02.09.2025
PERSONALIE

Wiener Startup kW-Solutions holt Ex-Manager von has to be ins Führungsteam

Das Wiener Ladeinfrastruktur-Startup kW-Solutions verstärkt seine Führungsebene. Die neue Person an der Seite von CEO Korbinian Kasinger ist keine Unbekannte in der Startup-Szene.
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Die neue Führungsebene von © kW-Solutions: Korbinian Kasinger (CEO und Co-Founder) und Matthias Moldaschl (CCO).

2003 begann er seine Karriere als Research and Development Engineer bei KTM. In den 22 Jahren danach sammelte er Erfahrung in mehreren Technologie- und Mobilitätsunternehmen. Eine Station davon war has to be. Das Salzburger Unternehmen für E-Mobilitäts-Software wurde 2021 für 250 Millionen Euro verkauft und markierte damit den bis dahin größten Exit der österreichischen Startup-Szene (brutkasten berichtete). Dort war Matthias Moldaschl über zwei Jahre lang als Chief Sales Officer (CSO) tätig.

Anfang 2020 wechselte er als CEO zu MoonVision, einem Wiener KI-Startup mit Anwendungen in der Fertigungs- und Automobilindustrie (brutkasten berichtete). Zuletzt leitete er die Bereiche Marketing, Sales und Customer Success beim deutschen Softwareanbieter chargecloud. Nun kehrt er nach Wien zurück und startet bei kW-Solutions als Chief Commercial Officer (CCO) durch. 

Vertrieb und Marketing

„Ich kenne Matthias nun schon seit einigen Jahren und war von Beginn an von seinem strategischen und kommerziellen Verständnis und insbesondere seiner intensiven und langjährigen E-Mobilitätshistorie begeistert. Umso schöner ist es, gemeinsam mit ihm kW-Solutions in die nächste Entwicklungsstufe führen zu dürfen“, heißt CEO Korbinian Kasinger den neuen CCO in einem LinkedIn-Posting willkommen.

Moldaschl wird ab sofort die Verantwortung über Vertrieb und Marketing bei kW-Solutions übernehmen. „In meiner Rolle als CCO möchte ich gemeinsam mit dem Team Strukturen schaffen, die unser Wachstum beschleunigen, unsere Kundennähe stärken und die geplante Expansion erfolgreich begleiten. kW-Solutions hat das Potenzial, ein führender Player im Bereich intelligenter Lade- und Energiemanagementlösungen zu werden – und ich freue mich, diesen Weg aktiv mitzugestalten“, wird Moldaschl in einer Presseaussendung zitiert.

Nächste Phase der Skalierung

Seine berufliche Laufbahn spiegelt seine Erfahrungen in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Digitalisierung wider. „Mein Ziel war es dabei immer, Innovationen marktfähig zu machen und nachhaltiges Wachstum zu schaffen“, schreibt Moldaschl auf LinkedIn. „Diese Expertise möchte ich nun in ein Unternehmen einbringen, das mit klarer Vision und beeindruckender Dynamik unterwegs ist.“

Bei kW-Solutions soll er diese Erfahrung nun konkret einbringen: Neben den Wachstumsplänen in Österreich soll Moldaschl auch die Internationalisierung maßgeblich vorantreiben. Gemeinsam mit CEO Kasinger soll er das Unternehmen in die nächste Phase der Skalierung führen und die Expansion im DACH-Raum strategisch begleiten.

Herzstück Charly

Das Startup kW-Solutions setzt dabei auf seine zentrale Anwendung „Charly Smart Charging“. Die Software kombiniert lokales Lastmanagement in Mehrparteienanlagen mit den live abgefragten Börsenpreisen der European Power Exchange (EPEX). Damit soll das Laden von E-Fahrzeugen automatisch zu den günstigsten Zeitpunkten starten. (brutkasten berichtete).

„Elektromobilität ist ein globaler Megatrend, wir verzeichnen starke Nachfrage aus dem In- und Ausland. Mit Matthias Moldaschl gewinnen wir einen erfahrenen Commercial Leader, der unsere Go-to-Market-Strategie entscheidend weiterentwickeln und unsere Expansion beschleunigen wird“, kommentiert Kasinger.

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(v.l.n.r.) Thomas Blaguss, Daniel Packenius, Barbara Novak, Hans-Jürgen Salmhofer, Paul Blaguss | (c) Mila Eder / Superberg

Die Elektromobilität wird nicht nur im Privatbereich weiter ausgebaut. FlixBus und Blaguss setzen nun den nächsten Schritt in Richtung emissionsarmes Reisen. Zwischen Wien und Bratislava wird die erste grenzüberschreitende, überwiegend elektrisch betriebene Linie eröffnet. Den operativen Betrieb der Linie übernimmt das Wiener Unternehmen Blaguss über seine slowakische Gesellschaft Blaguss Slovakia.

„Die Zukunft des Busverkehrs muss klimafreundlich sein und Elektromobilität wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Gemeinsam mit FlixBus bringen wir sie jetzt auch im grenzüberschreitenden Reiseverkehr konsequent in den Mobilitätsalltag“, sagt Paul Blaguss, Geschäftsführer der Blaguss-Gruppe.

Acht E-Busse, 66 Kursfahrten

Insgesamt kommen acht E-Bussen auf der Strecke zum Einsatz, wobei die Linie 66 mal pro Tag gefahren wird. 90 Prozent davon sind elektrisch, der Rest wird mit herkömmlichen Dieselbussen abgedeckt. Laut Blaguss spart die Umstellung von Diesel auf Elektroantrieb rund 66 Kilogramm CO₂ pro 100 Kilometer. „Mit einer der ersten grenzüberschreitenden E-Bus-Linien Europas arbeiten wir daran, Reisen zwischen Hauptstädten emissionsärmer zu machen“, sagt Daniel Packenius, Geschäftsführer FlixBus Zentraleuropa, und ergänzt: „Die Linie zeigt: Elektromobilität im Fernverkehr funktioniert heute schon zuverlässig unter den richtigen Umständen.“

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