10.10.2019

Wirecard-Manager Curt Chadha über boon: Konkurrenzdenken ist nicht Kern unserer Strategie

Vor ein paar Monaten ist die Wirecard-App boon als einer der ersten Anbieter in Österreich mit Apple Pay gestartet. Die Nutzerzahlen liegen jedoch weit unter jenen von N26 oder der Ersten Bank. Im Rahmen des Darwin’s Circle in Wien erklärte Curt Chadha, Vice President Business Development bei Wirecard, wieso man sich nicht als Konkurrenz zu den anderen Anbietern sieht.
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Wirecard Manager Curt Chadha über die App boon
Curt Chadha, Vice President Business Development bei Wirecard. (c) Wirecard

Eure Mobile-Payment-App namens boon ist vor ein paar Monaten als eine der wenigen Anbieter mit Apple Pay in Österreich gestartet. Wie läuft es damit?

Es läuft super. Wir sind eine der wenigen Anbieter, die derzeit mit Apple Pay in Österreich auf dem Markt sind. Das ist für uns eine konsequente Erweiterung unserer europaweiten Expansionsstrategie. Wir sind mit dem Produkt schon in mehr als neun Ländern live. Wir wollen zeigen, wie das Bezahlen mit dem Smartphone, der Smart Watch und verschiedenen anderen Wearables eine großartige Customer Experience bieten kann. Und vor allem wollen wir damit unseren B2B-Kunden präsentieren, was mit der Wirecard-Plattform alles möglich ist.

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Die Nutzerzahlen von boon liegen aber weit unter jenen von Revolut oder N26, oder?

Es ist nicht Kern unserer Strategie, hier ein Konkurrenzdenken zu entfachen, sondern uns am Markt zu positionieren und zu zeigen: Auch reine Payment Apps, können technologisch so attraktiv sein, dass die Customer Experience sehr gut ist. Mit boon möchten wir im Markt zeigen, was technologisch möglich ist und verfolgen eher einen B2B2C-Gedanken: Andere Unternehmen können auf unsere boon Mobile Payment Plattform zurückgreifen, um selbst eine App auf den Markt zu bringen.

Also ist es mehr ein Versuchsballon, um den B2B-Kunden zu zeigen, was möglich ist?

Es ist eine Demonstration unserer Plattform, die wir anfassbar machen wollen. Wir glauben, dass man mit einem realen Produkt, das auf dem Markt ist, näher am Endkonsumenten ist und somit auch seine B2B-Kunden besser bedienen kann.

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Wie sehen nun die weiteren globalen Rollout-Pläne in Bezug auf boon aus?

boon wird sich weiter entwickeln, sowohl geographisch als auch im Funktionsumfang. Da sind einige spannende Themen schon in der Pipeline – immer mit dem Hintergedanken, dass die Technologie bei Wirecard bleibt und sich die boon Plattform weiter entwickelt: Um Banking, Loyalty, Personal Finance Management und Versicherungen in Echtzeit.

Ihr seid nun auch eine Allianz mit der japanischen Softbank eingegangen. Wie hilft euch das?

Die Partnerschaft mit Softbank ermöglicht uns, neue Märkte wie Japan und Südkorea zu erschließen. Außerdem gibt es im Portfolio von Softbank spannende Unternehmen, mit denen Wirecard künftig zusammenarbeitet.

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Auch im Bereich von boon und Mobile Payment Apps?

Die Technologie, die hinter einer Plattform wie boon steckt, ist Teil unserer Expansionsstrategie – auch mit einem großen Partner wie Softbank. Diese Lösung wird zum Beispiel bei unserer Kooperation mit AUTO1 zum Zuge kommen.

Welche Core Features wird man sich künftig erwarten?

Wirecards Plattform wird sich künftig stark erweitern um volldigitale Mehrwertservices: Über Datenlösungen können wir unseren Händlern helfen, ein möglichst persönliches Shopping-Erlebnis zu bieten. Hier spielen Kredite in Echtzeit genauso eine Rolle, wie das Vernetzen von Lösungen über Branchen und Kontinente hinweg.

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Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger
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Seinen Sitz hat der ursprünglich 2005 in Linz gegründete Observability-Spezialist Dynatrace bereits mit dem ersten Exit 2011 in die USA verlegt. 2019 folgte der Börsengang in New York (brutkasten berichtete damals). Österreich blieb dennoch ein zentraler Standort für den nunmehrigen Weltmarktführer im Bereich KI-basierter Observability. Ein neuer Büro-Campus in Linz mit 29.000 Quadratmetern soll demnächst bezogen werden, wie brutkasten berichtete. Von den weltweit aktuell rund 5.600 Mitarbeiter:innen sind etwa 28 Prozent an den sechs österreichischen Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck beschäftigt.

Umsatzsprung um weitere 18 Prozent

Im Geschäftsjahr 2024/2025 war die Zahl der Beschäftigten noch bei rund 5.200 gelegen – und der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) bei 1,7 Milliarden US-Dollar. Wie Dynatrace nun bekanntgab, konnte letzterer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 auf 2,054 Milliarden Dollar erhöht werden – ein Sprung um 18 Prozent (bzw. 16 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse). Dabei habe man mit 29 Prozent „bereinigter operativer Marge“ eine „starke Profitabilität“ aufweisen können, heißt es vom Unternehmen.

Noch viel Potenzial bei KI-gestützter Observability

Und man sieht in der eigenen Branche noch enormes Potenzial: Der adressierbare Markt für Observability, Application Security und AI/LLM Observability werde auf 92 Milliarden US-Dollar geschätzt. Rund 10 Milliarden US-Dollar würden davon bereits AI Observability zugerechnet. „Wir sind auf dem Weg zu autonomen digitalen Ökosystemen, die sich selbst verwalten, Leistung sowie Kosten optimieren und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Nutzer auswirken. Für diese Systeme ist KI-gestützte Observability unerlässlich, weil sie ansonsten blind für die reale Welt wären“, kommentiert Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder.

Standort Linz mit zentraler Rolle

Beim Abrufen dieses Potenzials spielt laut Gründer auch die oberösterreichische Hauptstadt mit dem Engineering Headquarter eine zentrale Rolle: „In Linz entwickeln wir nicht nur unser Produkt, das KI tief in seiner DNA trägt, sondern betreiben an der Johannes Kepler Universität auch Forschung, um Deep-Tech-Lösungen zu entwickeln, die es auf dem Markt noch nicht gibt.“

Greifeneder: „Zeigen jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden“

Greifeneder betont dabei, Europa könne im KI-Wettbewerb mit China und den USA selbstbewusst sein: „Bei Dynatrace zeigen wir jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden. Menschen aus der ganzen Welt entscheiden sich bewusst dafür, hier zu arbeiten und zu leben.“ Europa stehe an der Spitze, wenn es darum geht, Compliance-Anforderungen zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. „Bereiche, in denen wir uns jedoch noch verbessern können, sind Geschwindigkeit und der Mut zum Risiko“, so der Gründer.

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