12.08.2025
EXPANSION

Wiener E-Auto-Startup vibe moves you expandiert nach Deutschland

Zudem arbeitet das Unternehmen an einem digitalen Ökosystem für das Flottenmanagement. Das System dazu soll auf der IAA Mobility 2025 in München im September vorgestellt werden.
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Foto: vibe moves you

Der österreichische E-Auto-Aboanbieter vibe moves you expandiert noch in diesem Jahr nach Deutschland. Das 2019 in Wien gegründete Unternehmen bringt damit seine Abo-Modelle, das Gebrauchtwagenprogramm revibe und ein geplantes digitales Flottenmanagement auf den deutschen Markt. Die Expansion beginnt in Süddeutschland, weitere Regionen sollen schrittweise folgen.

3.500 Auto-Abos

Das Angebot von vibe richtet sich an Privat- und Geschäftskunden, die ohne langfristige Bindung auf Elektromobilität umsteigen wollen. Im monatlichen All-inclusive-Preis sind Fahrzeug, Versicherung, Wartung und weitere Services enthalten. Kunden können zwischen unterschiedlichen Modellen, Kilometerpaketen und Laufzeiten wählen. Mit revibe bietet das Unternehmen zudem gebrauchte, geprüfte E-Fahrzeuge zu günstigeren Konditionen an (brutkasten berichtete).

Mit seinen unterschiedlichen Angeboten hat vibe seit Gründung laut eigenen Angaben „mehr als 3.500 Auto-Abos in kleinen und großen Flotten platziert.

Digitales Flottenmanagement

Ein zentrales Element der Wachstumsstrategie ist der Aufbau eines digitalen Ökosystems für ganzheitliches Flottenmanagement. Dieses soll Fuhrparkmanagern künftig Echtzeit-Einblicke in Fahrzeugstatus, Fahrleistungen, Ladeprozesse und Abrechnungen ermöglichen. Weitere Details will das Unternehmen auf der IAA Mobility im September in München vorstellen.

„Unser Ziel ist es, der führende Anbieter für nachhaltige Mobilitätslösungen in Europa zu werden“, so Martin Rada, Managing Director von vibe moves you. „Die IAA bietet uns die perfekte Bühne, um deutschen E-Auto-Fahrern und Flottenbetreibern unsere Lösungen vorzustellen – und gemeinsam mit Partnern weitere Innovationen auf den Weg zu bringen.“

Für Aufmerksamkeit sorgte vibe bereits Anfang 2025, als das Unternehmen das Auto-Abo-Geschäft des oberösterreichischen Anbieters ocay übernahm und damit rund 1.000 zusätzliche Kunden gewann (brutkasten berichtete).


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Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Gernot Hofer CEO von der Invest AG | © Schütze Public Results, Ines Strohmayer

TTech zählt zu den wenigen europäischen Anbietern, die sicherheitskritische Steuerungs- und Vernetzungslösungen für hochsensible Einsatzbereiche entwickeln: von Raumfahrtelektronik über den autonomen Betrieb von Fahrzeugen und Maschinen bis zu industriellen Echtzeitsystemen und kritischer Infrastruktur. Mit dem Einstieg der Invest AG, hinter der als Leadinvestor die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich steht, bekommt das Unternehmen nun einen österreichischen Kapitalgeber an Bord. Zum Kaufpreis und zur Bewertung machen die Beteiligten in der Aussendung keine Angaben.

„Wir sehen es als unsere Verantwortung, dass Spitzentechnologie aus Österreich auch in österreichischer Hand bleibt. Mit TTTech investieren wir in ein Unternehmen, das beweist, dass heimisches Know-how international gefragt ist, und wir wollen sicherstellen, dass diese Kompetenz auch langfristig hier verankert bleibt“, sagt Gernot Hofer, CEO der Invest AG.

Souveränität als gemeinsames Ziel

Auch TTTech-CEO und Mitgründer Georg Kopetz stellt die Beteiligung in den Kontext der technologischen Souveränität Europas: „Innovative Technologie aus Österreich, die in marktfähigen Produkten weltweit zum Einsatz kommt, leistet einen wichtigen Beitrag zu Europas technologischer Souveränität sowie zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, gerade in einer Zeit, in der diese Frage politisch wie wirtschaftlich immer wichtiger wird.“ Mit der Invest AG habe man einen Partner, der dieses Ziel teile, das Geschäftsmodell verstehe und den weiteren Ausbau der globalen Marktposition unterstütze.

Gerald Aichhorn, Aufsichtsrat der Invest AG und Beteiligungsvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, nennt TTTech „ein Paradebeispiel dafür, welche technologische Substanz in Österreich vorhanden ist“. Gerade bei sicherheitskritischen Technologien zähle Kontinuität mehr als kurzfristiger Erfolg.

Von der Mondmission bis zum Energiemarkt

Zuletzt sorgte TTTech mit der NASA-Mondmission Artemis II für Schlagzeilen: Im April 2026 flog erstmals seit 53 Jahren wieder eine Crew um den Mond, mit Technologie von TTTech an Bord der Orion-Kapsel. Seit über 20 Jahren bringt das Unternehmen österreichische Technologie ins All. Mit der gemeinsam mit der NASA und internationalen Unternehmen erprobten Netzwerktechnologie TTEthernet hat TTTech einen internationalen Standard für hochzuverlässige Datennetzwerke geprägt, der heute unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und im Artemis-Programm zum Einsatz kommt.

Zu den zentralen Wachstumsfeldern zählt neben Luft- und Raumfahrt auch der Energiesektor: Mit TTTech Zyne, dem 2025 gemeinsam mit Verbund gegründeten Joint Venture, adressiert das Unternehmen den dezentralen Energiemarkt und dessen Herausforderungen durch volatile Preise und erneuerbare Energien. Im KI-Bereich konzentriert sich TTTech auf die sichere Einbindung in kritische autonome Systeme.

Für Aufsehen sorgte Anfang 2025 zudem der Verkauf der Tochter TTTech Auto an den niederländischen Chiphersteller NXP um 625 Millionen US-Dollar. brutkasten berichtete damals auch über die Hintergründe des Deals.

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