11.09.2020

Wien verschärft Corona-Maßnahmen – Maskenpflicht für den gesamten Handel & Gastronomie

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker informierte am Freitagvormittag die Öffentlichkeit über fünf verschärfte Corona-Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Bundeshauptstadt einzudämmen. Für die gesetzliche Umsetzung braucht Wien allerdings die Bundesregierung.
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Stadt Wien
Bürgermeister Michael Ludwig |(c) Stadt Wien

In den letzten Wochen und Tagen ist es in der Bundeshauptstadt zu einem verstärkten Anstieg der Corona-Fallzahlen gekommen. Alleine am Donnerstag gab es in Wien 387 neu bestätigte Fälle. Um die weitere Ausbreitung nun einzudämmen, hat der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen angekündigt.

Die fünf Corona-Maßnahmen der Stadt Wien

Der Maßnahmenkatalog umfasst fünf Punkte und wurde in Abstimmung mit dem medizinischen Krisenstab der Stadt Wien erstellt.

Für die gesetzliche Umsetzung der Maßnahmen braucht die Stadt Wien allerdings die Bundesregierung, da gewisse Bereiche per Bundesgesetz geregelt sind.

Laut Hacker handelt es sich um eine Expertenempfehlung an die politische Ebene und verwies dabei auch auf die Bundesregierung. Sofern die Maßnahmen unterlaufen werden, werde die Stadt Wien „innovativ und kreativ sein ohne dabei den Boden der Rechtsstaatlichkeit zu verlassen“, so Hacker.

1. Krankenanstalten und Pflegeheime

Die routinemäßigen Tests vor der Aufnahme in eine Krankenanstalt oder ein Pflegeheim sollen fortgesetzt werden.

2. Handel

Zudem soll es eine Ausweitung der Maskenpflicht für den gesamten Handel in der Bundeshauptstadt geben.

3. Gastronomie

Die Maskenpflicht soll auch in der Gastronomie ausgeweitet werden. Dies umfasst auch die Pflicht die Maske bis zum Tisch zu tragen. Bars sind davon auch betroffen.

4. Arbeitswelt

Weiters soll es neue „Spielregeln“ für Sozialräume am Arbeitsplatz geben. Details wurden in der Pressekonferenz allerdings nicht genannt.

5. Veranstaltungen

Zudem soll es auch neue Regeln für „geschlossene Veranstaltungen“ in der Gastronomie geben, auch hier sind noch keine nähere Details bekannt.


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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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AI Summaries

Wien verschärft Corona-Maßnahmen – Maskenpflicht für den gesamten Handel & Gastronomie

  • Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker informierte am Freitagvormittag die Öffentlichkeit über fünf verschärfte Corona-Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus in der Bundeshauptstadt einzudämmen.
  • Alleine am Donnerstag gab es in Wien 387 neu bestätigte Fälle.
  • Der Maßnahmenkatalog umfasst fünf Punkte und wurde in Abstimmung mit dem medizinischen Krisenstab der Stadt Wien erstellt.
  • Für die gesetzliche Umsetzung der Maßnahmen braucht die Stadt Wien allerdings die Bundesregierung, da gewisse Bereiche per Bundesgesetz geregelt sind.
  • Laut Hacker handelt es sich um eine Expertenempfehlung an die politische Ebene und verwies dabei auch auf die Bundesregierung.
  • Die routinemäßigen Tests vor der Aufnahme in eine Krankenanstalt oder ein Pflegeheim sollen fortgesetzt werden.

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