21.07.2021

Wie Shazam: Wiener Startup Hilfy mit automatischer Problemerkennung für Haushaltsreparaturen

Hört man ein Lied, das einem gefällt, so kann man seit mehreren Jahren bereits zu Shazam greifen und herausfinden, um welchen Song es sich handelt. Hilfy, ein Wiener Startup, möchte das Konzept nun auf Haushaltsreparaturen umlegen.
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Hilfy, Haushaltsreparatur, Reparatur, Haushalt, Geschirrspüler kaputt, Waschmaschine kaputt, TV-Kaputt, Steckdose anschließen
(c) Hilfy - Das Hilfy-Team mit täglicher Gesundheitsprüfung.

Orientiert am Beispiel der App Shazam, entwickelte das Wiener Startup Hilfy eine App mit automatischer Problemerkennung für diverse Haushaltsreparaturen aus den Bereichen Elektro-, Gas-, Wasser- und Heizungstechnik. In der App, welche momentan im App-, sowie Playstore zur Verfügung steht, soll innerhalb von Sekunden mittels einem Smartphone erkannt werden, um welches Problem es sich handelt, welche Art von Experten man benötigt, wie lange die Reparatur dauern wird und welche Kosten auf den Nutzer zukommen.

„Wir wollen Kunden die Möglichkeit geben, innerhalb eines Knopfdrucks genau zu wissen, was das Problem ist, wie lange die Reparatur dauert und wieviel sie kosten wird. Von einem kaputten Wasserhahn bis hin zu Rohrbrüchen, erkennt unser System alles“, sagt Alexander Jaitner, Director Business Development der Hilfy GmbH.

Hilfy arbeitet mit der Cloud

Dabei springt das Unternehmen auf den Trend auf, dass sich Kunden vermehrt fortschrittliche Lösungen wünschen, welche Ihnen dabei helfen ihr Leben zu erleichtern. „Am besten noch jene, welche keine verbale Kommunikation benötigen und nur durch Ihr Smartphone gelöst werden können“, so das Hilfy-Team.

Der USP bestehe konkret aus der automatischen Problemerkennung mittels Cloud-Services, wodurch der Bestellvorgang für Kunden, sowie die Notwendigkeit für etliche Vorgespräche, in denen man Haushaltsprobleme beschreiben muss, entfalle. Über die Maske können Bilder des Problems hochgeladen werden. Zudem ist es für User möglich, direkt in der App Termine zu verwalten, ohne Anrufe zu tätigen. Jene werden dabei automatisch zugewiesen; wenn diese nicht passen, besteht die Möglichkeit diese anzugleichen.

Anm.: In Sachen Corona-Schutz tragen die Mitarbeiter des Startups während des gesamten Besuchs bei Kunden einen Mund-Nasen-Schutz. Und unterziehen sich einer täglichen Gesundheitsprüfung.

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Mit Ignite Ventures ist die WU eine von fünf Hochschulen, die im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative eigene Beteiligungsstrukturen aufgebaut haben. | (c) BOAnet_LC

Österreichs Hochschulen sollen als Quelle neuer Unternehmen an Schlagkraft gewinnen. Im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative unterstützt das Austria Wirtschaftsservice (aws) dafür ausgewählte Hochschulen mit einer Anschubförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau professioneller Ausgründungs- und Beteiligungsstrukturen, die internationalen Standards entsprechen.

Finanziert wird die Förderung aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Fonds Zukunft Österreich), die Projektlaufzeit beträgt rund drei Jahre. Ziel ist es, akademische Spin-offs frühzeitig auf Gründungs- und Skalierungstauglichkeit vorzubereiten und damit jene strukturelle Lücke zu schließen, die Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren aufweist.

Was die einzelnen Häuser vorweisen

Die BOKU University begleitet mit der hundertprozentigen Tochter Connective Base GmbH Spin-offs und Startups aus dem universitären Umfeld vom ersten Prototyp bis zum Exit. Im ersten Jahr wurden gemeinsam mit internationalen Expert:innen die rechtlichen und strukturellen Grundlagen für einen professionellen und raschen Ausgründungs- und Investmentprozess geschaffen. Erste Beteiligungen und Spin-offs befinden sich laut Aussendung bereits in Umsetzung.

An der JKU wurde im September 2025 die JKU Technology Transfer GmbH (TTG) gegründet. Als Teil des House of Research and Innovation (HoRI) entwickelt sie Schutzrechts- und Verwertungsstrategien, initiiert Kooperationen mit Unternehmen und begleitet Forschende auf dem Weg zum Spin-off.

Das 2024 gegründete MedLifeLab der Medizinischen Universität Innsbruck begleitet Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in den Bereichen Life Sciences, MedTech und BioTech von der Idee bis zur marktreifen Lösung, von Technologietransfer und IP-Management bis zu Unternehmensgründung und Finanzierung. Über Bildungsangebote und Community Building soll ein Ökosystem entstehen, das Tirol regional und international vernetzt.

Die TU Wien hat mit NOCTUA Science Ventures gemeinsam mit Speedinvest einen eigenen Spin-off-VC-Fonds aufgebaut. Er soll mehr als 40 österreichische Spin-offs finanzieren und bis Ende 2026 ein Zielvolumen von bis zu 25 Mio. Euro erreichen. Bis dato wurden über 200 österreichische Spin-offs gesichtet und evaluiert. Über die technischen Hochschulen der TU Austria als Gesellschafter und Partner soll eine tiefe Verankerung in den Universitäten sichergestellt werden.

WU Ignite Ventures setzt bereits am sogenannten „Ignite Moment“ an. Gründer:innen erhalten bis zu 50.000 Euro Pre-Seed-Kapital in zwei Tranchen über ein gründerfreundliches SAFE-Instrument, dazu Zugang zum WU-Netzwerk und eine Alumni-Co-Investment-Plattform. Drei Investments wurden bereits getätigt, zudem startete gemeinsam mit VC-Partnern ein VC Analyst Program für WU-Studierende.

Tipp der Redaktion

brutkasten hat sich dem Thema akademische Ausgründungen im vergangenen Jahr in der Serie From Science to Business gewidmet und dabei beleuchtet, wie aus Forschung heraus Unternehmen entstehen und welche Strukturen es dafür braucht.

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