08.01.2020

Wirtschaftsoffensive 2020: 75 Millionen Euro für Wiener Unternehmen

Die Stadt Wien und die Wirtschaftsagentur Wien haben heute Mittwoch ihre Wirtschaftsoffensive 2020 präsentiert. Dieses Jahr sollen rund 75 Millionen Euro an Fördermittel für Wiener Unternehmen bereitgestellt werden.
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Wirtschaftsoffensive
(c) der brutkasten / mp

In den Räumlichkeiten der Wirtschaftsagentur Wien präsentierten heute Mittwoch der Wiener Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke und Leiter der Wirtschaftsagentur Wien Gerhard Hirczi die Schwerpunkte der Wiener Wirtschaftsoffensive 2020.

Dieses Jahr sollen rund 75 Millionen Euro in Wiener Unternehmen investiert werden. Konkret erfolgen die Investitionen über die Wirtschaftsagentur Wien und daran gekoppelte Förderprogramme.

Wie Hanke im Rahmen der Präsentation erläuterte, soll das geschnürte Maßnahmenpaket der prognostizierten Abschwächung der Konjunktur entgegenwirken. Nach 1,8 Prozent im Vorjahr soll die Wiener Wirtschaft 2020 nur mehr um 1,3 Prozent wachsen, so Hanke.

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Wirtschaftsoffensive: Drei Schwerpunkte

Die Wirtschaftsoffensive 2020 verfügt über insgesamt drei Schwerpunkte. Diese umfassen die Themen „Digitalisierung“, „Lebensmittel“ und „Grätzelbelebung“.

  • Der erste Schwerpunkt bezieht sich auf die Digitalisierung. Neben Förderungen für KMU soll es zudem Förderungen für Technologieunternehmen geben. Der Förderwettbewerb „Future ICT 2020“ zielt dabei auf die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Bereichen Cybersecurity, 5G, Blockchain oder Artificial Intelligence (AI) ab. Die maximale Fördersumme beträgt maximal 500.000 Euro. Mehr Infos finden sich hier.
  • Der zweite Schwerpunkt umfasst die Stärkung einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion in der Stadt. Dahingehend wird es unterschiedliche Förderwettbewerbe geben, an denen sich Startups, KMU und große Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen beteiligen können. Insgesamt sollen hierfür rund sieben Millionen Euro an Förderungen bereitgestellt werden. Mehr Infos finden sich hier.
  • Der dritte Schwerpunkt widmet sich der Grätzelbelebung. Im Zentrum stehen dabei die Nutzung leerstehender Geschäftslokale und die Sicherstellung einer hohen Qualität der Nahversorgung der Wiener Bevölkerung.

Wirtschaftsagentur: Rebranding

Im Rahmen Pressekonferenz wurde zudem das neue Branding der Wirtschaftsagentur Wien präsentiert, das nach einem Jahrzehnt nun erneuert wurde. Das neue Design zeichnet sich durch schrille Farben aus und soll laut Hirczi für einen selbstbewussten und unverwechselbaren Auftritt des Wirtschaftsstandortes Wien auf internationaler Ebene sorgen. „Der Wiener Wirtschaftsstandort braucht einfach mehr Visibility. Wien ist nämlich nicht nur die Welthauptstadt der Lebensqualität, sondern eine hochkompetitive Wirtschaftsmetropole“, so Hirczi, der auf die hohe Zahl der Neugründungen verweist.

Vorbereitungen zur Vienna UP’20

Im Brutkasten-Livestream ging Hirczi auch auf die aktuellen Vorbereitungen zum bevorstehenden Startup-Festival Vienna UP’20 ein. Das Festival wird vom 11. bis zum 17. Mai 2020 stattfinden und versteht sich als Nachfolgeveranstaltung der Startup-Messe „Gründen in Wien“, die ebenfalls von der Wirtschaftsagentur Wien organisiert wurde.

Zum Festival Vienna UP’20 werden laut Hirczi bis zu 20.000 Menschen erwartet. „Die Vorbereitungen zur Vienna UP’20 laufen hervorragend. Als Trägerorganisation des Festivals arbeiten wir derzeit mit 40 bis 50 nationalen und internationalen Playern zusammen. Im Moment haben wir schon fast ein Luxusproblem, da nicht alle, die dabei sein wollen, auch dabei sein können“, so Hirczi.


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Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig
Impression von der Preisverleihung im Vorjahr | (c) BMWET/Noisternig

Auch dieses Jahr wird der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Erstmalig erfolgt die Ausschreibung in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Mit dem Preis soll die Sichtbarkeit von Frauen erhöht werden, die in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement in Österreich tätig sind. Die Auszeichnung erinnert an die Namensgeberin Brigitte Bierlein, die erste Bundeskanzlerin in der Geschichte Österreichs, und würdigt zugleich das Lebenswerk der Schirmherrin des Preises, der ehemaligen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat.

Ziel der Initiative ist es, Frauen im unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeld sichtbar zu machen und deren Leistungen durch öffentliche Aufmerksamkeit sowie politische Anerkennung zu unterstützen. Die Veranstalter:innen wollen damit erfolgreiche Frauen als Vorbilder für nachfolgende Generationen positionieren, um junge Talente zur Verfolgung von Laufbahnen in Wirtschaft, Forschung und Innovation zu motivieren. Das soll auch langfristig zum Abbau von Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen beitragen.

Die Voraussetzungen für den Brigitte-Bierlein-Frauenpreis 2026

Konkret richtet sich die Ausschreibung an Frauen unter 35 Jahren, die in Führungspositionen oder mit Verantwortung in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Organisationen tätig sind. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Technologie, angewandte wirtschaftlich-technische Forschung und Wissenschaft, Familienunternehmen sowie Startups.

Für eine Nominierung müssen die Leistungen der Bewerberinnen einen Bezug zu Österreich aufweisen. Das kann durch eine Wirkung auf den Wirtschafts- oder Innovationsstandort, eine entsprechende Tätigkeit im Land oder relevante Projekte mit Österreich-Fokus passieren. Die Staatsbürgerschaft und der aktuelle Wohnsitz der Kandidatinnen sind für die Vergabe hingegen kein Kriterium.

Die Vorjahres-Preisträgerinnen: v.l. Marlene Rezk-Füreder (3. Platz), Anja Moser-Tscharf (2. Platz), Katharina Baumgartner (1. Platz), Lara Vadlau (Ehrenpreis); Foto: BMWET/Veronika Noisternig

Die drei Preiskategorien

Die Vergabe des Preises erfolgt dieses Jahr in drei Kategorien, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind:

  • Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge: Diese vom BMWET vergebene Kategorie richtet sich an Frauen, die als Gründerinnen, Unternehmensübernehmerinnen oder Managerinnen mit Ergebnisverantwortung zur Entwicklung eines Unternehmens beitragen. Berücksichtigt werden laut Ausschreibung Leistungen in Bereichen wie Betriebsübernahmen, Generationenwechseln, Internationalisierung, Wachstum aus bestehenden Strukturen, Social Entrepreneurship sowie bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.
  • Forschung, Innovation & Transfer: In dieser von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gestifteten Kategorie werden Frauen ausgezeichnet, die wissenschaftliche Arbeit mit wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Wirkung verbinden. Der Fokus liegt auf der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen – wie etwa Spinoffs, technologiegetriebene Startups oder Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – sowie auf Lösungen mit wirtschaftlicher Relevanz oder Skalierbarkeit.
  • Ehrenpreis Maria Rauch-Kallat: Gesellschaftlicher Impact & Role Model: Diese vom BMWET vergebene Auszeichnung würdigt Frauen, die durch eine Vorbildfunktion und einen gesellschaftlichen Beitrag über Branchengrenzen hinweg wirken. Preisträgerinnen sollen beispielhaft für gesellschaftlichen Wandel und Empowerment stehen. Die Ausgezeichnete erhält neben dem Preisgeld einen Platz im WoMentoring-Programm des club alpha.


Zeitplan und Nominierungsverfahren

Die Einreichfrist für Nominierungen hat bereits begonnen und läuft bis zum 17. August 2026. Für Mitte September ist die Veröffentlichung der Liste „35 under 35“ mit den nominierten Frauen vorgesehen. Anfang November tritt eine achtköpfige Fachjury aus den Bereichen Unternehmertum, Wissenschaft und Startups zusammen, um die Preisträgerinnen auszuwählen. Die feierliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 statt.

Nominierungen können sowohl als Selbstnominierung der Bewerberinnen als auch als Fremdnominierung durch Dritte eingereicht werden.


Jetzt Nominieren oder Bewerben!

Die Einreichung von Nominierungen und Bewerbungen ist über die Online-Formulare des Bundesministeriums möglich.

Weitere Details und die vollständigen Vergaberichtlinien stehen auf der offiziellen Website zum Preis zur Verfügung.

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Wirtschaftsoffensive 2020: 75 Millionen Euro für Wiener Unternehmen

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