15.11.2021

Wonderful Drinks: Wiener Getränke-Startup erreicht erstmalig Jahresabsatz von einer Million Flaschen

Das Wiener Getränke Startup Wonderful Drinks erreicht erstmalig seit Gründung die offizielle Jahresabsatzmarke von einer Million verkaufter Flaschen. 2020 betrug das Wachstum über 20 Prozent.
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Das Wiener Getränke-Startup PONA ist insolvent. Bild: (c) Wonderful Drinks
Das Wiener Getränke-Startup PONA ist insolvent. Bild: (c) Wonderful Drinks

Bereits im Jahr 2014 brachte das Wiener Getränke-Startup den prickelnden Direktfruchtsaft Pona auf den Markt. Dabei handelt es sich laut Gründerin Anna Abermann um Österreichs ersten Organic Sparkling Juice. Mittlerweile hat sich das Produktsortiment um vier weitere Marken erweitert – darunter finden sich Ich Bin Was?er, bitterschön, bitter fog und Tssschk.

Die unterschiedlichen Getränke positionieren sich in den unterschiedlichsten Kategorien, folgen aber immer derselben Unternehmens-Philosophie: Die Produktion erfolgt entlang biologischer Standards. Zudem verzichtet das Startup auf zugesetzten Zucker oder sonstige Zusatzstoffe wie Aromen, Konzentrate oder Haltbarmacher. Mittlerweile setzt Wonderful Drinks auch auf Internationalisierung: So werden die Getränke auch in Schweden, Dänemark, Belgien und Finnland vertrieben.

Wonderful Drinks verzeichnet Wachstum

Wie das Startup nun bekannt gab, erreichte Wonderful Drinks erstmalig seit Gründung die offizielle Jahresabsatzmarke von einer Million verkaufter Flaschen. Trotz coronabedingter Einschränkungen in der Gastronomie konnte das Unternehmen im Jahr 2020 laut Abermann ein Wachstum von 23 Prozent verzeichnen. Im Jahr 2021 beträgt es sogar 40 Prozent (Year – to – date). Konkrete Zahlen zum Umsatz veröffentlichte das Startup allerdings nicht.

Das Team von Wonderful Drinks | (c) Wonderful Drinks

„Der Getränkemarkt ist einer der härtesten umkämpften Märkte, die es gibt. Wer hier die 1-Millionen-Flaschen-Absatzmarke knackt, hat wahres Durchhaltevermögen und Biss bewiesen. Ich bin sehr stolz auf unser Team und  freue mich auf ein spannendes Jahr 2022.“ Abermann hat in der Vergangenheit des Öfteren öffentlich die Marktbedingungen für kleinere Player am Markt kritisiert. Mehr darüber könnt ihr auch in der „One Change a Week“-Folge „Der Getränkemarkt ist ein Horror“ nachsehen.

Investorenangebot bei 2M2M abgelehnt 

Wonderful Drinks war heuer im Frühjahr bei der österreichischen Startup Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen und schaffte es mit seinem Pitch, gleich zwei Investoren, darunter auch Hans-Peter Haselsteiner, für ein Investment zu begeistern. Das Angebot wurde allerdings seitens des Getränkeunternehmens aufgrund der nicht erfolgten Einigung auf  Bewertungsebene abgelehnt. Parallel dazu startete die Wonderful Drinks/Pona Crowdinvesting Kampagne auf der Plattform Conda. Insgesamt konnten so 350.000 Euro eingenommen werden.


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Vereinsplaner-Gründer (v.l.) Lukas Krainz und Mathias Maier © Vereinsplaner

Das oberösterreichische Software-Startup Vereinsplaner, das 2019 von Lukas Krainz und Mathias Maier gegründet wurde, setzt den nächsten Wachstumsschritt. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen bereits rund 7.500 Vereine auf dem deutschen Markt. Nun soll die Präsenz mit einer eigenen Niederlassung im grenznahen Passau weiter ausgebaut werden, um die Betreuung vor Ort sowie lokale Partnerschaften zu intensivieren.

Strategische Überlegungen zum Markteintritt

Eine klassische Finanzierungsrunde ist aktuell zwar nicht geplant, für strategische M&A-Optionen hält sich Krainz die Option jedoch offen. Denn im deutschen Markt trifft das Startup auf drei bis vier relevante Mitbewerber. „Was für uns spannend sein könnte, ist einen Mitbewerber zu übernehmen oder sich mit einem Mitbewerber zusammenzuschließen“, erklärt der Gründer im Interview. Man will am deutschen Markt so verstärkt Präsenz zeigen und ihn nach uns nach erschließen.

Bereits im Vorjahr gab es erste Sondierungsgespräche mit größeren deutschen Konkurrenten, unter anderem aus Berlin, bezüglich potenzieller Fusionen oder Übernahmen. „Daraus ist schlussendlich aber nichts Konkreteres geworden“, so der Gründer weiter. Ob die Konsolidierungspläne vielleicht doch noch realisierbar werden, bleibt abzuwarten. Die Ansage seitens Vereinsplaner: „Wir wollen den deutschen Markt nicht kampflos irgendeinem deutschen Mitbewerber überlassen.“

Finanzierung aus dem eigenen Cashflow

Im März 2022 machte das Startup mit einem Auftritt bei der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf sich aufmerksam. Damals stiegen Hermann Futter, Geschäftsführer der Compass-Gruppe, mit einer 15-prozentigen Beteiligung sowie die 8eyes GmbH der Runtastic-Gründer mit Christian Kaar als Lead (3,75 Prozent Anteile) mit insgesamt einer halben Million Euro ein – brutkasten berichtete.

Die Expansion in den Nachbarmarkt erfolgt nun allerdings ohne frisches externes Kapital. Co-Gründer Lukas Krainz erklärt zur aktuellen wirtschaftlichen Lage: „Mit Vereinsplaner wachsen wir im aktuellen Geschäftsjahr Year-to-Date in einem dreistelligen Prozentbereich. In den letzten Monaten haben wir so einen deutlichen Cashflow-Überschuss erzielt, den wir in die nächste Wachstumsphase und einen zielgerichteten Service investieren möchten.“

Regulatorische Anpassung für den deutschen Markt

Um den rechtlichen Anforderungen in Deutschland zu begegnen, wurde die Softwarearchitektur in den vergangenen Monaten angepasst. Das Tool bildet laut Angaben des Unternehmens nun die spezifischen steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Vereine ab, insbesondere hinsichtlich der Gemeinnützigkeit und der internen Buchhaltung. Durch Schnittstellen zu deutschen Banken sowie einen DATEV-Export soll eine nahtlose Integration für Schatzmeister:innen und Steuerberater:innen ermöglicht werden.

Für den physischen Markteintritt fiel die Wahl ganz bewusst auf Passau, erklärt Krainz im Interview. In Passau soll nun ein eigenes Team aufgebaut werden, das primär den Support für den deutschen Markt übernimmt, um die Betreuung vor Ort sowie lokale Wirtschaftspartnerschaften effizient zu intensivieren.

Neues Payment-Feature im Sommer

Als nächsten strategischen Meilenstein kündigt das Startup für den Sommer 2026 die Funktion „Vereinsplaner Payment“ an. Damit baut das Unternehmen seine finanzielle Verwaltung weiter aus, für die bereits zuvor erste Features gestartet wurden – brutkasten berichtete.

Mit dem neuen Payment-Tool können Mitgliedsbeiträge künftig direkt über die Software abgewickelt und vollständig automatisiert werden. Technisch kooperiert das Startup hierfür im Hintergrund mit dem US-Zahlungsdienstleister Stripe. Das Unternehmen verrät außerdem, dass der Prozess den digitalen Einzug, die Zuordnung der Zahlungen sowie die automatische Verbuchung im System ohne manuellen Aufwand für die Vereinsvorständ:innen umfassen soll. Auch ein Ticketing-System ist laut Gründer bereits in der Pipeline.

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