14.05.2024
LEASING-MODELL

Rad via Arbeitgeber: Wiener willdienstrad gewinnt Leitbetriebe Austria als Partner

Das Wiener Startup willdienstrad hat ein Konzept zur günstigen Fahrrad-Finanzierung über den Arbeitgeber entwickelt. Für Leitbetriebe Austria bietet man nun ein eigenes Produkt.
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willdienstrad-Gründer Harald Bauer und Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher | ©Leitbetriebe Austria
willdienstrad-Gründer Harald Bauer und Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher | ©Leitbetriebe Austria

„Gutes Rad ist teuer“, lautet ein altes Sprichwort. Nun ja, es lautet vielleicht etwas anders, stimmt aber trotzdem. Bei den Summen, die für gute Fahrräder bzw. E-Bikes zu berappen sind, sind bis zu 40 Prozent Ersparnis potenziell ein Batzen Geld. Genau das verspricht das Wiener Startup willdienstrad mit seinem Finanzierungsmodell für Fahrräder und E-Bikes ab 1.200 Euro.

Leasing-Raten über das monatliche Bruttogehalt

Was es dafür braucht: Man muss Angestellte:r sein und das Unternehmen, bei dem man angestellt ist, muss mitmachen. „Die Finanzierung erfolgt in Leasing-Raten über das monatliche Bruttogehalt. Durch die steuerlichen Erleichterungen sowie Förderungen sparen sich Arbeitnehmer bis zu 40 Prozent im Vergleich zum Privatkauf“, erklärt willdienstrad-Gründer Harald Bauer. Weil die Raten vom Brutto-Gehalt abgezogen werden, fallen entsprechend geringere Abgaben an.

Die Fahrradmodelle können bei 350 Partner-Fahrradhändlern und -Fachgeschäften in ganz Österreich ausgewählt werden. Das Rad kann dann auch privat genutzt werden und ist außerdem vollkaskoversichert mit Neuwertersatz bei Diebstahl oder Totalschaden. Zudem gibt es eine Mobilitätsgarantie sowie einen Versicherungsschutz für Dienstgeber, wenn Beschäftigte aus dem Unternehmen ausscheiden.

Eigenes willdienstrad-Angebot für Leitbetriebe Austria

Für Arbeitgeber:innen will das Startup den Vorgang möglichst einfach gestalten und bietet dafür ein eigenes Portal. Nun könnte eine ganze Reihe weiterer registrierter Firmen hinzukommen. Denn willdienstrad startete eine Partnerschaft mit Leitbetriebe Austria. Dafür wurde unter dem Titel „Firmenrad-Leasing – Leitbetriebe immer ein Dienstrad voraus!“ ein eigenes Angebot geschaffen, das zusätzlich zum Standard-Paket noch weitere Goodies enthält.

„Wenn Mitarbeiter vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, hat dies nicht nur eine umwelt- und gesundheitsfördernde Wirkung, sondern stärkt auch die Mitarbeiterbindung und die Attraktivität als Arbeitgeber“, kommentiert Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria, in einer Aussendung.

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© Lara Jameson via Pexels

Aufgrund wachsender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Anforderungen durch Künstliche Intelligenz gerät die Abhängigkeit europäischer Unternehmen von außereuropäischen Tech-Konzernen zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund haben der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich und der Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) den sogenannten „Austrian Cloud Atlas“ veröffentlicht. Die interaktive Plattform soll heimischen Betrieben als Orientierungshilfe bei der Wahl digitaler Lösungen dienen.

Transparenz bei Datenhoheit und Angeboten

Das Tool erfasst Rechenzentren, Cloud-Anbieter:innen sowie Managed Service Provider in Österreich. Damit soll die Übersicht bestehende Branchen-Initiativen wie die Österreichische KI-Landkarte ergänzen. „Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten liegen, von welchen Technologien sie abhängig sind und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen“, betont Wilfried Drexler, Obmann des Fachverbands UBIT.

Laut den Initiator:innen stehe die Förderung der digitalen Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt. Das Angebot solle Firmen dabei unterstützen, bewusste Entscheidungen über ihre IT-Kapazitäten zu treffen und strategische Abhängigkeiten von internationalen Hyperscalern schrittweise zu reduzieren. „Die Daten basieren auf freiwilligen Einreichungen und werden laufend erweitert“, heißt es auf der Website.

Ruf nach abgestimmtem Zielbild

Neben der rein informativen Funktion nutzen die beteiligten Verbände den Launch für politische Forderungen. Während auf EU-Ebene derzeit am „Cloud and AI Development Act“ gearbeitet werde, fehle es in Österreich laut Branchenvertreter:innen an einem einheitlichen Rahmen. Zunehmende länderspezifische Einzelregelungen erschwerten den zielgerichteten Ausbau der Infrastruktur.

Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association, verweist diesbezüglich auf fehlende Standards: „Was fehlt, ist ein abgestimmtes nationales Zielbild.“ Ein solches sei laut der Branchenvertretung jedoch notwendig, um die heimische Daten-Infrastruktur künftig gemeinsam mit der Energieversorgung und dem Netzausbau zukunftsfähig aufzustellen.

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