03.10.2025
STAATSPREIS PATENT 2025

Wiener Startup Neworn als „kreativste Marke“ ausgezeichnet

Am gestrigen Donnerstagabend wurde der Staatspreis Patent 2025 für das beste Patent, die kreativste Marke sowie für Frauenförderung im Innovationsbereich vergeben. 
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Neworn gewann den Staatspreis Patent 2025 in der Kategorie "beste Marke". | © Ludwig Schedl

Die Preisverleihung fand in den Wiener Sofiensälen statt, wo Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke die Trophäen überreichte. Der Staatspreis, oft auch als „österreichischer Oscar für geistiges Eigentum“ bezeichnet, wurde heuer bereits zum fünften Mal vergeben.

„Hinter jeder Innovation stehen Menschen mit Mut, Kreativität und Weitblick. Sie arbeiten daran, das Leben für uns alle besser zu machen und dafür gilt ihnen unsere höchste Anerkennung. Der Staatspreis Patent zeichnet genau diese Menschen aus”, sagte Hanke bei der Preisverleihung.

Sieger:innen der drei Kategorien

Von mehr als 300 Einreichungen konnten drei Projekte besonders überzeugen: In der Kategorie Patent ging die Auszeichnung an Wienerberger, in der Kategorie Marke setzte sich das junge Unternehmen Neworn durch. Den Spezialpreis Matilda für die Förderung von Frauen im Innovationsbereich erhielt die Universität für Bodenkultur Wien.

„Wienerberger zeigt, dass die langjährige Erfahrung traditionsreicher Unternehmen ein guter Nährboden für neue Ideen ist. Neworn steht als junges Startup für eine neue Generation von Unternehmer:innen mit frischem Blick auf Themen wie Nachhaltigkeit. Und die Universität für Bodenkultur beweist, wie wichtig Österreichs Hochschulen nicht nur für den technischen, sondern auch den gesellschaftlichen Fortschritt sind“, sagte Patentamtspräsident Stefan Harasek.

Secondhand für Kinderkleidung

Das Preisträger-Startup Neworn wurde 2023 gegründet – mit dem Ziel, den CO2-Fußabdruck in der Kleidungsindustrie zu reduzieren. Der Fokus liegt dabei auf Kindermode. Gründerin Caroline Schober will mit Neworn einen Secondhand-Marktplatz für Kinderkleidung etablieren. 

Die App verzeichnet inzwischen rund 20.000 Downloads und etwa 600 aktive Nutzer:innen pro Monat. Erst kürzlich expandierte das Unternehmen nach Deutschland und erhielt dafür ein erstes Investment von 50.000 Euro (brutkasten berichtete). „Für mich zeigt diese Auszeichnung, wie viel aus einer kleinen Idee, einem kurzen Geistesblitz, entstehen kann“, sagte Schober. „Wir waren unter allen Nominierungen das jüngste Team – und dass unser Projekt so wertgeschätzt wird, ist uns eine große Ehre.“

Diversitätsstrategie der BOKU

Die diesjährige Spezialkategorie „Matilda“ würdigt Unternehmen und Institutionen, die strukturelle Veränderungen zur Förderung von Frauen im Innovationsbereich schaffen. Der Preis ging an die Universität für Bodenkultur Wien, die mit ihrer Diversitätsstrategie überzeugte. 

„Das ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass wir offenbar vieles richtig gemacht haben – gerade was die Förderung von jungen Forscherinnen betrifft. Genau das ist der BOKU-Spirit, und dieser Preis ist ein großer Ansporn, auch in Zukunft diesen Weg weiter zu beschreiten“, sagte Rektorin Eva Schulev-Steindl.

Traditionsunternehmen Wienerberger

In der Kategorie Patent gewann das Traditionsunternehmen Wienerberger mit „TOREtech“ – einer energiesparenden Beheizung der Tunnelöfen in der Ziegelindustrie. Durch den Einsatz des neu entwickelten Brenners sollen sich bis zu 30 Prozent Energie einsparen lassen. 

„Es macht uns sehr stolz, dass wir die höchste staatliche Auszeichnung für ein Patent erhalten haben“, so Johannes Rath, Chief Technology Officer bei Wienerberger. „Dieser Preis steht symbolisch für die Innovationskraft der Wienerberger und wird einen besonderen Platz in unserem Eingangsbereich bekommen.“

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130 Millionen-Topf 2028

Der Finanzrahmen für die kommenden Jahre wird dafür aufgestockt. Für 2027 sind nun bis zu 117 Millionen Euro budgetiert, 2028 wächst der Topf auf bis zu 130 Millionen Euro. Das Finanzierungsmodell dabei: 20 Prozent jener Einsparungen, die durch Pensionierungen und nicht nachbesetzte Stellen in der Verwaltung entstehen, fließen direkt als Zweckwidmung in IT-Projekte zurück. Bis 2030 rechnet der Bund hier mit zusätzlichen 108 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur.

Das Geld fließt primär in bereits bekannte Kernprojekte, allen voran die ID Austria und die Vorbereitung auf die europäische EUDI-Wallet. Die ID Austria ist seit 2023 von einer auf sechs Millionen Nutzer:innen gewachsen. Bis 2030 sollen es neun Millionen werden, womit das System zum flächendeckenden Standard für Behördenwege und wirtschaftliche Anwendungen avancieren würde, so die Hoffnung.

Project X mit Einsparungspotenzial

Im Hintergrund soll zudem unter dem Titel „Project X“ die Dateninfrastruktur nachziehen. Im Fokus steht das Once-Only-Prinzip: Unternehmen und Bürger:innen sollen ihre Daten künftig nicht mehr mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen müssen. Für den Ausbau der dafür nötigen Registervernetzung dadeX sind in den nächsten zwei Jahren bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen. Dem gegenüber stehen laut Ministerium Effizienzgewinne: Das Projekt soll kurzfristig ein Einsparungspotenzial von rund 160 Millionen Euro heben.

Ein wesentlicher Treiber hinter diesem Budget-Schub ist schlichtweg die Demografie. In den kommenden 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesbediensteten in Pension. Die Bundesregierung setzt daher auf Public AI und somit auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung sowie für Services gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Ziel sind sichere, rechtskonforme und breit nutzbare Anwendungen, die Prozesse beschleunigen, Routinetätigkeiten reduzieren und Wissen in der Verwaltung besser verfügbar machen sollen.

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