03.08.2017

Willkommen und Abschied in der Startup-Politik

Stephanie Cox kommt, Elisabeth Hakel geht. Über verfrühten Optimismus und das Ringen um Listenplätze.
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Als vergangene Woche bekannt wurde, dass chancen:reich-Initiatorin Stephanie Cox bei den Nationalratswahlen im Oktober für die Liste Pilz kandidieren wird, zeigte sich die österreichische Startup-Community euphorisiert. Kompetent und optimistisch trat die 28-Jährige bei der Pressekonferenz neben Peter Pilz auf. In allen anschließenden Interviews bestätigte sie ihr langjähriges Interesse für die Arbeit in der Politik und den Wunsch, etwas zu verändern. Die Startup-Szene, in der Cox sehr aktiv ist, jubelte und überschlug sich mit Gratulationen. Jemand aus den eigenen Reihen im Parlament – das könnte wirklich einmal etwas bewirken, lautete der Tenor. Tatsächlich heißt es auch auf der Website der neugegründeten Bewegung, man wolle sich „für Startups und gegen Konzernprivilegien, für Informationsfreiheit und gegen Überwachungsstaat, für eine faire Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Lebenschancen“ einsetzen. Nicht zuletzt sei die Liste Pilz, wie Cox immer wieder betont, auch selbst eine Art Startup.

Voreilige Freude

Aber Moment. Trotz der großen Freude gilt es, sich einige Fakten bewusst zu machen: Bevor noch irgendetwas anderes passieren kann, muss die Liste Pilz nämlich zunächst einmal den Einzug ins Parlament schaffen – also mindestens vier Prozent der Stimmen erhalten. Das könnte im Hinblick auf jüngste Umfragen knapp werden, die zwischen zwei und fünf Prozent Stimmenanteil für Pilz und seine Mitstreiter variieren. Wenn die Vier-Prozent-Hürde erreicht ist, kommt es weiters darauf an, wer an welchem Listenplatz gereiht ist, denn selbst innerhalb der Liste sind die thematischen Schwerpunkte der Kandidaten – von Tierschutz bis Startups – sehr unterschiedlich. All das, bevor es dann schließlich um die Frage „Regierung oder Opposition?“ ginge. Ganz davon abgesehen wird sich auch zeigen, wie wichtig Pilz das Thema Startups tatsächlich ist und ob Cox nicht viel mehr aufgrund ihrer Expertise im Sozialbereich ins Team geholt wurde.

Frühzeitige Rochaden

Die vorgezogenen Wahlen bringen aber nicht nur neue Gesichter ins Spiel, sie sorgen auch für ein frühzeitiges Aussteigen langjähriger Akteure. Am Mittwoch gab Elisabeth Hakel, SPÖ-Sprecherin für Kunst, Kultur und Startups ihren Rückzug aus der Politik bekannt. Sie hatte auf der Bundesliste der Sozialdemokraten keinen „wählbaren“ Listenplatz und somit keine Chance auf ein Mandat bekommen. Das müsse sie akzeptieren, meinte Hakel im Gespräch mit dem Brutkasten. Über ihre Nachfolge ist noch nichts bekannt. Durch Hakels Weggang ergibt sich in jedem Fall die Frage, wie das Thema Startups nach dem 15. Oktober in der SPÖ personell und thematisch besetzt sein wird. Wie relevant das dann sein wird, darüber entscheidet das Wahlergebnis.
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Christoph Knogler, CEO von KEBA (links) und Bruno Coupechoux, Managing Director von Transtechnik (rechts). (c) KEBA

Das 1987 nahe Dijon gegründete Unternehmen Transtechnik hat sich auf passgenaue Automatisierungslösungen in Frankreich spezialisiert. Das Unternehmen betreut einen breiten Kundenstamm in verschiedenen Branchen, darunter Kosmetik, Verpackung und Lebensmittel.

KEBA und Transtechnik verbindet bereits eine jahrelange Zusammenarbeit im Bereich der Industrieautomation. Jetzt wird Transtechnik SAS Teil der KEBA Group, genauer Teil des Geschäftsfelds Industrial Automation der KEBA Group.

„Logischer Schritt“ für KEBA

Die Übernahme sei ein wichtiger strategischer Schritt beim Ausbau des Frankreich-Geschäfts, heißt es in einer Aussendung von KEBA. Das österreichische Unternehmen mit Hauptsitz in Linz ist in 15 Ländern weltweit vertreten.

„Die Übernahme von Transtechnik ist ein logischer Schritt in unserer Wachstumsstrategie für Frankreich. Sie stärkt unsere lokale Präsenz in einem der wichtigsten Automatisierungsmärkte Europas und legt den Grundstein, um unser Geschäft dort langfristig weiter auszubauen. Gleichzeitig verbinden wir die Markt- und Anwendungskompetenz von Transtechnik mit der technologischen Breite der KEBA Group. Mittelfristig können wir mit diesem ersten Standort in Frankreich einen Hub etablieren, den wir für die lokale Geschäftsentwicklung über alle KEBA-Geschäftsfelder hinweg nutzen werden“, kommentiert Christoph Knogler, CEO der KEBA Group AG die Übernahme.

Management-Team bleibt

Die Marke Transtechnik und der Standort in Ahuy bei Dijon bleiben ebenso erhalten wie alle Arbeitsplätze, die vollständig in die KEBA Group übergehen. Die bisherigen Inhaber werden das Geschäft in Frankreich als lokales Management-Team weiterhin leiten und die künftige Entwicklung von KEBA vor Ort maßgeblich begleiten.

„Teil der KEBA Group zu werden, eröffnet uns neue Möglichkeiten, unser Lösungsangebot weiterzuentwickeln und unsere Kunden weiterhin zuverlässig und mit hoher technischer Expertise zu betreuen. Gleichzeitig bleiben die Marke Transtechnik, unser Team und unser Standort in Ahuy bei Dijon erhalten – das sorgt für Kontinuität bei Kunden, Partnern und Mitarbeitern“, so Bruno Coupechoux, Managing Director von Transtechnik.

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