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Ende September wurden bei den Digital Top50 Awards (DT50) von McKinsey & Company, Freshfields Bruckhaus Deringer, Google, 468 Capital und Hering Schuppener Consulting im Rahmen der Bits & Pretzels Networking Week die besten Startup-Gründungen Europas ausgezeichnet.
Mehr als 300 Unternehmen haben sich in vier Kategorien beworben. Und während sich deutsche ebenso wie schweizerische Unternehmen unter den Gewinnern fanden, ging Österreich leer aus. Warum? Diese Frage stellten wir Florian Gschwandtner, der als Jurymitglied bei den DT50 anwesend war.
Worum ging es bei DT50 und warum warst du dort?
Wie der Name schon sagt, es geht um die digitalen Top-Startups in Europa und vor allem auch Deutschland. Durch meine Runtastic-Vergangenheit habe ich natürlich einen großen Deutschland Bezug, da ja sowohl Axel Springer bei uns an Board war als auch die Adidas Familie. Des Weiteren kenne ich ein paar der Organisatoren, und sie haben mich gefragt, ob ich nicht als Experte in der Jury mitmachen möchte und dann war das ganz klar für mich, dass ich hier dabei bin.
Warum sind deiner Meinung nach keine Österreicher unter den Gewinnern? Wo müssen wir besser werden?
Wir – Österreicher – müssen besser werden im Unternhemertum. Genauso sehe ich das aber auch in Deutschland und generell in Europa. Neben mehr Unternehmertum müssen wir aber auch größer denken lernen und vor allem sich auch trauen. Es ist sehr schade, dass nur ein Startup aus Österreich überhaupt mit dabei war und ich hoffe, dass wir hier in den nächsten Jahren etwas mehr Resonanz aus Österreich sehen. Ich werde mich auf alle Fälle auch in meinem Portfolio kümmern, dass hier ein bisschen mehr passiert 😉
In welchen Bereichen können die Deutschen im Vergleich zu den Österreichern punkten?
Ich glaube nicht, dass wir uns hier mit Deutschland vergleichen sollen und rausstreichen, wo wir punkten können. Es geht doch vielmehr um ein Miteinander hier in der DACH Region und in Europa. Wir müssen es schaffen, dass wir Technologie-Startups etablieren, welche quasi ein Ökosystem schaffen und durch die Geld wieder reinvestiert wird. Dazu braucht es wie oben schon dargestellt die Unternehmer, aber auch die Rahmenbedingungen, die aktuell alles andere als gründer- und investorenfreundlich sind. Hier müssen wir ansetzten und gemeinsam den Weg gehen.
Disclaimer: Florian Gschwandtner ist über die 8eyes GmbH zu 2,6566 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.




