19.05.2021

Wiener Startup go2market freut sich über eine Million Kundenfeedbacks

Seit Oktober 2020 operiert der ehemalige Weekend Supermarkt unter dem Namen go2market und erfreut sich mit seinem Real-Life-Marktforschungskonzept sukzessive wachsender Beliebtheit.
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go2market
© Günther Zipfelmayer

Mit einer Million Kundenfeedbacks erreicht der Wiener Real-Life-Marktforschungs-Supermarkt „go2market“ einen weiteren Meilenstein. Hunderte Produkte der Markenartikelindustrie, u.a. von Almdudler, Knorr, Maresi oder Nestlé, und von Start-ups wurden seit der Eröffnung im Oktober 2020 von den registrierten Mitgliedern getestet und bewertet. „Die rasante Entwicklung unseres Real-Life Marktforschungs-Supermarktes ist unglaublich. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit der Industrie und innovativen Ladenbauernlernen wir mit jedem getesteten Produkt dazu und können so die individuellen Bedürfnisse der Industrie sehr gut abbilden“, freut sich go2market-Geschäftsführer Thomas Perdolt.

Konzept überzeugt Kunden und Partner

Ausgewählte Konsumenten werden in einer realistischen Supermarktumgebung bei ihrem Einkauf beobachtet und nach allen relevanten Parametern der Marktforschung auf verschiedenen Ebenen unter Wahrung des Datenschutzes analysiert. Um die angebotenen Innovationen – dabei handelt es sich um Produkte, die noch nicht am Markt erhältlich sind, gerade gelauncht werden oder von den Verbrauchern im herkömmlichen Handel aus welchen Gründen auch immer nicht ausreichend wahrgenommen wurden – genau unter die Lupe nehmen zu können, ist ein monatlicher Mitgliedsbeitrag, aktuell in Höhe zwischen 12,90 und 16,90 Euro (je nach Dauer der Mitgliedschaft) fällig. Im Gegenzug stellt go2market ein Einkaufsguthaben von 55 Euro monatlich zur Verfügung, das durch die Teilnahme an Umfragen zusätzlich erhöht werden kann. Die Industriepartner wiederum profitieren von innovativen Zielgruppenanalysen und individuellen Insights in Echtzeit und können sich dank eingesetzter Technologie auf höchstem Niveau über wichtige Erkenntnisse freuen. Zwei Beispiele dafür sind der „Performance Funnel“ (liefert vollautomatisch Statistiken, Informationen und Fakten zum Kaufverhalten der Konsumenten) oder das womöglich „intelligenteste Regal der Welt“, das mit Hilfe von Licht, Sensoren, Drehtellern und Screens Produkte gekonnt in Szene setzt.

Start in Deutschland am 9. Juni

In Kürze eröffnet das österreichische Startup zudem seinen ersten Standort in Deutschland, wie der brutkasten bereits berichtet hat. Am 9. Juni erfolgt der Startschuss für go2market in Köln. Auch dort werden die neuesten Hightech-Features und Kamera-Technologien im Einsatz sein.

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Die Pimcore-Geschäftsführer Dietmar Rietsch und Matthias Blauth (v.l.) © Pimcore

Der britische Private-Equity-Investor Tenzing steigt bei Pimcore ein: Wie Tenzing in einer Mitteilung bekannt gab, übernimmt das Unternehmen die Mehrheitsanteile, die bisher der Münchner Wachstumsfonds Nordwind Growth hielt. Laut Firmenbuchdaten hält der zu Nordwind gehörende NC Growth Fund I GmbH & Co. KG aktuell 73,25 Prozent an der Pimcore GmbH. Die Transaktion steht laut beiden Unternehmen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Salzburger Unternehmen für Datenverwaltung

Pimcore wurde 2009 in Salzburg gegründet und bietet eine Plattform für die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Asset-Daten. Laut Tenzing laufen mehr als 120.000 Installationen und über 400 Unternehmenskund:innen auf der Software. Der Deal ist der nächste Schritt in der Finanzierungsgeschichte, über die brutkasten mehrfach berichtet hat.

2018 investierte die Münchner Auctus Capital 3,5 Mio. US-Dollar in das Open-Source-Tool. 2022 sicherte sich Pimcore eine Series-B-Runde über zwölf Mio. US-Dollar, die Nordwind Growth anführte und sich damit die seither bestehende Mehrheitsbeteiligung sicherte, mit dem Ziel, die globale Expansion des Salzburger Unternehmens voranzutreiben. Rund zehn Monate später folgte die Eröffnung eines deutschen Standorts in Langenfeld sowie die Erweiterung des Management-Teams durch Matthias Blauth.

Zweites DACH Investment für Tenzing

Tenzing begründet den Einstieg mit dem wachsenden Bedarf an kontrollierten Unternehmensdaten für KI-Anwendungen. Milan Kellner, Investment Lead bei Tenzing, wird in der Mitteilung zitiert: Pimcore habe „etwas Seltenes geschaffen – eine einzige Plattform, die Unternehmen eine verlässliche Version ihrer Produkt-, Kunden- und Asset-Daten liefert, während die meisten Mitbewerber nur einen Teilbereich abdecken.“

Finanziert wird die Übernahme aus Tenzings 900 Millionen Pfund schwerem Fund III, aus dem der Investor seit 2023 investiert. Pimcore ist Tenzings zweite Investition im DACH-Raum nach dem IT-Dienstleister Mahr EDV.

Persönliches Schreiben der Pimcore-Geschäftsführer

In einem Blogbeitrag ordnen die Co-CEOs Dietmar Rietsch und Matthias Blauth die Übernahme ein: Unverändert blieben der offene Plattform-Kern („Open-Core“), das freie Deployment (Cloud, On-Premise, PaaS), die Führung durch die beiden Co-CEOs sowie die Produkt-Roadmap rund um die „Data Spine“-Strategie und die KI-native Weiterentwicklung.

Mehr Ressourcen für internationales Wachstum

Was sich laut den Geschäftsführern ändert, sind vor allem die Ressourcen für internationales Wachstum: Tenzing bringe mit rund 1,7 Milliarden Pfund verwaltetem Vermögen, 20 Portfoliounternehmen und Standorten in London, Stockholm und München zusätzliche Reichweite, um die Skalierung, auch über Zukäufe, voranzutreiben. Zudem kündigt man mehr Investitionen in Partner-Enablement, Zertifizierungen und gemeinsame Vermarktung mit dem bestehenden Ökosystem an.

Den bisherigen Investor Nordwind Growth würdigen Rietsch und Blauth für den Umbau vom Open-Source-Projekt zum Enterprise-Softwareunternehmen: In den knapp vier Jahren seit dem Einstieg sei der jährlich wiederkehrende Umsatz um mehr als das Fünffache gewachsen, das Unternehmen operativ profitabel geworden und ein Standort in Nordamerika aufgebaut worden.

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