09.10.2017

Concierge im Chatbot-Format: „James“ soll Hotelerfahrung verbessern

Ein neuer Chatbot soll die Hotellerie unterstützen. Als digitaler Butler ist "James" mehr als ein bloßer Buchungsassistent- vielmehr soll er die gesamte Hotelerfahrung für seine Kunden aufwerten.
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Ein neuer Chatbot soll Kunden von der Buchung bis ins Hotel begleiten.

Die Hotellerie kämpft um ihre Kunden. Einerseits gibt es seit einigen Jahren einen Boom um private Anbieter auf Webseiten wie Airbnb, andererseits machen es mächtige Buchungsportale wie booking.com den Hotels oft schwer. Es geht oft weniger darum, das beste Zimmer oder den besten Service anzubieten, sondern um Bewertungen, Preisdumping und um Rankings auf den Buchungsseiten.

James ist digitaler Concierge

Ein neuer Chatbot soll der Hotelbranche nun zu mehr „Persönlichkeit“ verhelfen und die Hotelerfahrung verbessern. Immerhin: Zufriedene Gäste kommen gerne wieder. Der digitale Rezeptionist begleitet seinen Gast ab der Buchung bis zum Ende des Aufenthaltes. Der Chatbot lernt automatisch dazu und nimmt laufend neue Fragen von Hotelgästen ins Repertoire auf.

Mit „James„, wie der Chatbot getauft wurde, soll somit auch das Service-Personal des Hotels entlastet werden. Der Chatbot beantwortet gängige Fragen zu Spa-Öffnungszeiten oder wie lange man Frühstücken kann. In einer Pro-Version können Gäste auch direkt im Chatbot Zusatz-Leistungen buchen.

Chatbot als Service-Hilfe

Der Chatbot funktioniert sowohl im Facebook-Messenger als auch auf Whatsapp. Der Gast muss also keine zusätzliche App auf dem Smartphone installieren. Hotels können „James“ in zwei Versionen buchen. Die „Pro“-Version bietet den Hotelgästen mehr Funktionen. Wie groß der Preisunterschied zwischen den beiden Bots ist, ist nicht bekannt.

In ersten Pilot-Hotels scheint „James“ gut anzukommen: „Mithilfe von James können wir mit unseren Gästen bereits vor Anreise im Hotel eine Kommunikation aufbauen und diese vor Ort durch den persönlichen Kontakt intensivieren“, meint etwa Michael Lutz von Ameron Hotel Collection, der als Testimonial von James auf der Website aufgelistet wird.

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(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Aufbrechen“ hat zwei Bedeutungen: sich auf den Weg machen und etwas aufbrechen, das verkrustet ist. Diese Ausgabe braucht beide Varianten. Denn die Frage, wie Österreich bei industrieller KI, punkto Kapital und hinsichtlich europäischer Regeln vorankommt, lässt sich nicht mit Abwarten beantworten. Wir haben mit Menschen gesprochen, die das verstanden haben, und uns Regionen angesehen, in denen die Umsetzung längst passiert.

Christoph Knogler steht an der Spitze von Keba, dem Linzer Technologieunternehmen für industrielle Automatisierung, und sitzt der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung vor. In unserer Coverstory (Seite 22) erklärt er, warum industrielle KI Europas eigentliche Chance ist und wo Österreich aufholen muss. Dass Oberösterreich mehr ist als Industrie, zeigt unser Standort-Check ab Seite 30: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

Speedinvest-Chef Oliver Holle wiederum erklärt im Interview (Seite 8), warum sich der größte heimische Frühphasen-Investor gerade umbaut. Und wer glaubt, ein Millionen-Exit sei automatisch ein Erfolg, sollte unseren Deep Dive zur Liquidation Preference lesen (Seite 14): Eine unscheinbare Klausel entscheidet mitunter darüber, ob für Gründer:innen am Ende überhaupt etwas übrig bleibt.

Aufbrechen muss auch Europa: Wie weit die Rechtsform „EU Inc.“ inzwischen ist, analysieren wir ab Seite 46. Antonella Mei-Pochtler und Franz-Stefan Gady diskutieren im Doppelinterview (Seite 50), wie Kapital und Sicherheit über Europas Handlungsfähigkeit entscheiden. Und Estland führt vor, was ein kleines Land erreichen kann, wenn es Digitalisierung konsequent denkt (Seite 54).

Was Unternehmen heute tatsächlich mit KI anfangen, haben wir in der zweiten Staffel unserer Serie „No Hype KI“ mit Expert:innen diskutiert; das Wichtigste daraus ist ab Seite 40 zu lesen. Frank Möbius, fast 30 Jahre bei BMW, erklärt, warum der Transfer neuer Technologien ins Unternehmen das Schwierigste ist (Seite 66).

Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Toto Wolff im Interview (Seite 78), warum bei der Fehlersuche niemand die Hand hebt, der Angst hat, gefeuert zu werden, und wie er bei Mercedes deshalb auf eine No-Blame-Kultur setzt. Wir zeigen weiters, wie Reverse Mentoring Hierarchien auf den Kopf stellt (Seite 72), und fragen die Fotografin Antje Wolm, warum Führungskräfte heute lernen müssen, sichtbar zu sein (Seite 82).

Zum Abschluss ein Hinweis in eigener Sache: Diese Ausgabe liegt beim European Forum Alpbach auf, wo brutkasten auch heuer wieder vor Ort ist. Wenn du dort bist: Sprich uns an, wir freuen uns auf den Austausch!

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