hongkong

Das Scaleup, das seinen Hauptsitz im 19. Wiener Gemeindebezirk meldet, wird aktuell von Bernd Hake geführt. Gegründet wurde woom im Jahr 2013 von Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka in einer Währinger Garage. Beide Co-Founder sind nach wie vor am Unternehmen mit je 18,68 Prozent beteiligt. Unter den Investoren befindet sich unter anderem der luxemburgische Fonds PE Fund Bregal mit 33,2 Prozent. Auch die Hongkonger Jebsen Group ist bei woom seit 2023 investiert – mit 15,3 Prozent.

Deine ungelesenen Artikel:
26.08.2026

Niceshops erzielte 97,3-Mio-Euro-Umsatz im ersten Halbjahr – Steigerung um 23 Prozent

Das steirische E-Commerce-Unternehmen Niceshops setzt seine Entwicklung nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2022 bis 2024 fort und rückt das nächste Umsatzziel von 200 Millionen Euro für das Gesamtjahr in den Fokus.
/artikel/niceshops-erzielte-973-mio-euro-umsatz-im-ersten-halbjahr-steigerung-um-23-prozent
26.08.2026

Niceshops erzielte 97,3-Mio-Euro-Umsatz im ersten Halbjahr – Steigerung um 23 Prozent

Das steirische E-Commerce-Unternehmen Niceshops setzt seine Entwicklung nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2022 bis 2024 fort und rückt das nächste Umsatzziel von 200 Millionen Euro für das Gesamtjahr in den Fokus.
/artikel/niceshops-erzielte-973-mio-euro-umsatz-im-ersten-halbjahr-steigerung-um-23-prozent
Niceshops
© Niceshops -Firmensitz Niceshops.

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Niceshops, der Betreiber von rund 30 Nischen-Online-Shops in unterschiedlichen Produktkategorien in bis zu 18 Sprachen, einen Umsatz von 97,3 Millionen Euro und ein EBITDA von rund fünf Millionen Euro. Der Umsatz stieg damit um 23,6 Prozent, das EBITDA um 38,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Während der österreichische Handel laut Wirtschaftskammer Österreich im ersten Halbjahr 2026 inflationsbereinigt um 0,7 Prozent schrumpfte, entwickelte sich Niceshops gegenläufig.

Niceshops: „Nicht um jeden Preis“

„Wir wachsen nicht um jeden Preis. Dass unser EBITDA deutlich stärker steigt als der Umsatz, zeigt, dass wir unsere Prozesse mit dem Wachstum skalieren können und gleichzeitig unsere Margen verbessern“, sagt Geschäftsführerin Carina Hödl. „Gerade in einem Marktumfeld, in dem viele Händler mit rückläufigen Umsätzen und Margendruck kämpfen, ist diese Entwicklung ein deutlicher Beleg für die Stärke unseres Geschäftsmodells.“

Die aktuellen Zahlen markieren eine Erholung nach den schwierigen Jahren 2022 und 2023. Anfang 2024 musste Niceshops rund 90 der damals etwa 450 Mitarbeiter:innen abbauen. Das entsprach rund einem Fünftel der Belegschaft – brutkasten berichtete.

Der Weg aus der Krise erforderte erhebliche Einschnitte. Geschäftsführer Christoph Schreiner beschrieb die Lehren daraus im Mai im Podcast 123C unter anderem als Mischung aus „Größenwahn und Respekt vor dem Mitbewerber“ und sprach gar von 130 Kolleg:innen, die gehen mussten. Folglich setzte das Unternehmen dabei auf eine intensive Restrukturierung gemeinsam mit den finanzierenden Banken.

2025 erfolgreichstes Geschäftsjahr

2025 folgte das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte: Niceshops erzielte 169 Millionen Euro Umsatz und rund acht Millionen Euro EBITDA. Für 2026 hat das Unternehmen erstmals mehr als 200 Millionen Euro Umsatz als Ziel ausgegeben.

„Unser mittelfristiges Ziel ist klar. Wir wollen unser operatives Tagesgeschäft aus einem starken eigenen Cashflow finanzieren und damit aus eigener Kraft weiter wachsen“, beschreibt Firmengründer und Geschäftsführer Roland Fink die strategische Stoßrichtung.

Trotz der Erfahrungen aus der Krise investiert Niceshops weiter in seine Infrastruktur. Im Juli erwarb das Unternehmen am Standort Saaz ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück. Damit sollen zusätzliche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Logistik geschaffen werden.

Niceshops arbeitet an Robotiklösungen

Parallel bereitet Niceshops den gezielten Einsatz von Automatisierungs- und Robotiklösungen vor. Eine vollständige Automatisierung des Standorts ist in der aktuellen Unternehmenskommunikation nicht als Ziel formuliert; vielmehr spricht man von einem gezielten Einsatz entsprechender Technologien.

Auch im firmeninternen Portfolio gibt es Wachstumsimpulse. 3DJake bleibt innerhalb der rund 30 von Niceshops betriebenen Shop-Welten der größte Umsatzbringer. Das Unternehmen bezeichnet den Spezialisten für 3D-Druck als europäischen Marktführer im Onlinehandel seines Segments. Mit Peganto hat das Unternehmen im laufenden Jahr zudem einen weiteren Online-Shop auf den Markt gebracht.

DACH dominiert

International bleibt der DACH-Raum die umsatzstärkste Kernregion, wie aus der Aussendung hervorgeht. Gleichzeitig entwickeln sich die Märkte außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz laut Niceshops noch dynamischer. Das größte relative Wachstum verzeichnete das Unternehmen zuletzt in Ungarn – genaue Zahlen dazu werden jedoch nicht genannt. Bis zum Frühjahr 2027 sollen zwei weitere Länder erschlossen werden.

Schreiner abschließend dazu: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass neue Märkte und Shop-Konzepte in die bestehende Technologie- und Logistikstruktur effizient integriert werden können.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

woom-CEO Hake zum Verlust 2024: „Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“