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Nach Jahren im FinTech-Bereich, einem Ausflug in die Solarwirtschaft und dem unfreiwilligen Ende seines letzten Arbeitgebers landet Christian Strobl nun beim Wiener EnergyTech-Startup Podero. Dort übernimmt er ab sofort die Rolle des Chief Commercial Officer (CCO). Das Timing ist kein Zufall: Podero wächst, hat frisches Kapital und kündigt jetzt eine Produktneuerung an, die in der Branche bislang einzigartig sein soll.
„Die geopolitische Lage macht deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine klimapolitische Notwendigkeit ist, sondern auch eine Frage der europäischen Sicherheit. Umso mehr freut es mich, mit Podero ab sofort ein Unternehmen zu unterstützen, das das europäische Energiesystem aus Wien heraus maßgeblich mitgestaltet“, kommentiert Strobl.
N26, Soly und jetzt Podero
Der neue CCO Strobl war vier Jahre lang bei der Neobank N26 tätig, davon zweieinhalb als Market Lead und Managing Director für Österreich (brutkasten berichtete). Nach seinem N26-Abgang wechselte er 2024 als Country Manager zu Soly, einem niederländischen Photovoltaik-Anbieter, und verantwortete dort den Markteintritt in Österreich sowie das Wachstum in Deutschland (brutkasten berichtete). Hierzulande wuchs Soly innerhalb kurzer Zeit zu einem der größeren Anbieter von Photovoltaikanlagen. Doch Ende November 2025 wurden in den Niederlanden mehrere zentrale Gesellschaften der Soly-Gruppe insolvent. Das Wiener Startup Heizma übernahm anschließend den Großteil der Insolvenzmasse (brutkasten berichtete).
Podero-CEO Bernkopf kommentiert den Neuzugang so: „Mit Christian gewinnen wir einen erfahrenen Manager, der bereits bewiesen hat, dass er neue Märkte schnell entwickeln kann. Sein Verständnis des Energiesektors und seine Erfahrung mit skalierbaren Vertriebsmodellen sind genau das, was wir für unser nächstes Wachstumskapitel brauchen.“
Wandel in der Energiebranche
Der Wandel in der Energiebranche, getrieben durch den Ausbau erneuerbarer Energien und regulatorische Gesetzesänderungen, stellt Energieversorger vor neue Herausforderungen: Stromverträge müssen neu gedacht und den Kunden flexible Lösungen angeboten werden.
Pordero entwickelte eine B2B-Software, die Energieversorgern helfen soll, die Kosten für flexible Verbrauchsgeräte zu senken – mit dem Ziel einer Win-Win-Situation für Anbieter und Verbraucher:innen zugleich. CEO Chris Bernkopf beschreibt das Prinzip im brutkasten-Talk so: „Wir verbinden uns mit Wärmepumpen, Elektro-Autos, Batterien, also allen großen Geräten im Haushalt und wir steuern diese dann nach dem Strommarkt.“ Dadurch könne Podero Prognosen und Handlungsempfehlungen liefern, die es Energieversorgern ermöglichen, „ihre gebündelte Leistung auf den Energiemärkten zu handeln.“
Anfang 2025 schloss das Startup eine überzeichnete Seed-Runde über 5,5 Millionen Euro ab (brutkasten berichtete). Mit dem Kapital plante Podero, das Team von 16 auf rund 30 Mitarbeiter:innen auszubauen und die Expansion in den europäischen Markt zu beschleunigen. Heute zählen unter anderem E.ON, Kelag und oekostrom zu den Kunden.
Garantie als Wettbewerbsargument
Mit dem Personalzuwachs geht auch eine Produktneuerung einher: Podero ermöglicht nun neben dem Day-Ahead-Markt auch die Optimierung und den Handel von Batteriespeichern auf dem Intraday-Markt. Das soll die erzielbaren Einsparungen laut Unternehmensangaben nochmals deutlich erhöhen. Erstmals will Podero diese Ersparnisse auch vertraglich absichern: Kund:innen sollen künftig über 200 Euro pro Jahr einsparen. „Damit ist Podero der erste Flexibilitätsanbieter in Europa, der Einsparungen nicht nur vorrechnet, sondern vertraglich garantiert“, sagt Strobl.





