11.05.2015

Wiener Start-Up expandiert mit Online Markenschutz-Service nach Deutschland

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pro4tm sorgt dafür, dass der Name des Unternehmens nicht missbraucht wird.

Wenn man sich dazu entschließt, ein Unternehmen zu gründen, gibt es mehrere To-dos, die man keinesfalls vernachlässigen sollte. Eines auf dieser Liste ist der Name des Unternehmens. Dieser sollte jedenfalls geschützt werden. Ein Startup aus Wien hilft dabei, die eigene Marke vor Missbrauch und Nachahmern zu bewahren. Dazu wird überwacht, wer etwa mit dem Markenbegriff bei Google Werbung macht, ob eine Marke ähnlich wie die eigene anmeldet wird oder ob eine Internet-Adresse mit demselben Namen registriert wird. Pro4tm heißt das Wiener Startup, das nun auch nach Deutschland expandiert. Dort will es als IT Dienstleister neue Kunden gewinnen.

Evelyn Pantleon und Diana Kelemenova stehen hinter dem Unternehmen. „Wir haben unsere eigene leistungsstarke IT Infrastruktur entwickelt mit höchsten technischen Standards zur Beobachtung und schnellen Registrierung. Für den Schutz einer eigenen Marke reicht eine Google-Suche nicht aus“, erklärt Evelyn. „Der entscheidende Vorteil für ein Unternehmen ist die unmittelbare Überprüfung in Echtzeit, ob gleiche oder ähnliche Marken angemeldet wurden. Danach kann die Markenverletzung innerhalb von drei Monaten beansprucht werden.“ Bei der Neuanmeldung übernehme Pro4TM.com als Online-Shop gemeinsam mit renommierten Patentanwälten die nationale und internationale Registrierung.

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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