26.11.2025
LAST MILE

Wiener Scaleup Storebox startet Kooperation mit Alza

Storebox baut seine Click-&-Collect-Infrastruktur weiter aus und holt dafür den Onlinehändler Alza.at an Bord. Gemeinsam verknüpfen die beiden Unternehmen ihre Logistiknetzwerke und ermöglichen damit nächtliche Zustellungen in smarte Locker an ausgewählten Storebox-Standorten in Wien.
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Storebox, Alza
©Storebox - Lukàš Mikolášek, Geschäftsführer von Alza.at (l.) und Johannes Braith, Founder von Storebox.

Das Wiener Scaleup Storebox entwickelte im Sommer ein neues Angebot und machte damit Kurier- und Postservices Konkurrenz. Im Video-Talk mit brutkasten erklärt Gründer und CEO Johannes Braith damals die neuen Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung – siehe hier. Nun gibt es weitere Neuigkeiten.

Storebox: Verknüpfung zweier Infrastrukturnetze

Der Onlinehändler Alza.at und das urbane Logistikunternehmen arbeiten künftig im Bereich der Paketzustellung zusammen. Die Kooperation stelle einen weiteren wichtigen Schritt im Ausbau der dezentralen Click-&-Collect-Infrastruktur von Storebox dar und erweitere zugleich die Abholmöglichkeiten für Alza-Kunden, heißt es per Aussendung.

Kern der Kooperation ist die smarte Verknüpfung zweier Infrastrukturnetze: des Storebox-Netzwerks mit urbanen und suburbanen Selfstorage-Standorten sowie des anbieteroffenen AlzaBox-Paketstationsnetzes.

Diese Partnerschaft ermöglicht Alza nun konkret die Zustellung über Nacht in Locker-Systeme an ausgewählten Storebox-Standorten in Wien und soll damit zu vereinfachten Abläufen für Kund:innen führen. Jene können ihre Bestellungen am Folgetag kontaktlos abholen. Der Zugang erfolgt per digitalem Code.

„Mehr Flexibilität“

„Unser Ziel ist es, Menschen mehr Flexibilität beim Empfang ihrer Bestellungen zu geben. Wer seine bestellte Ware 24/7 und unabhängig von Öffnungszeiten empfangen möchte, wählt einfach im Check-out den gewünschten smarten Locker aus und lässt sich die Lieblingsprodukte direkt in seine Nähe schicken. Die Zusammenarbeit mit Storebox unterstützt genau das“, sagt Lukàš Mikolášek, Geschäftsführer von Alza.at GmbH Österreich.

Johannes Braith, CEO von Storebox, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit Alza ist ein weiterer Meilenstein, mit dem wir dazu beitragen, eine zukunftsfähige und skalierbare Infrastruktur für die letzte Meile zu schaffen. Mit unseren dezentralen Standorten verbinden wir Kund:innennähe mit effizienteren Transportwegen und erweitern unser B2B-Portfolio um einen wichtigen Baustein.“

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„Walter“ kann Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 kg heben © PORR/Jan Hrdý

Der Bauriese Porr testet auf einer Baustelle in Tschechien, wie weit sich das Mauern automatisieren lässt. Beim Wohnbauprojekt Kladno Living, rund 25 Kilometer westlich von Prag, setzt ein Roboter mit der Bezeichnung WLTR, intern „Walter“ genannt, tragende Wände und Wohnungstrennwände aus plangeschliffenen Akustikziegeln. Das Projekt umfasst fünf Gebäude mit 371 Wohnungen samt Garagenplätzen.

Im Testbetrieb hat das Unternehmen die Maschine bereits seit 2025. Sie hebt Ziegel mit einem Gewicht von bis zu 52 Kilogramm und positioniert sie laut Aussendung millimetergenau auf Basis des digitalen Projektmodells. Zwei Personen bedienen den 2,5 Tonnen schweren Roboter, der auf eine Reichweite von 3,5 Metern kommt und mit 1,5 kW auskommt. Die angegebene Produktivität liegt bei 7,5 Quadratmetern pro Stunde, maximal sind zehn möglich.

Planung ab Tag eins

Entscheidend war aus Sicht des Konzerns, dass „Walter“ schon zu Projektstart eingeplant wurde. Robotik auf der Baustelle verlange eine enge Abstimmung zwischen Planung, Statik, Auftraggeber und Baustellenteam, dazu eine eigene Logistik und ausreichend Bewegungsfläche. Die aktuelle Gerätegeneration schafft nach Angaben des Unternehmens nicht nur lange gerade Wände, sondern auch Ecken und Wandöffnungen.

Der Roboter mauert auf der Baustelle des Projekts Kladno Living in Tschechien © PORR/Jan Hrdý

„Bauen ist und bleibt ein People Business. Unser Ziel ist es nicht, Menschen zu ersetzen, sondern unseren Mitarbeitenden Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen die besonders schweren Arbeiten erleichtern“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Der Roboter arbeite unter Aufsicht geschulter Fachkräfte, der größte Nutzen liege im Übernehmen der körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten.

Zentrale Robotik-Einheit

Koordiniert werden Automatisierungsprojekte gruppenweit über das Team Construction Automation & Robotics (CAR), das robotergestütztes Mauern neben BIM, digitalem Baumanagement und datenbasierten Lösungen verantwortet. Jeder Anwendungsfall entstehe aus einem konkreten Bedarf der Baustelle. Die Erfahrungen aus Kladno sollen in weitere Projekte einfließen, kündigt Dušan Čížek, Geschäftsführer von Porr Tschechien & Slowakei, an. Neu ist die Stoßrichtung nicht: Im brutkasten-Interview „Irgendwann wird der Kranfahrer eine IT-Fachkraft sein“ argumentierte Strauss bereits, dass Robotik das Berufsbild am Bau verschiebt, statt es abzuschaffen.

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