13.02.2026
PERSONALIE

Wolfgang Wegmayer tritt als Co-CEO vom Wiener PropTech Payuca zurück

Beim Wiener PropTech-Startup Payuca kommt es zu einer Veränderung auf Führungsebene: Wolfgang Wegmayer legt seine Funktion als Co-CEO nieder. Er kündigte an, sich beruflich neu zu orientieren.
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Dominik und Wolfgang Wegmayer von Payuca © Payuca
(c) Payuca - Dominik (l.) und Wolfgang Wegmayer von Payuca.

“Ich bin sehr dankbar für diese intensive Zeit und stolz auf das, was wir als Team gemeinsam aufgebaut haben”, schreibt Wolfgang Wegmayer in einem LinkedIn-Post. Dort verkündet er, dass er künftig einen anderen beruflichen Weg einschlagen wird und seine Rolle als Co-CEO bei Payuca ablegen wird.

2023: Series-A-Investment

Payuca startete 2017 mit einer App, die es Kurzparker:innen in Wien ermöglicht, freie Stellplätze in privaten Tiefgaragen zu finden. In den darauffolgenden Jahren erweiterte das Unternehmen sein Geschäftsmodell und positionierte sich zunehmend als Anbieter für die Digitalisierung und Elektrifizierung von Garageninfrastruktur.

Anfang 2023 sicherte sich Payuca ein Series-A-Investment der ABB E-Mobility AG (brutkasten berichtete). Laut Wegmayer hat das Unternehmen seit 2021 insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro Kapital aufgestellt.

Seit 2020 bei Payuca

Wolfgang Wegmayer stieß im Dezember 2020 zum Unternehmen – wie er sagt, aus familiären Überlegungen. Seit Februar 2022 verantwortete er als Geschäftsführer die Bereiche Sales, Marketing, Business Development, Key Account Management und Administration.

“In dieser Zeit konnten wir den Umsatz verzehnfachen, von 55 auf 230+ Objekte wachsen und von 17.000 auf 140.000+ App-User skalieren. Über 50 neue Immobilienkunden und mehr als 1.000 E-Ladepunkte in AT/DE umgesetzt. Ich durfte Teams aufbauen, Teamleads entwickeln und gemeinsam mit einem starken Team viele große Kunden gewinnen”, schreibt Wegmayer auf LinkedIn.

Back to the roots

Seine berufliche Laufbahn habe sich laut Wegmayer in den vergangenen Jahren in drei Richtungen entwickelt: Immobilien, Polizei sowie zuletzt Startup- und E-Ladeinfrastruktur. Nun wolle er wieder stärker zur Immobilienwirtschaft zurückkehren, wie er auf LinkedIn verkündet. Die operative Führung von Payuca übernimmt sein Bruder Dominik Wegmayer seit Jahresanfang alleine.

“Ich freue mich ehrlich gesagt auch darauf, 2026 bewusster Zeit mit meiner Frau und meinen zwei Kindern zu verbringen”, schreibt Wegmayer abschließend.

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Jeff Bezos sprach am Mittwoch auf der Theater-Stage der VivaTech in Paris über sein KI-Projekt Prometheus. (c) Screenshot VivaTech

Am Mittwoch fiel der Startschuss für die zehnte Ausgabe der VivaTech. Das Event in Paris zählt zu den größten Startup- und Technologie-Treffen Europas und bringt über vier Tage hinweg Startups, Investor:innen, Tech-Konzerne und Forscher:innen zusammen. Schon am Vormittag herrschte dichter Andrang in den Hallen der Pariser Porte de Versailles: Zwischen Roboterarmen, Demo-Bühnen und unzähligen Startup-Ständen schoben sich Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Fans durch die Gänge. brutkasten ist vor Ort. Für besonderen Andrang sorgte eines der Highlights der diesjährigen Ausgabe: Jeff Bezos, der erst zu Wochenbeginn als Speaker angekündigt worden war. Am Vormittag trat der Amazon-Gründer auf der Theater-Stage auf.

Gemeinsam mit Blue-Origin-CEO Dave Limp saß Bezos schließlich auf der Bühne, moderiert vom früheren NASA-Astronauten Mike Massimino. Der Großteil des Gesprächs drehte sich um Raumfahrt. Aufhorchen ließ Bezos aber, als er auf sein jüngstes Projekt zu sprechen kam: Prometheus, das KI-Unternehmen, das er 2025 mitgegründet hat und als Co-CEO führt.

Bezos beschrieb Prometheus als Versuch, einen „artificial general engineer“ zu bauen, also eine KI, die nicht primär Texte verarbeitet, sondern Ingenieursarbeit leistet. Das Ziel sei, den „dream-build cycle“ zu verkürzen, also die Zeit zwischen der Idee für ein Produkt und seiner serienreifen Fertigung.

„Aller Wohlstand beruht auf Erfindungen“

Diesen Anspruch rahmte Bezos grundsätzlich ein: „Aller zivilisatorische Wohlstand beruht auf Erfindungen. Vor 6.000 Jahren hat jemand den Pflug erfunden, und wir alle wurden wohlhabender.“ Wer den Erfindungszyklus beschleunige, schaffe realen Wohlstand. Was das praktisch heißt, machte er an einem Beispiel fest: Ein neues, sparsameres Triebwerk sei heute ein Zehn-Jahres-Programm. Prometheus solle das schrittweise auf fünf, drei, am Ende ein Jahr drücken.

Klassische Sprachmodelle reichen dafür nach seiner Überzeugung nicht aus. „Mit herkömmlichen großen Sprachmodellen lässt sich das nicht machen. Sie haben ihre Berechtigung“, sagte Bezos. Sein Bild dazu: „Wenn ich tausend Bücher darüber lese, wie man ein großartiger Turner wird, wäre ich danach immer noch ein miserabler Turner.“ Engineering brauche eine andere Art von Training als reine Symbolmanipulation, wie sie Sprachmodelle beherrschen.

Der Sorge, KI könnte Menschen überflüssig machen, widersprach Bezos ausdrücklich. Er erwarte eher das Gegenteil: „KI wird einen Arbeitskräftemangel erzeugen, weil sie es den Menschen ermöglicht, mehr Probleme zu identifizieren.“ Heute sei man „nicht durch unsere Vorstellungskraft begrenzt, sondern durch das, was wir tatsächlich umsetzen können“. Beschleunige man das Bauen, drehe sich dieses Verhältnis um. Als Vorgeschmack nannte er die eigene Erfahrung mit Coding-Tools: „Vor drei Jahren war ich ein miserabler Informatiker. Heute aber kann ich an einem einzigen Nachmittag eine iOS-App schreiben.“ Genau das wolle Prometheus in die physische Welt übertragen.

Querverweis zu Emmi AI

Für die heimische Szene hat die Idee einen vertrauten Klang. Mit Emmi AI verfolgt seit 2024 ein Linzer Startup einen ganz ähnlichen Ansatz, nämlich KI-Modelle, die auf die Physik der realen Welt statt auf Sprache trainiert sind und Ingenieurssimulationen drastisch beschleunigen sollen. Das Unternehmen aus dem Umfeld des KI-Labors NXAI wurde im Mai 2026 vom französischen KI-Konzern Mistral übernommen. Die Stoßrichtung, die Bezos nun auf der großen Bühne skizziert, ist also auch in Österreich prominent vertreten.

Was sonst noch ansteht

Die VivaTech feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen und läuft noch bis Samstag, den 20. Juni. Inhaltlich dreht sich die Jubiläumsausgabe vor allem um Künstliche Intelligenz, Deeptech, Cybersecurity und Energie, wobei sich KI durch nahezu jede der vier Bühnen zieht. Neben Bezos sind weitere prominente Stimmen angekündigt, darunter Nvidia-CEO Jensen Huang mit der GTC-Paris-Keynote, Yann LeCun (AMI Labs, zuvor Meta) und Arthur Mensch, CEO des französischen KI-Konzerns Mistral, der das Linzer Startup Emmi AI übernommen hat. Der Deeptech-Schwerpunkt reicht von Quantencomputing bis Biotech. Zum Abschluss verwandelt sich der Publikumstag am Samstag erstmals in ein offenes VivaTech-Festival, das Technologie einem breiten Publikum zugänglich machen soll.

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