21.08.2018

Plattform-Deal: wogibtswas.at wird gegen Anteile getauscht

Die Styria Media Group übergibt die Plattform wogibtswas.at an die deutsche Offerista und bekommt im Gegenzug 20 Prozent des Spezialisten für standortbasierte Digital-Werbung.
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wogibtswas.at-Geschäftsführer Oliver Olschewski bleibt auch nach der Übernahme durch Offerista
(c) wogibtswas.at: wogibtswas-Geschäftsführer Oliver Olschewski bleibt auch nach der Übernahme durch Offerista

Die Konzepte des österreichischen Portals wogibtswas.at und der deutschen Offerista Gruppe sind sehr ähnlich, wenn auch nicht ganz gleich. Beide haben sich auf die standortbasierte Verbreitung digitaler Prospekte ihrer Kunden – Handelsunternehmen – spezialisiert. Während wogibtswas.at das über seine eigenen Kanäle, Plattform und App, macht, setzt Offerista neben der eigenen Plattform marktjagd.de auf zahlreiche Partner-Publisher. Die Zahlen: Der österreichische Anbieter hat im Land 65 Prozent Markenbekanntheit. Der deutsche Anbieter kommt in seinem Heimatmarkt auf eine Reichweite von etwa 50 Prozent. Die beiden Unternehmen kamen sich bislang nicht in die Quere – sie beackern den jeweils anderen Markt nicht. Nun geht das Corporate Startup wogibtswas.at von der Styria Gruppe in den Besitz der Offerista Gruppe über.

+++ Werbung: Flugblätter beliebt – Online-Tools holen aber stark auf +++

Tauschhandel zwischen Styria und Offerista

Dahinter steht ein Tauschhandel. Der bisherige wogibtswas-Eigentümer, die Styria Gruppe, erhält für die Plattform 20 Prozent der Offerista Gruppe. Durch die Übernahme entsteht der größte Digital-Prospekt-Anbieter im DACH-Raum. „Das Potenzial im digitalen Handelsmarketing ist groß, aber noch nicht alle Händler haben das für sich erkannt. Da ist es sinnvoll, als zwei so ähnliche Anbieter die Kräfte zu bündeln und den Markt gemeinsam aufzurollen. Offerista hat das Ziel, Einzelhändler an jeden digitalen Touchpoint mit ihrer Zielgruppe zu bringen. Das können wir mit wogibtswas.at nun auch in Österreich umsetzen“, kommentiert Offerista-Geschäftsführer Benjamin Thym in einer Aussendung.

Marke und Geschäftsführer bleiben, Konzept wird geändert

wogibtswas.at soll als eigenständige Marke und Gesellschaft erhalten bleiben. Auch personell scheint sich nichts zu ändern. Oliver Olschewski bleibt Geschäftsführer. Was jedoch angepasst werden soll, ist das Konzept. Auch beim österreichischen Portal will man künftig auf ein Netzwerk von Partner-Publishern setzen, um die Reichweite weiter zu steigern.

„Logischer Schritt“ in der Internationalisierungsstrategie

Beide Unternehmen sehen den Deal als Teil ihrer jeweiligen Internationalisierungsstrategie. Offerista hat im Vorjahr gemeinsam mit der Schweizer Post eine eigene Gesellschaft in der Schweiz gestartet. Der Schritt nach Österreich sei Teil einer langfristigen Strategie, heißt es seitens des Unternehmens. Michael Berger, Head of Styria Digital Marketplaces kommentiert: „Für die Styria Media Group ist dieser Deal nach dem erfolgreichen Marktaufbau von wogibtswas.at in Österreich der logische nächste Schritt, um nun auch im internationalen Kontext langfristig erfolgreich zu sein“.

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Foto: Adobe Stock

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hat Digitale Souveränität in einer Aussendung vom letzten Herbst klar zusammengefasst: „Digitale Souveränität heißt, dass Europa selbst entscheidet, wie es seine Technologien nutzt, Daten schützt und Innovationen gestaltet – unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten.“

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Der Cloud & AI Development Act: Eine Übersicht

Der EU AI Act, der 2024 in Kraft trat, reguliert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa streng nach Risikostufen, um Anwendern Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit zu garantieren.

Demgegenüber erlaubt der amerikanische Cloud Act den US-Behörden den Zugriff auf Daten von US-Tech-Konzernen, völlig unabhängig davon, in welchem Land diese Server physisch stehen. Wenn eine US-Behörde zum Beispiel Daten von Microsoft fordert, muss Microsoft diese laut US-Recht herausgeben – selbst wenn die Daten auf einem Server in Frankfurt liegen.

Als europäische Antwort darauf führt der Cloud and AI Development Act (CADA) nun ein verbindliches Bewertungssystem (SEAL) für öffentliche Ausschreibungen ein. Dieses Gesetz verpflichtet sensible staatliche Sektoren dazu, bevorzugt rein europäische Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die gegen ausländische Datenzugriffe rechtlich immun sind. Dadurch setzt sich in Zukunft nicht mehr das beste Preis-Leistung-Angebot durch, sondern es muss für besonders kritische Sektoren eine europäische Lösung verwendet werden.

Das Praxisbeispiel Qwant

Laut dem Nachrichtenportal Politico fordern auch die EU-Abgeordneten selbst mehr digitale Souveränität. Dabei soll statt der amerikanischen Suchmaschine Google in Zukunft das französische Qwant als Standard-Suchmaschine im EU-Parlament verwendet werden. Laut einer internen Mitteilung an die Abgeordneten, die Politico vorliegt, erfolgt dieser Schritt im Einklang mit der Verpflichtung des Parlaments zu „digitaler Souveränität und dem Schutz der personenbezogenen Daten von Nutzern“. Die Abgeordneten dürften schon letztes Jahr mehr Unabhängigkeit im Unternehmen gefordert haben.

Auch auf nationaler Ebene von Bedeutung

Zurück in Österreich. Auch hier sorgt die Digitale Souveränität am Mittwoch in der Bundesratssitzung für Gesprächsstoff.

Seitdem die geopolitische Lage gekippt ist, habe Europa bitter gelernt, was es heißt, im Energiebereich nicht souverän zu sein, sagte Staatssekretär Alexander Pröll. „Genau diesen Fehler dürfen wir bei digitalen Technologien kein zweites Mal machen.“ Daten, Clouds und Künstliche Intelligenz (KI) seien die Ressourcen des Jahrhunderts. Wer sie kontrolliert, habe die Macht. Wer sich abhängig macht, werde erpressbar, so Pröll. 

Gehen die Meinungen der österreichischen Parteien normalerweise auseinander, zeigt sich bei diesem Thema Einigkeit: Die Digitale Souveränität sollte auf allen Ebenen angedacht werden und die aktuelle digitale Abhängigkeit von ausländischen – insbesondere US-amerikanischen – Technologieanbietern, stelle ein massives Problem dar.

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