20.04.2021

US-Fastfood-Kette Wienerschnitzel erwägt Österreich-Expansion

1961 als "Der Wienerschnitzel" gegründet, will die weltgrößte Hot Dog-Kette nun erstmals international expandieren.
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Wienerschnitzel-Filiale in Sunnyvale / Kalifornien
Wienerschnitzel-Filiale in Sunnyvale / Kalifornien | (c) Wikimedia Commons - Coolcaesar

Aus österreichischer Sicht ist es definitiv ein Kuriosum: 1961 startet der ehemalige Taco Bell-Mitarbeiter John Galardi in Kalifornien eine Restaurantkette mit dem Namen „Der Wienerschnitzel“. Nicht nur sticht der falsche Artikel, der 1977 aus dem Firmennamen entfernt wurde, heraus. Seltsam mutet vor allem auch an, dass die Kette in der gesamten Zeit, bis auf eine Sonderaktion im Jahr 2017, niemals Wiener Schnitzel (bzw. andere Schnitzel-Variationen) verkaufte.

Stattdessen rühmt sich das Unternehmen, die größte Hot Dog-Kette der Welt zu betreiben. Damit ist dann auch der Name zumindest zur Hälfte zu erklären: Wie in Deutschland ist auch in den USA die Bezeichnung „Wiener“ für Würstel gängig. Derzeit betreibt Wienerschnitzel 325 Restaurants in elf US-Staaten. Nun will man über das im Fastfood-Bereich übliche Franchise-Modell erstmals international expandieren.

Wird Wienerschnitzel zur Würstelstand-Konkurrenz?

Dafür kommt dem Vernehmen nach auch Österreich in Frage. Wienerschnitzel könnte somit künftig zur Konkurrenz für Würstelstände werden. Denn der Fastfood-Konzern schaltete eine Presseaussendung mit Kontakt für Franchise-Nehmer via OTS, dem Bezahl-Portal der APA. Dort heißt es: „Die beliebte Marke mit dem lustigen, einprägsamen Namen und den köstlichen, geschmacksintensiven Menüoptionen wächst im gesamten Westen der USA weiter. Jetzt ist die familiengeführte Restaurantkette bereit, ihr erfolgreiches Geschäftsmodell international auszuweiten und den Hot Dog weltweit zu verbreiten“.

Franchise-Verantwortlicher Werner Glass kommentiert in der Aussendung: „In einer Welt voller Hamburger, Pizza und Hähnchen-Optionen ist der Hot Dog eine einzigartige und schmackhafte Wahl. Hot Dogs sind ein allseits beliebtes Essen, und der Besitz eines Wienerschnitzel-Franchises bietet ein hochdifferenziertes Geschäft in einem bereits überfüllten Markt“. Franchisenehmer hätten trotz der Herausforderungen der jüngsten Pandemie zuletzt rekordhohe Umsätze verzeichnen können, heißt es weiter.

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Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda (c) Bitpanda
Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda. (c) Bitpanda

Bitpanda gab heute bekannt, dass CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad im ersten Quartal 2027 zurücktreten wird. Bis zu seinem Ausscheiden bleibt er CEO und wird das Unternehmen weiterhin leiten. Danach wechselt er zur Erste Group, wie CEO Peter Bosek per LinkedIn-Post bekannt gibt. Der Bitpanda-Verwaltungsrat hat laut Aussendung eine strukturierte Suche nach Enzersdorfer-Konrads Nachfolge eingeleitet, bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigt werden.

Bitpanda: Trummer als Co-CEO

Als Co-Founder und Chief Scientist bringt Christian Trummer Erfahrung in der Entwicklung der Plattform und Technologie ein, die Bitpandas Strategie zugrunde liegen. Er soll den Fokus auf Produktqualität zusätzlich schärfen, während Bitpanda die Weiterentwicklung des Multi-Asset-Angebots über Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle hinweg und den Ausbau seiner Infrastruktur für Finanzinstitute vorantreiben möchte, wie es per Aussendung heißt.

Eric Demuth, Executive Chairman und Präsident des Verwaltungsrats von Bitpanda zu den Vorgängen: „Lukas hat entscheidend dazu beigetragen, Bitpanda breiter aufzustellen und ein starkes Fundament für die Zukunft zu schaffen, und ich danke ihm für sein Engagement. Mit Christian als Co-CEO starten wir aus einer starken Ausgangsposition in die nächste Wachstumsphase und konzentrieren uns noch intensiver auf das, was uns zur bevorzugten Plattform für Millionen von Nutzern in Europa und zu einem verlässlichen Partner für Finanzinstitute weltweit macht.“

Enzersdorfer-Konrad zur Erste Group

Enzersdorfer-Konrad kommentiert wie folgt: „Meine Entscheidung, nächstes Jahr zurückzutreten, ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben, und werde Bitpanda bis zu meinem Ausscheiden weiterhin mit vollem Einsatz führen. Ich freue mich darauf, unsere Strategie gemeinsam mit Christian und unseren Teams voranzutreiben.“

Bei seiner neuen Rolle bei der Erste Group wird er konzernweit die Verantwortung dafür übernehmen, eine integrierte Strategie für Asset Management und digitales Investieren in den acht Kernmärkten der Erste Group und für deren 23 Millionen Kunden voranzutreiben, heißt es per offiziellem Statement.

„Vom Sparen zum Investieren“

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, Lukas für die Erste Group zu gewinnen. Er verkörpert den Pioniergeist und bringt umfassende Expertise darin mit, das Investieren einfacher und zugänglicher zu machen – ein entscheidender Faktor, um die nächste Generation von Anlegerinnen und Anlegern zu erreichen“, sagt Peter Bosek. „Junge Menschen beginnen früher und investieren aktiver als frühere Generationen. Ein Grund dafür ist das wachsende Bewusstsein dafür, dass sie ihre finanzielle Zukunft selbst absichern müssen. Da sich ihre Erwartungen laufend weiterentwickeln, muss auch unser Angebot mit ihnen wachsen. Lukas wird eine zentrale Rolle dabei spielen, unser Angebot in all unseren Märkten intuitiv und attraktiv zu gestalten und mehr Menschen in Mitteleuropa dabei zu unterstützen, den Schritt vom Sparen zum Investieren zu machen.“

„Lukas Enzersdorfer-Konrad hat in den vergangenen acht Jahren aus erster Hand erlebt, wie schnell sich die Erwartungen der Menschen an das Investieren verändern können, wenn man es einfach, transparent und zugänglich gestaltet“, so Bosek weiter: „Die Erste Group verfügt über etwas, das nur wenige Institutionen in diesem Bereich bieten können: direkte und vertrauensvolle Beziehungen zu 23 Millionen Kunden sowie mit George über eine der meistgenutzten Banking-Plattformen Europas.“

Das sagt Bitpandas CO-CEO

Christian Trummer, nun CO-CEO, kommentiert gegenüber brutkasten: „Vor zwölf Jahren haben wir Bitpanda mit einer einfachen Überzeugung gegründet: Investieren soll einfacher und zugänglicher sein. Ich freu mich diese Rolle zu übernehmen und werde noch mehr Fokus auf unsere Produktqualität legen. Wir müssen eine Multi-Asset-Plattform sein, die jeder liebt.“

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