09.07.2025
HEALTH

Wiener Biotech kooperiert mit deutschem Startup: Neue Ansätze gegen Herzschwäche

Das Wiener Biotech HeartBeat.bio arbeitet künftig mit dem Berliner KI-Unternehmen biotx.ai zusammen, um neue Angriffspunkte für Medikamente gegen Herzinsuffizienz zu identifizieren. Ziel ist es, mit einer Kombination aus KI-gestützter Genanalyse und Herzmodellen schneller wirksamere Therapien für Betroffene zu entwickeln.
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Michael Krebs, CEO von HeartBeat.bio. | Foto: HeartBeat.bio.

Das Wiener Biotech-Unternehmen HeartBeat.bio, das sich 2023 ein 4,5 Mio-Investment für seine KI-Plattform gegen Herzerkrankungen geholt hat, geht mit dem Berliner KI-Startup biotx.ai eine Kooperation ein, um neue Therapieansätze für Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln.

HeartBeat.bio: Herz-Organoiden

Das deutsche Unternehmen nutzt Künstliche Intelligenz, um im Erbgut bisher unbekannte Ursachen für Herzschwäche zu finden. Es analysiert dabei große genetische Datensätze und sucht nach Genen, die direkt mit Herzschwäche zusammenhängen. HeartBeat.bio indes testet diese „neuen Angriffspunkte“ (sogenannte Zielstrukturen) in „Mini-Herz-Modellen“ (Herz-Organoiden) ,die die menschliche Physiologie des Herzens nachempfinden, im Labor.

„Wir wollen komplexe Daten in konkrete Therapieansätze übersetzen“, sagt Marco Schmidt, CEO von biotx.ai. „Mit HeartBeat.bio bringen wir unsere Forschung direkt in ein menschliches Modell und können so schneller neue Medikamente entwickeln.“

In Österreich 300.000 Leute betroffen

Weltweit leiden schätzungsweise 64,3 Millionen Menschen an Herzinsuffizienz (Herzschwäche), wobei die Zahl je nach Quelle stark variiert. In Österreich wird die Anzahl der Betroffenen auf rund 300.000 geschätzt. Trotz neuer Therapien fehlen vielen Patient:innen weiterhin wirksame Behandlungsoptionen. Durch die Kombination aus KI-gestützter Genanalyse und Tests an menschlichen Herzmodellen wollen die beiden Unternehmen neue, präzisere Medikamente entwickeln.

HeartBeat.bio: Milestone-Zahlungen für Partner

Dabei erhält HeartBeat.bio aus Wien das alleinige Recht, aus den gefundenen Zielstrukturen neue Medikamente zu entwickeln oder gemeinsam mit Partnern daran zu arbeiten. Biotx.ai erhält dafür „Milestone Payments“ und Anteile an möglichen Umsätzen.

„Unser Ziel ist es, die Behandlung von Herzschwäche komplett neu zu denken“, sagt Michael Krebs, CEO von HeartBeat.bio. „Durch die Zusammenarbeit mit biotx.ai können wir neue genetische Ansätze viel schneller prüfen.“

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Linzer Startup CycloTech präsentiert Flugantrieb auf den Champs-Élysées in Paris

Das Linzer Startup CycloTech zählte bei der VivaTech in Paris zu den auffälligeren Deep-Tech-Playern. Im Zentrum steht eine Antriebstechnologie, die Fluggeräte radikal wendiger machen soll. Sogar auf den Champs-Élysées durfte das Team seine CycloRotor-Technologie zeigen.
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Antrieb auf Frankreichs berühmtester Prachtstraße: CycloTech zeigte die CycloRotor-Technologie beim VivaTech-Showcase auf den Champs-Élysées. | (c) CycloTech

Die Champs-Élysées sind die wohl bekannteste Straße Frankreichs. Über die Pariser Prachtstraße ziehen sonst große Militärparaden, traditionell endet hier die Tour de France, und an kaum einem anderen Ort inszeniert sich das Land so selbstbewusst. Heuer aber gehörte die Avenue der Zukunft: Sie wurde zu einem der Schauplätze der VivaTech, Europas größter Messe für Startups und Innovation. Das 2016 gegründete Event bringt jährlich in Paris Gründer:innen, Investor:innen und Tech-Konzerne zusammen. Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum verlegte die Messe ihre Feierlichkeiten erstmals nach draußen: Am 14. Juni verwandelte sie die Prachtstraße in eine frei zugängliche Open-Air-Techbühne, nach eigenen Angaben die größte ihrer Art in Europa.

Große Bühne für CycloTech

Mittendrin: ein österreichisches Startup. CycloTech aus Linz präsentierte seine CycloRotor-Technologie in der Innovation Gallery der Messe und durfte sie zusätzlich beim Champs-Élysées-Showcase zeigen. Bemerkenswert dabei: Wie das Unternehmen erklärt, gingen die VivaTech-Organisator:innen aktiv auf das Linzer Startup zu und holten dessen Antriebstechnologie damit gezielt auf die Pariser Jubiläumsbühne. Auch die Nachrichtenagentur AFP nahm den Auftritt in ihre Auswahl der bemerkenswertesten VivaTech-Innovationen auf.

CycloTech präsentierte seine CycloRotor-Technologie beim Jubiläums-Showcase der VivaTech auf den Champs-Élysées in Paris. | Foto: CycloTech

Ein Schiffsantrieb für die Luft

Herzstück von CycloTech ist der sogenannte CycloRotor, ein Antrieb in Form eines offenen Zylinders, dessen Mantel aus mehreren flügelförmigen, verstellbaren Blättern besteht. Das Prinzip geht auf den Voith-Schneider-Antrieb zurück, der ursprünglich Schiffe steuerte. Die verstellbaren Blätter erlauben eine direkte Variation der Schubkraft in Größe und Richtung auf einer vollen Kreisbahn, also eine 360-Grad-Schubvektorsteuerung. Damit unterscheidet sich das System grundlegend von herkömmlichen Luftfahrtantrieben wie Düsen, Propellern oder Rotoren, die Schub nur in eine Richtung erzeugen. Das Ergebnis: Fluggeräte, die senkrecht starten und landen, in der Luft stehen bleiben, abbremsen oder rückwärts fliegen können.

Hingucker am Messestand: CycloTech präsentierte seinen Flugantrieb in der Innovation Gallery der VivaTech in Paris. | Foto CycloTech

Vom Investment zum Erstflug

So jung die Vision wirkt, so lang ist die Vorgeschichte. Von 2016 bis 2023 entwickelte CycloTech sechs Generationen des CycloRotors, die aktuelle Version befindet sich seit 2021 im Testflugbetrieb. Anfang 2024 sicherte sich das Startup ein Investment von 20 Millionen Euro von den Investoren Breeze Invest und Konos Holding. Damit sollte der CycloRotor zum ersten Prototypen in Marktgröße weiterentwickelt und für die EASA-Zertifizierung vorbereitet werden, mit dem langfristigen Ziel eines marktfähigen Produkts bis 2030. Schon damals verwies der damalige CEO Hans-Georg Kinsky auf vielfältige Anwendungsfelder, von der Logistik über die Bauindustrie (Stichwort fliegender Kran) bis hin zu Hochpräzisionsdrohnen für die Verteidigungsindustrie.

Im November 2024 stellte CycloTech mit dem BlackBird ein Fluggerät mit sechs CycloRotoren vor. Kurz darauf übernahm der ehemalige Rolls-Royce-Direktor Marcus Bauer mit 1. Dezember 2024 die CEO-Position von Kinsky, der dem Unternehmen als Beiratsmitglied erhalten blieb. Anfang 2025 expandierte CycloTech nach Bayern, während der Hauptsitz in Linz als Entwicklungs- und Flugtestzentrum bestehen bleibt. Im April 2025 schließlich gelang der erste Testflug mit dem BlackBird. „BlackBird ist eine fliegende Testplattform für unsere Antriebstechnologie“, sagte CTO Tahsin Kart.

In Paris ging es nun um den nächsten Schritt: CycloTech nutzte die VivaTech, um sich mit potenziellen Partnern zu vernetzen, die den Antrieb künftig in eigene Fluggeräte integrieren könnten.

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