18.03.2026
CO2-MINERALISIERUNG

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

Das Wiener ClimateTech-Startup sequestra hat ein Investment in Höhe von drei Millionen Euro aufgenommen. 
/artikel/wiener-climatetech-startup-sequestra-sichert-sich-investment-von-3-mio-euro
sequestra
© sequestra - (v.l.) Roberto Lerche, Lukas Höber und Gero Schwarz von sequestra.

Sequestra entwickelt eine Technologie zur CO2-Mineralisierung, wobei CO2 durch die Reaktion mit industriellen Reststoffen in stabile Mineralien umgewandelt und für Anwendungen im Bausektor nutzbar gemacht wird. Die Lösung richtet sich insbesondere an Betreiber von Biomassekraftwerken, Müllverbrennungsanlagen, Stahlproduzenten sowie weitere Industrien mit biogenen oder fossilen CO2-Strömen. Gegründet wurde das Startup im Juli 2024 von Lukas Höber, Roberto Lerche und Gero Schwarz (brutkasten berichtete).

Bereits im Februar 2025 hatte sich sequestra ein Pre-Seed-Investment in Höhe von 1,1 Millionen Euro gesichert. Zu den Investoren zählten damals die Carbon Drawdown Initiative, die VSE Beteiligungs-GmbH sowie Climate Founders. Im November 2025 folgte eine Förderung durch die FFG in Höhe von 1,9 Millionen Euro (brutkasten berichtete).

Ausbau der Technologie

Den Lead in der aktuellen Seed-Finanzierungsrunde übernimmt erneut die VSE Beteiligungs-GmbH, hinter der die Dr. Rudolf Fries Familien-Privatstiftung steht. Gemeinsam mit bestehenden Fördermitteln von FFG und aws ergibt sich eine Gesamtfinanzierung von rund fünf Millionen Euro.

„Mit diesem frischen Kapital können wir in die nächste Phase der Technologieentwicklung von sequestra hineinstarten. Dabei nutzen wir unsere analytischen Assets, um die Skalierung unserer industriellen Prozesse auf eine Kapazität von einer Tonne pro Stunde optimal zu unterstützen und unsere containerisierten Mineralisierungssysteme in industriellen Projekten einzusetzen“, kommentiert Co-CEO Lerche.

Das Team von sequestra | (c) sequestra

Bis 2027 plant das Unternehmen außerdem die Entwicklung einer modularen Mineralisierungsanlage im Containerformat. Diese soll CO2-Emissionen und mineralische Nebenprodukte direkt vor Ort im Kilotonnen-Maßstab in stabile Karbonate umwandeln. Durch den kompakten Aufbau ist eine Integration in bestehende Industrieanlagen vorgesehen.

Labor zur Analyse von Mineralien

Aktuell arbeitet ein 15-köpfiges Team daran, das industrielle Potenzial der Mineralisierung weiter zu validieren. Durch die dauerhafte Bindung von CO2 in mineralischen Reststoffen sieht sich sequestra als Alternative zu klassischen CO2-Speicherlösungen.

Ein zentrales Element ist ein integriertes Labor zur schnellen und kostengünstigen Analyse mineralischer Materialien. Industriepartner können damit prüfen, ob ihre Reststoffströme als Ausgangsmaterial für CO2-Mineralisierungsprozesse geeignet sind. Nach Unternehmensangaben wurden bereits mehr als 250 Tests mit unterschiedlichen Materialien durchgeführt.

Datengetriebene Entwicklung

Parallel dazu baut das Startup ein datengetriebenes Modell auf, das Zusammenhänge zwischen Materialeigenschaften, CO2-Aufnahme und verschiedenen Prozessbedingungen abbildet. Ziel ist es, wirtschaftlich vielversprechende Kombinationen aus Einsatzmaterialien, Prozessen und Anwendungen zu identifizieren.

“Langfristig ermöglicht dieser datengetriebene Ansatz eine deutliche Verkürzung der Entwicklungszyklen vom ersten Materialscreening bis hin zur optimierten industriellen Anwendung, wesentlich schneller als bei herkömmlicher Prozessentwicklung”, heißt es in einer Presseaussendung.

Deine ungelesenen Artikel:
vor 23 Stunden

Gropyus: Mehrere Tochtergesellschaften von Wiener Scaleup insolvent

Man habe einen Liquiditätsengpass wegen Ausbleibens einer Investment-Auszahlung, heißt es von Gropyus in einer Aussendung. Die Wiener Muttergesellschaft sei nicht insolvent. Im März hatte das Scaleup eine 100-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde kommuniziert.
/artikel/gropyus-mehrere-tochtergesellschaften-von-wiener-scaleup-insolvent
vor 23 Stunden

Gropyus: Mehrere Tochtergesellschaften von Wiener Scaleup insolvent

Man habe einen Liquiditätsengpass wegen Ausbleibens einer Investment-Auszahlung, heißt es von Gropyus in einer Aussendung. Die Wiener Muttergesellschaft sei nicht insolvent. Im März hatte das Scaleup eine 100-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde kommuniziert.
/artikel/gropyus-mehrere-tochtergesellschaften-von-wiener-scaleup-insolvent
Gropyus, Berlin, Lichtenberg
© Gropyus

Es ist wohl eine der aufsehenerregendsten Insolvenzen in der heimischen Startup-Geschichte: Die auf automatisierten Hausbau spezialisierte Wiener Gropyus AG, die zuletzt im März dieses Jahres eine weitere in einer Reihe von Finanzierungen über je 100 Millionen Euro kommunizierte, vermeldet die Insolvenz mehrerer Tochtergesellschaften. Öffentliche Daten gibt es zu diesen Insolvenzen aktuell noch nicht – bislang ist nur bekannt, was Gropyus selbst per Aussendung kommuniziert.

Investorenzahlung laut Gropyus ausgeblieben

Demnach ist die Muttergesellschaft nicht insolvent. Auslöser für die Anträge bei den Tochtergesellschaften sei ein akuter Liquiditätsengpass. „Die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten und bereits fälligen Investorenfinanzierung ist nicht wie geplant erfolgt, eine Überbrückung durch bestehende Gesellschafter reichte nicht für alle Gesellschaften aus“, heißt es vom Unternehmen. Die Verfahren sollen nun „einen geordneten rechtlichen Rahmen“ schaffen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, Finanzierungslösungen umzusetzen und die Fortführung der betroffenen Gesellschaften zu ermöglichen. „Zugleich verschaffen sie die Zeit, die laufenden Gespräche mit bestehenden und neuen Kapitalgebern strukturiert zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Aussendung weiter.

CEO Erler: „Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen“

Gründer und seit dem Abgang von Markus Fuhrmann im August alleiniger CEO Philipp Erler kommentiert: „Die Anträge sind kein Rückzug, sondern ein aktiver Schritt, um diese Substanz zu sichern und Gropyus neu aufzustellen. Unser Fokus liegt auf der Fortführung laufender Projekte, der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und einer tragfähigen Finanzierung, mit der frisches Kapital gezielt in Produktion und Projekte fließt. Die weit fortgeschrittenen Investorengespräche wollen wir schnell abschließen – noch vor Eröffnung der Verfahren. Unser Ziel ist klar: Gropyus soll gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen.“

Vergesellschaftungsdebatte in Berlin als Unsicherheitsfaktor

Trotz der dezidierten Begründung der Insolvenz mit der ausbleibenden Investoren-Zahlung verweist Gropyus in der Aussendung auch auf ein „deutlich verschärftes“ Marktumfeld. „Hohe Bau- und Finanzierungskosten belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte, lange Planungs- und Genehmigungszyklen verzögern Projektstarts“, heißt es vom Unternehmen. Hinzu kämen politische und regulatorische Unsicherheiten, „insbesondere die aktuellen Debatten um die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin, einem wichtigen Markt für Gropyus“.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener ClimateTech-Startup sequestra sichert sich Investment von 3 Mio. Euro