17.06.2022

Willi Cernko wird neuer CEO der Erste Group

Der Aufsichtsrat der Erste Group hat in einer außerordentlichen Sitzung Willi Cernko per 1. Juli 2022 zum neuen CEO der Erste Group Bank AG bestellt.
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(c) Erste Group - Willi Cernko folgt auf Bernhard Spalt nach.

Mit dieser Bestellung folgt Willi Cernko als CEO Bernd Spalt nach, der angekündigt hatte, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Er übernimmt außerdem die Funktion des Chief Retail Officers in der Erste Group. Seine Funktion als Firmenkundenvorstand wird nachbesetzt.

Willi Cernko mit Ziel „Financial Health Company“

„Ich übernehme den Vorsitz einer hervorragend geführten und stark aufgestellten Bankengruppe und freue mich sehr über diese neue Aufgabe. Unser künftiges strategisches Ziel ist, eine Financial Health Company zu schaffen. Jetzt geht es an die konkrete Arbeit. Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten wird die finanzielle Gesundheit unserer Kund:innen stehen“, so Cernko zu seinem Ziel.

Der 65-Jährige war seit 2019 Firmenkundenvorstand der Erste Bank Österreich. Davor war er zwei Jahre lang Vorstandsmitglied. Bevor er zur Erste wechselte, war Cernko CEO der UniCredit Bank Austria AG und über 20 Jahre in vielen verschiedenen Managementfunktionen in der Bank Austria, in der HypoVereinsbank und in der UniCredit Group tätig. Cernkos aktuelle Funktionsperiode bleibt unberührt und läuft bis 31. Dezember 2024.

Kernmärkte Zentral- und Osteuropa

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Willi Cernko einen kundennahen, erfahrenen und bestens vernetzten CEO für die Erste Group gefunden haben. Mit viel internationaler Erfahrung in unseren Kernmärkten Zentral- und Osteuropas ist er der Richtige, die Erste als Financial Health Company aufzustellen. Die Strategie der Gruppe ist klar und ich bin mir sicher, dass er ein sehr aktiver CEO sein wird, der unser Unternehmen mit genauen Vorstellungen in eine gute Zukunft führt“, sagt Friedrich Rödler, Aufsichtsratsvorsitzender der Erste Group.

Und ergänzt: „Gleichzeitig möchte ich mich bei Bernd Spalt für seine hervorragenden Leistungen in den unterschiedlichsten Funktionen herzlich bedanken. Die sehr guten Ergebnisse der letzten Jahre und die persönliche Integrität von Bernd werden uns immer Vorbild sein. Im Namen des Aufsichtsrates wünsche ich ihm alles erdenklich Gute für seine Zukunft.“

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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