✨ AI Kontextualisierung
Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, ist die 62-jährige Tirolerin nun mit deutlicher Unterstützung im Präsidium in das Amt eingeführt worden.
Schultz forderte in der Vergangenheit, dass Funktionär:innen und Landesvertretungen bei modernisierenden Maßnahmen mitziehen, etwa bei der Straffung interner Strukturen, der Senkung von Beiträgen und dem Abbau von Doppelgleisigkeiten zwischen Bundes- und Landesebene, nun trifft ihr Reformversprechen auf wachsende Startup- und KMU-Erwartungen.
Ihr Reformanspruch kann als Signal in Richtung Gründerszene und KMU gelesen werden: Zahlreiche Unternehmer:innen haben in den vergangenen Wochen gefordert, dass die WKO struktureller, effizienter und serviceorientierter werden müsse, statt an einer alten Einheits- und Pflichtmitgliedschaftslogik festzuhalten.
Eine Frage der Glaubwürdigkeit
Trotz der breiten Zustimmung unter Funktionär:innen steht Schultz vor einem substanziellen Glaubwürdigkeits-Test. Messbare Änderungen in Richtung Transparenz, verringerte Bürokratie und echte Dienstleistungsorientierung werden von Unternehmer:innen offen eingefordert.
Schultz selbst betont, sie wolle „eine Reform, keine Revolution“ – aber genau dieses „Wie“ wird entscheidend dafür sein, ob besonders junge und technologieorientierte Unternehmen der WKÖ als unfreiwillige Interessenvertretung Vertrauen schenken oder sich weiter davon distanzieren.
Profil von Martha Schultz
MARTHA THERESIA SCHULTZ
Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (bis 2030)
Alter: 62 Jahre (geboren am 20.09.1963)
Unternehmerischer Werdegang
- Seit 1987: Geschäftsführerin der Schultz Gruppe
- Seit 1999: Geschäftsführerin der Reisebüro Hochzillertal GmbH
- Seit 2004: Geschäftsführerin der HS Holding / Schultz Gruppe
Ausbildung
- 1978–1983: Höhere Lehranstalt für Tourismusberufe Schloss Klessheim
- Schulbegleitende Praktika in Hotels und Reisebüros in Österreich
- 1984: Einstieg in das elterliche Unternehmen
- Weitere Praktika bei deutschen Reiseveranstaltern und Busunternehmen
Interessenvertretung – Österreich
- Seit 2010: Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich
- Seit 2015: Bundesvorsitzende Frau in der Wirtschaft (WKÖ)
- Seit 2016: Vizepräsidentin des Österreichischen Wirtschaftsbundes
- 2016–2021: Präsidentin des ibw – Österreichisches Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
- Funktionen in Fachgruppen, Regionalgremien und als Landesfunktionärin in Tirol
Interessenvertretung – Europa
- Seit 2015: Vizepräsidentin von EUROCHAMBRES
- 2017–2022: Vorsitzende des European Women Network von EUROCHAMBRES
Aufsichtsratsmandate und Beiräte
Mitglied in diversen Netzwerk- und Bildungsbeiräten
Aufsichtsrätin bei ASFINAG
Aufsichtsrätin bei Wiener Städtische Versicherung (Vienna Insurance Group)
Aufsichtsrätin bei der Internationales Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien AG
Präsidentin der Julius Raab Stiftung







