✨ AI Kontextualisierung
Hersteller, Größe, Produktionsdatum: Die DOT-Nummer enthält alle wesentlichen Metadaten eines Fahrzeugreifens. Allerdings: Sie ist direkt in die Flanke des Reifens einvulkanisiert und dementsprechend schwer maschinell lesbar. Dem Wiener Startup Anyline ist das erstmals in einer sehr praktischen Anwendung gelungen und das hat auch gleich den größten US-Reifenhändler aufmerksam gemacht. Das Software-Startup hat einen DOT-Scanner für mobile Geräte entwickelt, der zusammen mit einem Profiltiefenlesegerät von Zebra Technologies angeboten wird. Der Reifenhändler Discount Tire setzt die Lösung in rund 1.100 Filialen in den USA ein.
Bisher wurde dort der Code manuell abgelesen und auch die Profiltiefe an 12 Stellen des Reifens manuell gemessen. „Vom Einzelhandel über das Fuhrparkmanagement bis hin zur Logistik weiß jedes Unternehmen, dass Reifen handhabt, wie schwierig es ist, die DOT-Nummern von Reifen genau zu erfassen“, sagt Lukas Kinigadner, CEO und Mitgründer von Anyline. „Diese Innovation automatisiert den Prozess und ermöglicht es den Mitarbeitern, die Daten einfach in Echtzeit von den Reifen zu scannen.“
Textdaten in Echtzeit verarbeiten
Anyline wurde 2013 gegründet und sich auf die automatische Texterkennung spezialisiert. Mit der Software können andere Unternehmen Text-Scanner in ihre Apps oder mobilen Websites einbauen. Künstliche Intelligenz ermögliche die mobile Verarbeitung der Daten in Echtzeit, selbst wenn das Gerät offline ist. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie PepsiCo, Canon, Red Bull, aber auch Regierungen oder die UNO.
Der Reifenscanner erfasst derzeit die Reifenidentifikationsnummer (TIN) des US-Verkehrsministeriums (DOT) und ermöglicht so die automatische Bestimmung von Alter und Herstellungsort. Künftig soll die Software bei Discount Tire auch weitere Daten automatisiert auslesen – etwa auch die Nummerntafel des Fahrzeugs oder die Fahrzeugidentifikationsnummer FIN.
12 Mio. Dollar Investment für US-Expansion
Vor rund einem Jahr hat sich Anyline eine Finanzierung von 12 Millionen Dollar von internationalen Investoren gesichert, um damit die Expansion am US-Markt voranzutreiben. Damit die Erschließung neuer Märkte und Branchen auch in den USA gelingt, wurde im Zuge der Unternehmensentwicklung mit Anyline.Inc. eine eigene US-amerikanische Gesellschaft gegründet, die ihren Sitz in Boston hat.
Anyline-CEO Kinigadner im Interview
Anyline CEO Kinigadner zum Millionen-InvestmentAlle Hintergründe des 12 Millionen US-Dollar Investment mit Anyline CEO Lukas Kinigadner.
Posted by DerBrutkasten on Wednesday, January 15, 2020




