20.01.2025
AUSZEICHNUNG

Wolkersdorfer Fischsauce gewinnt deutschen Gastro Innovation Award 2025

Die Bio-Fischsauce von Genusskoarl (WienerWürze) aus Österreich gewann nach prestigeträchtigen Erfolgen 2024 nun den deutschen Gastro Innovation Award 2025.
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Genusskoarl, Fischsauce, Award
© Daniel Karmann - Karl Severin Traugott von Genusskoarl.

Im Oktober 2016 gründete Karl Severin Traugott in Wien das Unternehmen Genusskoarl. Mit seinem Flaggschiff, der WienerWürze aus Lupinen, hat er 2018 die Awards „Bio-Produkt des Jahres“ (Biorama) und „Veganes Produkt des Jahres“ (vegan.at) gewonnen. 2019 konnte er bei „2 Minuten 2 Millionen“ gleich alle fünf Jury-Mitglieder begeistern, hat sich aber im Nachgang der Sendung gegen ein TV-Investment entschieden – siehe hier. Nun gab es wieder einen Erfolg.

Genusskoarl präsentierte Sauce internationalem Publikum

Als einer der Favoriten durfte das Wiener Startup nicht nur hoffen, sondern wurde auch eingeladen auf der HOGA-Messe von 12. bis 14. Jänner 2025 auszustellen und ihre Bio-Fischsauce (mit Umami-Geschmack) einem internationalen Publikum zu präsentieren, wie Traugott sagt: „Dass wir dort vor Ort sein und unser Produkt im Rahmen der Eröffnungsfeier pitchen durften, war schon ein Höhepunkt. Es ist eine unglaubliche Anerkennung unserer Arbeit und zeigt, dass unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit und Qualität auch über die Grenzen Österreichs hinaus geschätzt werden.“

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Gastgeber-Messe in Nürnberg statt, einer der größten Branchenveranstaltungen Deutschlands. Die endgültige Entscheidung fiel durch ein Publikumsvoting, bei dem nicht nur die Jury, sondern auch die Messebesucher von dem Produkt überzeugt wurden.

„Kein neues Produkt, jedoch…“

„Fischsaucen an und für sich sind zwar kein neues Produkt“, erklärt Frank-Ulrich John, Geschäftsführer des Trägerverbandes der Award-Veranstaltung DEHOGA Bayern, „die Innovation von Genusskoarl liegt jedoch in der besonders nachhaltigen und umweltfreundlichen Produktion einer Bio-Fischsauce. Das Produkt wird dabei nicht aus eigens betriebenem Fischfang, sondern aus Teilen von Bio-Forellen und -Saiblingen hergestellt, die beim Filetieren übrigbleiben. Getreu dem ‚Nose-to-tail-Prinzip‘ wird der Zero-Waste-Gedanke auf konsequente Weise umgesetzt – und das nicht am anderen Ende der Welt, sondern ohne lange Lieferwege direkt vor der Haustür. Und das Besondere daran ist, dass diese Fischsauce nicht nur auf dem Markt befindlichen Produkten irgendwie geschmacklich nahekommt, sondern sie bei weitem übertrifft.“

Traugott zur Auszeichnung: „Der Gastro Innovation Award 2025 bedeutet uns sehr viel, denn er bestätigt erneut, dass wir mit unserer Bio-Fischsauce ein außergewöhnliches Produkt geschaffen haben. Nach den Auszeichnungen zum Bio-Produkt des Jahres und dem prestigeträchtigen Great Taste Award zeigt dieser Erfolg, dass unser Fokus auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Qualität auch in der Spitzengastronomie geschätzt wird.“

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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