02.02.2016

WhatsApp for Business: Zuckerberg kündigt Öffnung für Firmen an

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WhatsApp forBusiness
Kommen Kundenbeschwerden bald über WhatsApp?

Vor fast genau zwei Jahren hat Facebook WhatsApp um 19 Milliarden Dollar übernommen. Damals ging ein Raunen durch die Reihen der Nutzer: Was geschieht nun mit den Daten und wird der Messenger derselbe bleiben? Facebook-Boss Mark Zuckerberg entschied, den populären Dienst erst einmal unverändert weiterlaufen zu lassen. Heuer scheint aber das Jahr zu sein, in dem WhatsApp ganz oben auf der Agenda von Facebook steht. Zunächst kam die sehr versöhnliche Ankündigung, dass die Abo-Gebühr gestrichen werde, die bei einigen iOS-Nutzern in der Vergangenheit tatsächlich eingezogen wurde.

+++ WhatsApp verzichtet auf Abo-Gebühr +++

WhatsApp: 1 Mrd. Nutzer und jetzt kommen die Firmen

Anlässlich des Meilensteins von 1 Milliarde WhatsApp-Nutzern, gratuliert Zuckerberg dem Dienst und dem Team dahinter in einer knappen Nachricht auf Facebook: „Es gibt nur sehr wenige Dienste, die eine Milliarde Menschen verbinden“, klopft er dem einstigen Facebook-Rivalen brüderlich auf die Schulter. Die eigentliche Neuigkeit versteckt sich in einem Halbsatz am Ende der Jubelbotschaft: Man werde es einfacher machen, mit Firmen zu kommunizieren.

One billion people now use WhatsApp. Congrats to Jan, Brian and everyone who helped reach this milestone! WhatsApp's…

Posted by Mark Zuckerberg on Montag, 1. Februar 2016

WhatsApp für Firmen derzeit rechtlich problematisch

Ein „WhatsApp for Business“ fehlt bisher bewusst und die Nutzungsbedingungen machen unmissverständlich klar, dass eine kommerzielle Nutzung unerwünscht ist. Nichtsdestotrotz gibt es mittlerweile zahlreiche Firmen und Medien, die mit ihren Kunden oder Lesern über den beliebten Messenger kommunizieren. Für europäische Firmen kommt noch ein weiteres Problem hinzu. Derzeit gibt es kein aufrechtes Datenschutzabkommen mit den USA und es ist rechtlich problematisch, Kundendaten an US-Firmen weiterzureichen. Bei einer Nutzung von WhatsApp als Kommunikationskanal wäre genau das der Fall.

+++ Smoope-Gründer: „WhatsApp-Services rechtlich problematisch“ +++

Facebook Messenger vs. WhatsApp?

Bisher hat Facebook keine Details zu „WhatsApp for Business“ angekündigt. In dem Blogeintrag von WhatsApp zum Milliarden-Jubiläum ist gar überhaupt kein Hinweis auf Business-Funktionen zu lesen. Es bleiben also eine Menge Fragen offen und es wird noch einige Zeit dauern, bis der Dienst offiziell vorgestellt wird. Vor allem bleibt unklar, welche Rolle in weiterer Folge der Facebook-Messenger spielen soll, der ebenfalls für eine Integration von Kundenkommunikation vorgesehen war. Für Facebook wäre ein Business-WhatsApp jedenfalls endlich eine Möglichkeit aus dem teuer übernommenen Dienst ein gutes Geschäft zu machen.

Zum Blogeintrag von WhatsApp

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Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt
Bitpanda-Co-CEO Christian Trummer und RBI-CEO Michael Höllerer | © Sabine Klimpt

2024 war es noch eine Pionier-Leistung: Damals integrierte die Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien das Krypto-Angebot von Bitpanda direkt in ihr Online-Banking (brutkasten berichtete) und war damit nach Unternehmensangaben die erste traditionelle Bank in der EU mit so einem Angebot.

Bitpanda gewann seitdem bekanntlich mit seiner B2B-Schiene Bitpanda Enterprise (früher Bitpanda Technology Solutions) zahlreiche bekannte Banken auf mehreren Kontinenten als Kunden für solche Integrationen. In Österreich erfolgte indessen die noch nicht abgeschlossene Erweiterung auf andere Raiffeisen-Landesbanken, zuletzt diesen August jene in Salzburg.

Mehr als 18 Millionen Kund:innen in elf Märkten

Nun gelang Bitpanda Enterprise wieder ein größerer Coup: Die Raiffeisen Bank International will das Service in ihren Tochterbanken im CEE-Raum anbieten, wo sie in elf Märkten aktiv ist. Die Banken der Gruppe haben gemeinsam mehr als 18 Millionen Kund:innen. Die Umsetzung erfolge schrittweise und werde an die jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen der lokalen Märkte angepasst, heißt es in einer Aussendung.

Höllerer: „Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich“

„Die Nachfrage nach Krypto-Assets wächst in unseren Märkten kontinuierlich. Mit einem starken und etablierten Partner schaffen wir die Voraussetzungen, um diesem Bedarf zu entsprechen“, kommentiert der neue RBI-CEO Michael Höllerer. Er war bis vor Kurzem Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und 2024 als solcher auch für die damals erste Bitpanda-Integration verantwortlich.

Neu in seiner Rolle als Co-CEO ist auch Bitpanda-Co-Founder Christian Trummer. Er meint, man schaffe eine Infrastruktur, „die über Institutionen, Märkte und Ländergrenzen hinweg“ funktioniere. „Ich bin stolz darauf, dass wir den in Österreich gemeinsam entwickelten Ansatz nun zu einer Partnerschaft ausbauen, die Millionen von Menschen in Zentral- und Osteuropa Zugang zu digitalen Assets ermöglichen kann“, so Trummer.

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