03.11.2021

Wojo: Flexibles Workspace-Konzept kommt nach Wien

Die französische Coworking-Marke Wojo erweitert in Zusammenarbeit mit den Acor-Marken Adagio und Novotel ihr Netzwerk in Deutschland und auch in Österreich.
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(c) Philipp Lipiarski - Das Remote-Working-Angebot in Wien wächst.

Das französische Unternehmen Wojo operiert mit einem flexiblen Workspace-Konzept und ist bisher mit über 400 Angeboten zu Arbeitsplatz-Lösungen weltweit in 190 Städten aktiv. Neben Berlin wird nun auch Wien Teil dieses Netzwerkes.

Wojo-Angebot eingebettet in Hotels

Nicht zuletzt, aber in großem Ausmaß hat die Pandemie die Arbeitswelt verändert. Remote Work hat sich seinen Platz gesucht und verlangt nach organisatorischen Lösungen. Eine davon bietet Wojo an: Eingebettet in die Infrastruktur von Hotels, sollen Gäste, dem Unternehmen nach, „eine warme Arbeitsatmosphäre mit dem Komfort eines Hotels genießen“. Zudem können Firmen nicht nur Coworking Spaces, Meeting-Räume und private Büroräumlichkeiten tageweise buchen, sondern auch individuelle, langfristige Lösungen im „Private Office“ in Anspruch nehmen.

„Remote Working hat in den vergangenen Monaten stark an Bedeutung gewonnen. Mitarbeitende wünschen sich mehr Flexibilität für ihren Arbeitsplatz unter Beibehaltung hervorragender Arbeitsbedingungen. Mit dem Start von Wojo in Wien und Berlin können wir ihnen genau das bieten: Ganz nach dem ‚Workspitality‘-Ansatz, der Kombination von Arbeit mit der Gastfreundschaft und dem Wohlfühlfaktor der Hospitality-Branche, verbinden wir flexible Büroräumlichkeiten mit den Annehmlichkeiten eines Hotels“, erklärt Stéphane Bensimone, CEO von Wojo.

Novotel Wien und Aparthotel Adagio Vienna City

Konkret ist es in Wien nun möglich im „Novotel Wien“ am Hauptbahnhof und im „Aparthotel Adagio Vienna City“ remote zu arbeiten. Beides über die Wojo-App oder online buchbar. Durch die Kombination von Gemeinschaftsflächen, Coworking Spaces, Meeting-Räumen und „Private Offices“, möchte Wojo den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt nachkommen. Und Startups, kleine Unternehmen, einzelne Personen, sowie auch Konzerne ansprechen.

Alle „Offices“ sind mit ergonomischen Möbeln ausgestattet. Darüber hinaus können auch die Besprechungsräume in den Hotels online je nach Verfügbarkeit auf Stunden-, Tages- oder Wochenbasis gebucht werden.

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(c) Felix Hohagen - Felix Ohswald und Gregor Müller.

GoStudent-Gründer Felix Ohswald machte vor Kurzem auf sich aufmerksam, als sein Unternehmen die Berlitz Deutschland GmbH übernahm – brutkasten berichtete. Damit setzte er einen weiteren Schritt in die Offline-Strategie des Wiener Unicorns. Nichtsdestotrotz macht er sich weiterhin Gedanken um die Zukunft der Bildung in Bezug auf Künstliche Intelligenz, wie er in seinem gestrigen Gastbeitrag darlegte.

Nun jedoch meldet sich Ohswald per LinkedIn-Post und ruft „smarte Gründer:innen“ dazu auf, sich bei der Initiative „GoStudent Builders“ zu bewerben.

75 zu 25

GoStudent sucht mit dem Programm Gründer:innen, die neue Geschäftsmodelle auf Basis der GoStudent-Infrastruktur aufbauen möchten. Laut Website stehen 14 vorab definierte Problemstellungen zur Auswahl, etwa Abitur und Mittlere Reife in Deutschland bzw. Matura in Österreich für externe Kandidat:innen, Ausschreibungen im öffentlichen Bildungsbereich, Ferienlager oder ein KI-Agent für Lead-Follow-up. Alternativ können Teams eigene Ideen einbringen, sofern diese Umsatz erzielen und auf dem Netzwerk von GoStudent laufen.

Die Teilnehmer:innen halten 75 Prozent an der von ihnen aufgebauten Gesellschaft, GoStudent erhält 25 Prozent. Ein Gehalt gibt es am Anfang nicht, das Einkommen speist sich aus dem Gewinn des Unternehmens und soll als Motivation dienen („build to earn fast“). „Wenn dein Vorhaben funktioniert, gehören dir 75 % des Unternehmens. Wenn es nicht funktioniert, sagen wir dir frühzeitig Bescheid“, schreibt Ohswald per LinkedIn-Post.

Mehrheits-Klausel

GoStudent erhält eine Gebühr auf jene Umsätze, die über seine Kund:innen, Standorte und sein Vertriebsteam laufen. Ab dem dritten Jahr kann das Unicorn laut eigenen Angaben die Mehrheit zu einem vorab vereinbarten EBITDA-Multiple übernehmen, bezahlt in GoStudent-Anteilen statt in bar.

Im Gegenzug stellt GoStudent nach eigenen Angaben Zugang zu mehr als 200.000 Kund:innen und mehr als 850 Standorten bereit, darunter Studienkreis, Lernquadrat und Berlitz. Dazu kommen Lizenzen wie die BAMF-Zulassung sowie Gesellschaften in fünf Ländern. Alle 90 Tage werden Ziele vereinbart, bei wiederholtem Verfehlen endet der Zugang zu Kund:innen und Standorten.

Bewerbungen per Mail

Gesucht werden KI-native Einzelpersonen und Teams mit bis zu drei Personen, bewerben kann man sich per E-Mail an die Co-Founder Felix Ohswald (CEO) und Gregor Müller (COO). Die erste Runde endet am 15. Dezember 2026, Entscheidungen sollen vor Weihnachten fallen, der Start ist für Jänner 2027 geplant.

„Wir haben mehr validierte Geschäftsmöglichkeiten als Menschen, die sie umsetzen können“, erklären Ohswald und sein Co-Founder Gregor Müller ihre Beweggründe für diesen Schritt. „Anstatt für jede einzelne Idee Mitarbeiter:innen einzustellen oder ein Unternehmen aufzukaufen, übertragen wir diese Möglichkeiten an Macher:innen, die etwas Eigenes aufbauen und besitzen wollen. Die meisten Startups scheitern an drei Dingen: daran, die ersten Kund:innen zu gewinnen, die notwendige Infrastruktur und die erforderlichen Lizenzen aufzubauen und Kapital zu beschaffen. Wir nehmen dir alle drei Hürden ab. Du startest mit unseren bestehenden Kund:innen, unseren Standorten, unseren Lizenzen und unseren Daten. Du musst keinen einzigen Cent an Investorengeldern aufbringen.“

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