06.06.2018

Wiener Startup Waytation liefert Tracking-Technologie für CEBIT

Das Wiener Startup Waytation gewinnt mit der weltgrößten Informationstechnik-Messe CEBIT in Hannover einen Referenzkunden der Extraklasse.
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Waytation trackt Messe-Besucher über Name-Badges
©www.sebastianfreiler.com: Waytation trackt Messe-Besucher über Name-Badges

Das Wiener Startup Waytation, bei dem u.a. Hansi Hansmann und startup300 investiert sind, konnte mit seiner Besucher-Tracking-Technologie für Messen bereits einige große Kunden gewinnen. Der jüngste Neuzugang spielt aber dennoch in einer anderen Kategorie. Es ist die CEBIT in Hannover – die weltgrößte Messe für Infortmationstechnik. Mehr als 200.000 Besucher zog diese etwa vergangenes Jahr an. 3000 Aussteller aus 70 Ländern waren vor Ort Dieses Jahr will man mit einem Rebranding als „Innovationsfestival“ noch mehr Gäste erreichen.

+++ Archiv: Millionen-Investment für Wiener Startup Waytatíon +++

„WayTags“ messen anonym

Um mehr als nur die Zahl der Besucher zu kennen, soll nun die Technologie von Waytation eingesetzt werden. Bluetooth 4.0-Chips, sogenannte WayTags werden dabei in die Name-Badges der Besucher integriert. Besucherströme und die Verweildauer an Messeständen bei Vorträgen oder Workshops können damit gemessen werden. Die dokumentierten Datensätze werden ohne eine Anbindung an Smartphones, W-LAN, Scanner oder andere Geräte geschickt und vollständig anonym ausgewertet.

Repräsentative Stichprobe

Die Waytation-Technologie wird bei der CEBIT bei einer statistisch wohl eindeutig repräsentativen Stichprobe angewandt. 10.000 WayTags werden vergeben. Zum Vergleich: Stichproben bei Umfragen, die für die gesamte österreichische Bevölkerung repräsentativ sein sollen, umfassen häufig nicht mehr als 1000 Personen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann zur Verbesserung des Messeangebots genutzt werden. Der Messeauftritt könne so an die Bedürfnisse der Besucher adaptiert werden, heißt es vom Startup.

DSGVO-konforme Tracking-Lösung bei Waytation

„Während in der Online Welt jeder Click dokumentiert wird, waren die Möglichkeiten, Besucherströme auf Messen zu analysieren, bisher sehr begrenzt. Das wollen wir nun ändern, um sowohl Besuchern, als auch Messebetreibern neue Möglichkeiten der Messegestaltung bieten zu können“, wird Cemsit Yelgin, CEO von Waytation in einer Aussendug zitiert. Er betont:  „Das passiert unter Berücksichtigung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung“.

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AustrianStartups, ELP
© AustrianStartups

AustrianStartups und die Stiftung Unternehmerische Zukunft haben das Entrepreneurial Leadership Program (ELP) weiterentwickelt. Der Schwerpunkt liegt künftig stärker auf der konkreten Begleitung angehender Startup-Gründer:innen. Vorgesehen sind unter anderem intensiveres persönliches Mentoring und Coaching, die gezielte Suche nach Co-Founder:innen sowie die praktische Weiterentwicklung eigener Geschäftsideen.

Dabei geht es um die frühe Erprobung zentraler Annahmen – von ersten Gesprächen mit potenziellen Kunden und der Validierung konkreter Problemstellungen bis zur Entwicklung eines ersten Minimum Viable Product (MVP): „Wir wollen Menschen nicht nur die Skills für den Aufbau eines Startups mitgeben. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen tatsächlich auszuprobieren und die ersten Schritte in Richtung Gründung zu machen“, sagt Elisabeth van Holthe tot Echten, COO von AustrianStartups.

ELP: Schwerpunkt „Co-Founder“

Beim Schwerpunkt „Co-Founder“ bringt das ELP Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Perspektiven zusammen. Sie können sich kennenlernen, gemeinsam an Ideen arbeiten und mögliche Co-Founder:innen finden. Eine fertige Geschäftsidee ist dafür nicht notwendig.

„Eine Startup-Idee muss am Anfang noch nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass man bereit ist, Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und gemeinsam mit anderen herauszufinden, was funktionieren kann“, so van Holthe tot Echten weiter. „Genau dafür wollen wir im ELP den Raum und die Unterstützung geben.“

Hansmann, Trummer, Kaminski, Porsche, Deutsch und Unger dabei

Ein weiterer Bestandteil des Programms ist die persönliche Begleitung der Fellows. Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Unternehmerische Zukunft erhalten sie Zugang zu einem Netzwerk: Die Stiftung wird von mehr als 50 Persönlichkeiten aus der Szene unterstützt, darunter Hansi Hansmann, Christian Trummer, Kilian Kaminski, Felix Porsche, Tina Deutsch und Katharina Unger. Darüber hinaus begleiten weitere Unternehmer:innen und Investor:innen das ELP als Mentor:innen und bringen ihre Erfahrungen in das Programm ein.

Auch nach Abschluss bleiben die Fellows über die ELP-Alumni-Community miteinander verbunden. Ehemalige Teilnehmer wie Mathias Gruber (Fonio.ai), Lukas Höber (Sequestra) oder Lisa Reiss (All But Sugar) bringen ihre Erfahrungen aus der Gründung und dem Aufbau von Unternehmen sowie aus weiteren beruflichen Stationen in das Netzwerk ein.

„Wir wollen Menschen ermutigen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Dafür braucht es nicht nur Wissen, sondern auch Menschen, die ihre Erfahrungen teilen, ehrliches Feedback geben und zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellen. Genau das wollen wir mit unserem Netzwerk ermöglichen“, sagt Markus Raunig, Vorstand der Stiftung Unternehmerische Zukunft.

Prozess steht im Mittelpunkt

Ebenso ist die praktische Arbeit an den eigenen Ideen ein wichtiger Teil des ELP. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit den Problemen und Bedürfnissen von möglichen Kunden, überprüfen ihre Annahmen und entwickeln ihre Ideen auf dieser Grundlage weiter.

Dabei gehe es nicht darum, das Programm bereits mit einem fertigen Unternehmen abzuschließen. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Prozess, aus einer ersten Idee schrittweise eine fundierte Grundlage für eine mögliche Gründung zu entwickeln und früh praktische Erfahrungen zu sammeln, wie es heißt.

Das ELP richtet sich daher sowohl an Menschen, die bereits eine konkrete Startup-Idee haben, als auch an jene, die noch nach einer Idee, einem geeigneten Problem oder nach Mit-Gründer:innen suchen. Bewerbungen für die nächste ELP-Kohorte sind noch bis einschließlich Sonntag, 13. September 2026 möglich.

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