07.10.2025
WOW

woom bringt selbstbalancierendes Laufrad für Kinder ab 9 Monaten

Fahren, noch bevor man gehen kann - das Wiener Scaleup woom richtet sich mit seinem neuen Laufrad "Wow" an eine noch jüngere Zielgruppe.
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Das neue woom Wow | © woom GmbH
Das neue woom Wow | © woom GmbH

Es ist längst eine globale Go-To-Marke für alle, die für ihre Kinder nicht einfach nur irgendein Fahrrad haben wollen: woom aus Wien deckte schon bislang vom Laufrad für die Kleinen bis zu Mountainbikes für Teenager ein großes Segment des Premium-Kinderrad-Markts ab. Mit dem neuen Produkt „Wow“ widmet man sich nun einer noch jüngeren Zielgruppe: Kleinkindern ab neun Monaten.

Fahren, noch bevor man gehen kann

Das Versprechen: Mit dem kleinen Laufrad sollen die gerade aus dem Baby-Alter Herauswachsenden schon fahren, noch bevor sie überhaupt gehen können. Möglich werden soll das durch einige technische Features, allem voran das „Wobbeln“. Dabei handelt es sich um ein leichtes Hin- und Herwippen des Laufrads, das Balance und Motorik trainieren soll. „Kinder lernen so auf ganz intuitive Weise, ihr Gleichgewicht zu halten, verlagern spielerisch ihr Gewicht und gewinnen mit jeder Fahrt an Selbstvertrauen“, heißt es dazu von woom. Der selbst-zentrierende Lenker soll für weitere Stabilität sorgen. Punkten will das Unternehmen zudem mit der Kompaktheit des Rads, die Eltern das Tragen und Verstauen erleichtern soll.

„Input von Kinderärzt:innen und Entwicklungspsycholog:innen“

„Im Entwicklungsprozess mit den Kindern haben wir gesehen, wie sie sich ganz intuitiv bewegen möchten. Wir haben direkt von den Kids gelernt – und uns gleichzeitig wertvollen Input von Kinderärzt:innen und Entwicklungspsycholog:innen geholt, um das woom Wow optimal auf die Bedürfnisse der Allerkleinsten abzustimmen“, wird Produktdesigner Daniel Kloboucnik in einer Aussendung zitiert.

180 Euro für das neue woom-Laufrad

Gefertigt wird das neue Laufrad in Portugal. Es besteht laut woom „bis zu 98 Prozent aus schadstoffgeprüftem, recyceltem Composite-Material“ und soll durch einen leichten Aluminiumrahmen punkten. Dabei sei es vollständig reparierbar und komme ohne Klebstoff oder dauerhafte Verbindungen aus. Entsprechend lasse es sich dank trennbarer Monomaterialien einfach recyceln. Aktuell bekommt man das Rad in drei möglichen Farben für je rund 180 Euro.

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Die Aitiologic-Gründer (v.l.n.r.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic

Im Oktober 2024 verließ das Wiener Startup Aitiologic den „Stealth Mode“. Damals hatte es 2,5 Millionen Euro an Investments und Förderungen eingesammelt. Jetzt folgt eine Seed-Finanzierung über 6,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab.

Angeführt wird die Runde von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Die bisherigen Investoren Push VC und Lana Ventures sind wieder dabei. Dazu kommen laut Startup mehrere Biotech-Gründer, die bereits Börsengänge und Exits hinter sich haben.

Ein Bluttest, der zeigt, was im Gewebe passiert

Aitiologic entwickelt die Plattform „Aitios“. Sie untersucht zellfreie DNA im Blut und wertet die Daten mit KI aus. Das Ziel: Aus einer normalen Blutprobe soll sich ablesen lassen, aus welchem Gewebe die DNA stammt und was dort gerade passiert. Die Technologie geht auf Forschung von Gründer und CEO Andreas Posch bei Siemens Healthineers zurück. Aitiologic hat sie exklusiv lizenziert.

2024 sprach das Startup noch allgemein von Krebs- und Pränataldiagnostik. Nun ist die erste Anwendung klar: die Risikoabschätzung für Präeklampsie im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Bluthochdruck-Erkrankung betrifft laut Aussendung geschätzt drei bis acht Prozent aller Schwangerschaften. Sie ist eine der wichtigsten Ursachen für Todesfälle von Müttern und Föten weltweit. Aitiologic will dafür dieselbe Blutprobe nutzen, die ohnehin für den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) abgenommen wird. Eine zusätzliche Blutabnahme wäre also nicht nötig.

Eine erste Studie mit Kypros Nicolaides und dem Fetal Medicine Research Institute habe gezeigt, dass sich damit das Präeklampsie-Risiko einschätzen lässt, so das Startup. Jetzt läuft eine größere Studie mit der Fetal Medicine Foundation, an der mehr als 1.000 Schwangere teilnehmen. „Wir sind von einer Technologie-Hypothese zu publizierten klinischen Daten gekommen“, sagt Posch. Das frische Kapital soll in diese Studie und in die Produktentwicklung fließen.

Oxford-Nanopore-Mitgründer im Beirat, neue Chief Medical Officer

Mit der Finanzierung holt Aitiologic zwei bekannte Namen an Bord. Gordon Sanghera hat Oxford Nanopore Technologies mitgegründet, ein britisches Unternehmen für DNA-Sequenzierung. Er führte es 21 Jahre lang als CEO, vom Spinoff der Universität Oxford bis zum Börsengang in London. In der Aussendung wird er als „Pionier der Molekulardiagnostik“ bezeichnet. Für Aitiologic ist das relevant, weil die eigene Plattform auf der Sequenzierung von DNA aus dem Blut aufbaut: Sanghera bringt also Erfahrung mit dem Aufbau, der Finanzierung und der Skalierung genau dieser Art von Technologie mit. Er investiert in die Runde und wird Mitglied des Beirats. Die ersten klinischen Daten von Aitiologic seien „sehr ermutigend“, sagt Sanghera.

Neue Chief Medical Officer ist Rebecca Ertl. Sie ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und hat ein nach eigenen Angaben führendes Zentrum für Pränataldiagnostik in Österreich gegründet. Bei Aitiologic verantwortet sie die medizinische Strategie, zunächst für das Präeklampsie-Programm. Ertl nennt bereits ein mögliches nächstes Thema: Man prüfe, ob der Bluttest auch bei Schwangerschaftsdiabetes früher Hinweise liefern könne.

Neben dem Risikokapital erhält Aitiologic Förderungen von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Wirtschaftsagentur Wien. Dazu kommt Unterstützung über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) im Rahmen von InvestEU. Zugelassen ist die Plattform noch nicht, sie befindet sich weiterhin in der Entwicklung.

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