28.07.2022

Wien bietet Beratungsservice für erneuerbare Energien

Die Urban Innovation Vienna verkündet die strategische Positionierung als Klima- und Innovationsagentur der Stadt Wien.
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Urban Innovation Vienna positioniert sich als Wiener Klima- und Innovationsagentur © mdworschak
Urban Innovation Vienna positioniert sich als Wiener Klima- und Innovationsagentur © mdworschak

Die Urban Innovation Vienna GmbH (UIV) positioniert sich nach bereits jahrelanger Entwicklung explizit als Klima- und Innovationsagentur der Stadt Wien. Die offizielle Erweiterung des Markenkerns erfolgt nach einem stetigen Ausbau des Expert:innenteams, die unter anderem Expertisen in den Bereichen Gesundheit, Digitalisierung und Quartiersentwicklung bieten.

Leitthemen Klima und Innovation

Die Arbeit des Tochterkonzerns der Wien Holding GmbH dreht sich um verschiedenste Aspekte der Stadttransformation. Dabei beziehe man sich nicht nur auf die Stadt Wien im Speziellen, sondern auf Städte bzw. Metropolen im Allgemeinen. Diese sollen auf die zukünftigen Herausforderungen des urbanen Raums vorbereitet werden, indem Strategien und Lösungswege erarbeitet werden. Alle Themen, die innerhalb der Agentur erarbeitet werden, sollen von nun an unter den Leitpunkten “Klima” und “Innovation” stehen.

Geschäftsführer der Wien Holding, Oliver Stribl, zeigt sich über den Schritt begeistert und erklärt hierzu: “UIV Urban Innovation Vienna GmbH hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Es ist erfolgreich gelungen, die wichtigsten Themenfelder der Stadtentwicklung und -transformation zu besetzen und ein kompetentes, interdisziplinäres Team aus Expert:innen aufzubauen”.

Energie-Beratungsstelle in Wien

Zusätzlich dazu soll speziell für die Stadt Wien ein neuer Service starten. Hierbei werde das sogenannte “Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien” eingerichtet, welches als Beratungsstelle für Wiener Bürger:innen und Unternehmen fungiert. Mit diesem Service solle die Möglichkeit gegeben werden, sich kostenlos und anbieterneutral über die Nutzung erneuerbarer Energien zu informieren.

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Venture Sentiment Index: Gute Zahlen, verhaltene Stimmung

Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.

Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.

(c) Venionaire Capital

Knapp negativer Indexwert – abermals pessimistischer Ausblick

Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.

(c) Venionaire Capital

Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.

DeepTech im Vorteil

Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.

Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.

Größte Runden und stärkste Länder

Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).

(c) Venionaire Capital

Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“

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