17.01.2022

Das erwartet die Teilnehmer:innen auf der 7. Wiener Innovationskonferenz

Die Stadt Wien veranstaltet vom 25. bis zum 27. Jänner 2022 die 7. Wiener Innovationskonferenz. Im Zentrum steht dieses Jahr das Motto "Innovation durch Weiterbildung".
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Wie kann Weiterbildung als Innovationsmotor genutzt werden? Diese Leitfrage wird im Rahmen der 7. Wiener Innovationskonferenz behandelt, die dieses Jahr vom 25. bis 27. Jänner stattfinden wird. Die aktuelle Lage unterstreicht laut den Organisatoren deutlich, wie wichtig Weiterbildung für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Standortes Wien ist. Manche Fähigkeiten und Kompetenzen werden dringend benötigt, stehen in ausreichender Qualität und Menge jedoch nicht zur Verfügung. Stichwort: War for Talents.

Weiterbildung, lebensbegleitendes Lernen & Innovation

Zudem widmet sich die Konferenz dem Thema „lebensbegleitendes Lernen“ und der Frage, wie die Innovationskultur in Organisationen und Unternehmen gefördert werden kann, damit sich Mitarbeitern:innen sowohl beruflich als auch im privaten Umfeld entfalten können. Im Zuge dessen wird die Wiener Innovationskonferenz im Rahmen des dreitägigen Programms folgende Fragen beantworten:

  • Welche Innovationen gibt es bei dem, was wir lernen, wie wir lernen und wofür wir lernen?
  • Welche Innovationen brauchen wir in der Ausbildung um die richtigen Fachkräfte für den Standort zu haben? 
  • Ist Digitalisierung wirklich ein Teil der Lösung? 
  • Kann man lernen, im Alter glücklich und zufrieden zu sein?
  • Wie haben die Digitalisierung und die Herausforderungen der Pandemie die Weiterbildungsmöglichkeiten und -inhalte verändert?
  • Wie kann Weiterbildung als Innovationsmotor die aktuelle Wirtschafts- und Innovationsstrategie WIEN 2030 weiterbringen?
Peter Wieser | Abteilungsleiter Stadt Wien – Wirtschaft, Arbeit und Statistik

Die Programm-Highlights:

Insgesamt werden an den drei Eventtagen rund 40 Speaker:innen den Teilnehmer:innen ihre Inputs aus unterschiedlichsten Branchen und Bereichen vermitteln. Hier ein Überblick über die Themenschwerpunkte der einzelnen Event-Tage:

1. Tag | Fachkräftebedarf und gesellschaftliche Dimensionen der Weiterbildung

Der erste Event-Tag beschäftigt sich mit dem Schwerpunkt: „Fachkräftebedarf und gesellschaftliche Dimensionen der Weiterbildung“. So wird unter anderem in einem Panel Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke im Gespräch mit Senior Partner Roland Falb (Roland Berger), Gründer und CEO Eric Demuth (Bitpanda) und CEO Sylvia Dellantonio (willhaben) sowie Fritz Meißl (waff) darüber diskutieren, welche Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sinnvoll sind.

In einem zweiten Panel werden im Anschluss Weisheitsforscherin Judith Glück (Universität Klagenfurt), Expertin für nachhaltige Stadtentwicklung Lamia Messari-Becker (Universität Siegen) und Unternehmerin Claudia Nichterl (Akademie für Integrative Ernährung) der Frage nachgehen, wie Weiterbildung der Wirtschaft helfen und zugleich die persönliche Potenzialentwicklung fördern kann.

Was ist bei Weiterbildung bzw. Umschulung für Arbeitssuchende zumutbar? Diese Frage wird hingegen im Rahmen eines Kaminduells von Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich Johannes Kopf mit der Vizepräsidentin des österreichischen Gewerkschaftsbundes Korinna Schumann kritisch diskutiert.

2. Tag | Digitalisierung und Veränderungen durch die Pandemie

Der zweite Event-Tag beschäftigt sich hingegen mit dem Thema der Digitalisierung und den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dabei werden unter anderem im Rahmen eines Panels der Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen Herbert Schweiger, die Unternehmerin Christiane Bertolini (dasneuearbeiten dna.club), der Pionier und Gründer Samuel Koch (Leaders21) und die Weiterbildungsexpertin der WienAkademie Inge Schandl, der Frage nachgehen, wie die Pandemie Weiterbildungsinhalte verändert hat.

Auch am zweiten Event-Tag wird ein Kaminduell unter dem klingenden Namen „Innovative Lernmethoden oder Technostress?“ stattfinden. Das „Diskussions-Duell“ wird von Heddy Lamarr Preisträgerin 2021 für Forschungen zu innovativen Lernmethoden Johanna Pirker (TU Graz) mit dem Wirtschaftsinformatiker und Technostressforscher Rene Riedl (Johannes Kepler Universität Linz) geführt.

3. Tag | Wiener Wirtschafts- und Innovationsstrategie Wien 2030

Der dritte und letzte Tag der Wiener Innovationskonferenz wird hingegen ganz im Zeichen der Wiener Wirtschafts- und Innovationsstrategie Wien 2030 stehen. Unter anderem werden folgende sechs Themenfelder der Strategie im Rahmen von Breakout-Sessions diskutiert und vorgestellt:

  • Smarte Lösungen für den städtischen Lebensraum des 21. Jahrhunderts
  • Gesundheitsmetropole Wien
  • Wiener Digitalisierung
  • Smarte Produktion in der Großstadt
  • Stadt der internationalen Begegnung
  • Kultur- und Kreativmetropole Wien

Networking und Austausch

Neben der Wissensvermittlung im Rahmen der Panel-Diskussionen und Kaminduelle wird es zudem die Möglichkeit zum Networking geben. Die digitale Plattform b2match ermöglicht es, sich mit anderen Teilnehmer:innen oder Aussteller:innen virtuell zu treffen und auszutauschen. Zusätzlich können sich die Teilnehmer:innen auf einem digitalen Marktplatz einerseits über Trends in der  Weiterbildung wie beispielsweise neue Vermittlungsmethoden, aber auch über die Leitprojekte der Wirtschafts- und Innovationsstrategie WIEN 2030 informieren. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.


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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
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„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.

(c) Venionaire Capital

Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.

Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.

Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau

Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

(c) Venionaire Capital

13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.

Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“

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