22.05.2026
CUSTOMIZED SOLUTIONS

Windhager startet neues Corporate-Startup für Energieversorgung im Gebäudesektor

Die Energieversorgung von Gebäuden wird zunehmend neu gedacht: Strengere Klimaziele, höhere Effizienzstandards und der Trend zu mehr Versorgungssicherheit rücken integrierte Energiesysteme in den Mittelpunkt. Mit „Customized Solutions by Windhager“ entwickelt nun ein Corporate-Startup skalierbare Lösungen für Anwendungen vom Neubau bis zur Großanlage.
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Customized Solutions
© Windhager - (v.l.n.r.) Alexander Zangerle (Leiter CS), Herbert Oitner (Geschäftsführer CS und Innovation Hub St. Pantaleon), Michael Scheil (Leiter CS).

Die Energieversorgung von Gebäuden befindet sich im Wandel: Dekarbonisierung, steigende Effizienzanforderungen und der Wunsch nach größtmöglicher Autarkie prägen zunehmend die Arbeit von Planer:innen, Installateur:innen und Betreiber:innen. Gefragt sind heute nicht mehr einzelne Produkte, sondern intelligent konzipierte Gesamtsysteme, die maximale Flexibilität und Unabhängigkeit ermöglichen. Hier setzt das Corporate-Startup „Customized Solutions by Windhager“ an.

Customized Solutions: Einzelanlage und ganzheitliche Lösung

Das Konzept der Salzburger liefert Energiesysteme, die aktuelle Normen erfüllen und langfristig tragfähige Lösungen für kommende Anforderungen bieten möchten.

Herbert Oitner, Geschäftsführer von Customized Solutions, beschreibt den strategischen Ansatz folgendermaßen: „Mit Customized Solutions schlagen wir bewusst eine Brücke zwischen konzernweitem Know-how und der Agilität eines Startups. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe ermöglicht es uns, Synergien zu nutzen und Innovationen schneller umzusetzen.“

Customized Solutions bietet dabei sowohl standardisierte, industriell hergestellte Einzelanlagen als auch ganzheitliche Systemlösungen an – mit einem Leistungsspektrum von 100 kW bis hin zu gewerblichen Großanlagen. Die Systeme verbinden erneuerbare Energien, Wärmeerzeuger, Speichertechnologien und digitale Steuerung zu einem Gesamtkonzept.

Kombination mehrerer Energiequellen

Auch bei der Kombination mehrerer Energiequellen wie Biomasse-, Wärmepumpen- und PV-Systemen könne eigenen Angaben zufolge eine maßgeschneiderte Systemlösung für hohe Effizienz sowie ein hohes Maß an Unabhängigkeit und nachhaltiger Energieversorgung sorgen – unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau, den Austausch eines Heizsystems oder die Erweiterung einer Bestandsanlage handelt.

Für Planer:innen und Installationsbetriebe soll dadurch ein Vorteil entstehen: Reduktion der Schnittstellen, durch einen zentralen Ansprechpartner über alle Projektphasen hinweg, heißt es – von der Konzeption über die Inbetriebnahme bis zur Optimierung im Betrieb.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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