07.05.2020

Wiener Startup Storebox eröffnet 50. Standort in Wien

Das Wiener Startup Storebox, das sich auf Selfstorage spezialisiert hat, eröffnete in Wien seinen 50. Standort. Zudem forciert Storebox derzeit seine Expansion in der DACH-Region.
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Storebox
(c) Storebox

Das 2016 gegründete Selfstorage-Startup Storebox setzt seinen Expansionskurs fort: Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, eröffnete nun in Wien der mittlerweile 50. Standort. Dieser befindet sich in der Hainburgerstraße 20 beim Rochuspark im dritten Wiener Gemeindebezirk.

+++ Mittleres siebenstelliges Investment von Signa Innovations AG für Selfstorage-Startup +++

Selfstorage in Zeiten von Corona

Das Selfstorage-Konzept fand laut Storebox speziell in der Coronakrise und dem Lockdown großen Anklang, da der Platz in den eigenen vier Wänden sehr schnell knapp werden kann. So können selten gebrauchte Gegenstände ganz einfach ins Selfstorage-Abteil ausgelagert werden.

Für den Kunden steht Storebox trotz Coronakrise sieben Tage die Woche zur Verfügung. Das Startup versichert, dass der Service rund um die Beratung und Findung der passenden Lagerfläche sowie die Unterstützung bei der Buchung remote und kontaktlos abgedeckt wird. Dabei wird der Kunde über die verschiedensten Kontaktkanäle serviciert.

Storebox
Der 50. Standort in Wien befindet sich in der Hainburgerstraße 20

Expansionspläne von Storebox

Das Startup expandiert derzeit nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz. Im letzten Monat wurden neue Standorte in Dresden, Leverkusen und München eröffnet. Hier setzt Storebox auf ein Franchise-System.

„Das Potential in der DACH-Region ist immens vielversprechend. Selfstorage ist in Europa im Vergleich zu den Vereinigten Staaten ein noch recht junger Geschäftszweig. Die Wachstumszahlen sprechen für sich“, so Johannes Braith CEO & Co-Founder.


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Archiv: Hintergrund-Interview mit Johannes Baraith

Live mit Johannes Braith, CEO von Storebox

Live mit Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox – Dein Lager nebenan, über das aktuelle Millioneninvestment von SIGNA, wie Hansi Hansmann den deal "eingefädelt" hat, die konkreten Pläne, das Beteiligunsgverhältnis uvm.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 28. September 2018

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Foto: A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Bei Energie und bei Verteidigung hat Europa spät und teuer gelernt, was strategische Abhängigkeit kostet. Im Digitalen – bei Betriebssystemen, Cloud und Künstlicher Intelligenz – ist die Abhängigkeit von wenigen außereuropäischen Anbietern mindestens genauso groß. Genau dort will eine neue Allianz heimischer Leitbetriebe gegensteuern.

Getragen wird die „Initiative Digitale Souveränität“ von A1 Telekom, Anexia, Erste Bank, Keba Group, Spar ICS, Umdasch Group und der Vienna Insurance Group – sieben Unternehmen aus sieben Branchen. Gemeinsam wollen sie Initiativen und Pilotprojekte vorantreiben, um den Digitalstandort Österreich und Europa zu stärken, mit besonderem Fokus auf den Schutz kritischer Infrastruktur.

Die Stoßrichtung ist dabei ausdrücklich keine defensive. „Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Wahlfreiheit und europäische Alternativen — besonders bei kritischen Daten“, sagte A1-Deputy-CEO Thomas Arnoldner. Souveränität sei kein Schutzwall, sondern ein Sprungbrett – und man müsse sie aufbauen, bevor man sie brauche.

Vorschlag: ein Gütesiegel für die öffentliche Beschaffung

Der konkreteste Vorschlag steht im Positionspapier selbst: ein „Gütesiegel für Souveränität“ für die öffentliche Beschaffung. Es soll verlässliche Qualitätsstandards im Cloud-Bereich sichtbar machen, Transparenz schaffen und sogenanntem „Sovereign-Washing“ vorbeugen – also dem bloßen Etikett „souverän“ ohne echte Substanz. Zugleich soll digitale Souveränität in den Bewertungskriterien öffentlicher Vergaben verankert werden; für besonders sensible Daten aus Verwaltung, Gesundheit oder Bildung schlägt die Initiative europäische beziehungsweise österreichische „Souveränitätszonen“ vor.

Foto: A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger

Keba-CEO Christoph Knogler führte den Gedanken bei der Pressekonferenz aus Industriesicht aus: Ein solches Siegel müsse nachvollziehbar ausweisen, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, wer die Infrastruktur betreibt und in welchem Rechtsraum das geschieht. Berücksichtige die öffentliche Hand Souveränität bei ihren Vergaben, sei das kein bürokratisches Zusatzmerkmal, sondern ein Qualitätskriterium. Zusätzlich warb Knogler dafür, nicht jede Anwendung in der Cloud zu betreiben: On-Device- und On-Edge-KI könnten sensible Daten direkt an Gerät oder Maschine verarbeiten.

Hinter der Debatte steht ein juristischer Kern. Auf Nachfrage aus dem Publikum verwiesen die Initiatoren auf den US Cloud Act als zentrales Problem bei der Frage, welchem Rechtsraum in Europa verarbeitete Daten unterliegen. Fertige Kriterien für das Gütesiegel gebe es noch nicht – die Arbeit laufe auf europäischer wie nationaler Ebene.

Anexia-CEO Alexander Windbichler brachte einen regulatorischen Vergleich ins Spiel: Wie einst im Telekom- und Energiemarkt die Netze geöffnet wurden, ohne Produkte vorzuschreiben, könnte im Cloud-Bereich eine klare Trennung zwischen Software und Betrieb – samt offener Schnittstellen – für fairen Wettbewerb sorgen.

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