08.08.2025
AUF WACHSTUMSKURS

Wie &amp aus Wien Europas Software-Szene aufmischen möchte

Erst 2021 gegründet, zählt &amp zu den am schnellsten wachsenden Softwarehäusern Österreichs und beschäftigt heute rund 50 Mitarbeiter:innen. Das Unternehmen betreut dabei staatliche Projekte, aber auch junge Startups. Wir haben mit Co-Founder und Managing Partner Philipp Moser über seine ersten Schritte in der Startup-Szene und das Wachstum von &amp gesprochen.
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Marlon Alagoda, Andreas Wittmann und Philipp Moser (v.l.) | (c) Zsolt Marton

Erst im Sommer dieses Jahres hat die Wiener Software- und Beratungsfirma &amp ihr erstes Auslandsbüro in der polnischen Hauptstadt eröffnet. Für Co-Founder Philipp Moser ist der Schritt logisch: “Warschau ist ein idealer Standort für Tech-Innovation und Talent.“ Mit inzwischen über fünfzig Mitarbeitenden und Projekten in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien zieht das noch junge Wiener Unternehmen damit die geografischen Kreise enger um sein erklärtes Ziel: „auf europäischer Ebene im Software-Markt mitmischen“.

Vom Hörsaal zur Gründung

Moser, Absolvent der TU Wien und Teaching Assistant am Institut für Informatik, hatte vor &amp bereits zwei Anläufe in der Startup-Welt. Der erste – eine regionale Lebensmittelplattform „wie markta, bevor es markta gab“ – kam nie über die Idee hinaus. Das zweite Projekt Varose sollte mit RFID-Technologie den Einzelhandel digitalisieren. Trotz „sehr guter Gespräche“ mit strategischen Partnern scheiterte das Vorhaben, als der Markt plötzlich nach AI- und Computer-Vision-Lösungen verlangte. Nach dieser Bauchlandung schwor sich Moser, „nie wieder“ zu gründen – bis Studienkollege Marlon Alagoda ihn kontaktierte.

&amp-Co-Founder Philipp Moser (rechts) | (c) Zsolt Marton

Accilium als Investor und Partner

Alagoda, selbst jahrelang in der Beratung tätig, brachte Andreas Wittmann ins Spiel, einen erfahrenen Freelancer. Anfangs plante das Trio einen losen Entwickler-Verbund, merkte aber schnell, „dass eine Gruppe an Freelancern keiner will“. Stattdessen arbeiteten sie Woche für Woche an Pitch-Deck und Business-Canvas, gingen „wie ein Startup“ vor und setzten im Dezember 2020 den Notartermin: Die &amp GmbH war geboren.

Parallel suchte die Wiener Strategieberatung Accilium nach einem Partner, der Konzepte nicht nur schreibt, sondern auch umsetzt. Der Match war perfekt: Accilium stellte Büros, Seed-Kapital und Gründungserfahrung und erhielt dafür 25 Prozent der Anteile. Moser sieht die Berater weniger als Geldgeber, mehr als „Co-Founder, die uns weiterbringen wollen“.

Kunden: Vom Startup bis zum Staat

&amp deckt laut Moser den kompletten Entwicklungszyklus ab: UI/UX-Konzept, MVP, Cloud-Architektur, Betrieb. Ein öffentlich sichtbarer Meilenstein ist die Digitalisierung der Schulstartaktion des österreichischen Sozialministeriums. Statt stundenlang für Papiergutscheine anzustehen, erhalten einkommensschwache Familien jetzt eine App mit virtueller Kreditkarte, die in ausgewählten Geschäften funktioniert. Die Abwicklung für das Ministerium wurde damit „wesentlich einfacher“.

Parallel arbeitet &amp mit jungen Tech-Firmen. Für das LegalTech Notarity baute das Team das erste MVP und unterstützt seither bei Architektur und Weiterentwicklung. Ähnliche Kooperationen gibt es mit Sproof oder Froots

Sprungbrett Warschau

Die neue polnische Niederlassung soll binnen eines Jahres ein Dutzend Fachkräfte zählen, finanziert komplett aus dem Cashflow. Warschau biete „einen ernstzunehmenden IT-Hub“ und ziehe Talente aus aller Welt an.

Kurzfristig peilt &amp an, „in drei Jahren deutlich über 100 Köpfe“ zu beschäftigen, einen großen Teil davon in Polen. Parallel will das Team erste EU-weit ausgeschriebene Digitalvorhaben gewinnen. Investoren sind dafür vorerst nicht geplant; das Wachstum bleibt bootstrapped.

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Eustella-CEO Matteo Rosoli | (c) AI Factory Austria AI:AT/Arman Rastegar
Eustella-CEO Matteo Rosoli | (c) AI Factory Austria AI:AT/Arman Rastegar

Prominente Investoren wie Hansi Hansmann, Hermann Futter und die 3VC-Gründer Peter Lasinger und Roman Scharf im Publikum, Bitpanda Co-Founder Christian Trummer und Emmi-Co-Founder Johannes Brandstetter – mittlerweile Vice President AI for Science bei Mistral AI – auf der Bühne: Das Launch-Event des Wiener Startups Eustella in der AI Factory Austria AI:AT zog diese und noch weitere Größen der heimischen Innovationsszene an. Der Plan des Unternehmens geht aber weit über die Landesgrenzen hinaus: Man will KI-Nutzer:innen in ganz Europa überzeugen.

„Es gibt mehr als 130 Millionen aktive AI-User in Europa, aber kaum europäische Alternativen, vor allem nicht für Konsumentinnen und Konsumenten und vor allem nicht im Agent-Bereich“, sagt CEO Matteo Rosoli beim Launch-Event. Der KI-Experte – übrigens ein Absolvent des High-Potential-Programms der Wiener HTL Spengergasse – hat das Unternehmen gemeinsam mit Alexander Maitz, Jakob Steinschaden und Bastian Kellhofer gegründet. Das Konzept: Ein Agentic-AI-Angebot, das mit den US-Riesen mithalten kann, aber zu 100 Prozent in Europa gehosted ist – etwa bei Ionos in Berlin oder Scaleway in Paris.

Fable-5-Sperre „Spitze des Eisbergs“

„Die Sperre von Anthropics Fable 5 war nur die Spitze des Eisbergs der Souveränitäts-Thematik in Europa“, meint Rosoli. Souveränität sei zu einer Frage der Business Continuity und damit zu einer Frage des Überlebens für europäische Unternehmen geworden. Unter anderem wegen der Regulatorik, die, wie der CEO betont, „auch einen guten Zweck“ habe, würden europäische Lösungen vielfach hinter amerikanischen und asiatischen hinterherhinken. Das wolle man ändern: „Wir wollen nicht die europäische Software sein, die nicht so gut funktioniert und nicht so viel Mehrwert bringt. Wir wollen wirklich eine europäische Alternative sein.“

Orchestrierung entscheidend

Dabei baut Eustella kein eigenes KI-Modell, wie es etwa Mistral in Frankreich macht. Das Wiener Startup setzt auf verschiedene Open-Source-Modelle – nicht nur von Mistral, sondern auch von US-Anbietern wie Google und OpenAI. „Entscheidend ist die Orchestrierungsebene“, erklärt Rosoli. Diese „Agent Orchestration“ treffe eine smarte Auswahl, welche Modelle für welchen Zweck optimal passen und halte damit auch den Token-Verbrauch gering. Kombiniert wird das mit einem Mobile-First-Ansatz auf Nutzer:innen-Seite – Stichwort: „Agent in a pocket“.

Kompetitive Preise

Preislich will Eustella nicht nur mithalten, sondern gibt sich kompetitiv: Neben einer stark eingeschränkten Free-Version gibt es Angebote um sechs, 18 bzw. 90 Euro monatlich. „Jeder Anbieter kann kompetitive Preise anbieten. Wir machen das ganz bewusst aus Europa heraus. Der Preis rechnet sich aber auch für uns“, sagt der Gründer. Mit dem 18-Euro-Modell könne man etwa schon „richtig schön ein, zwei große Agents laufen lassen.“

„Beschäftigen uns 50 Prozent unserer Zeit mit AI-Safeguards und Themen wie Prompt Injections“

Das zweite große Verkaufsargument ist Sicherheit: „Die Daten sind bei Eustella sicher. Anders als bei den amerikanischen und asiatischen Anbietern braucht man sich keine Sorgen machen, dass etwas an Werbeanbieter verkauft wird“, sagt der Gründer. Für Sicherheit wolle man aber natürlich auch auf technischer Ebene sorgen. „Wir beschäftigen uns 50 Prozent unserer Zeit mit AI-Safeguards und Themen wie Prompt Injections. Deswegen releasen wir unsere Funktionen auch Schritt für Schritt, um gar keine Angriffsflächen zu ermöglichen“, so Rosoli.

Partnerschaften mit Bitpanda und Geizhals

Abgerundet werden soll das Angebot durch sogenannte Daten-Partnerschaften. Solche gibt es bislang mit dem Wiener Krypto-Unicorn Bitpanda, das über eine Schnittstelle aktuelle und zuverlässige Daten zum Krypto-Markt liefern soll, und mit dem Wiener Portal Geizhals, das valide Preisvergleichsdaten einspeist. Bitpanda-Co-Founder und Chief Scientist Christian Trummer sieht in der Partnerschaft aber noch mehr Potenzial: „Wir erwarten uns sehr viel von Eustella. Agentic Finance ist bei uns ein Riesen-Thema und in der Finanzbranche sind immer Vertrauen und Zuverlässigkeit wichtig.“ In Zukunft wolle man „die Finanzplattform für Agents“ sein. „Eustella ist hier der perfekte Partner für uns“, so der Bitpanda-Gründer.

Bitpanda-Co-Founder Christian Trummer (l.) neben Phillip Maasberg von Ionos | (c) AI Factory Austria AI:AT/Arman Rastegar

„Schauen einmal, dass die Server den Zuwachs an Usern überleben“

Bis dahin liegen aber noch einige Schritte vor dem Wiener Startup. „In den nächsten paar Tagen schauen wir einmal, dass die Server den Zuwachs an Usern überleben“, sagt Rosoli. „Dann werden wir Stück für Stück die Agent-Funktionalitäten aufbauen – dabei gibt es verschiedene Sicherheitsstufen.“ Schon bald soll Eustella etwa voll autonom kleine Essensbestellungen abwickeln können. Für davor gibt aber Co-Founder Jakob Steinschaden das erste konkrete Ziel aus: „Es wäre super, wenn wir im App-Store auf Platz eins landen.“

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