26.06.2017

weXelerate und WhatAVenture gehen in die finale Startup-Scouting-Phase für ersten Batch

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Von links nach rechts: Martina Egger (WAV, Project Manager), Ugur Yesil (weXelerate, CFO), Marius Starcke (WAV, Senior Manager Acceleration), weXelerate CEO Hassen Kirmaci (weXelerate, CEO), Philippe Thiltges (WAV, Managing Partner) und Alexander Streihammer (WAV, Head of Marketing)

Europas größter Open Innovation Hub weXelerate (www.weXelerate.com) schließt sich mit dem erfahrenen Startup- und Innovationsexperten WhatAVenture (www.whataventure.com) zusammen, um die Vernetzung von etablierten Unternehmen mit Startups durch erprobte Prozesse und Modelle zu unterstützen.

Kooperation mit Startups als Innovationsstrategie

„Zahlreiche Firmen setzen bei ihrer Innovationsstrategie mittlerweile auf die Kooperation mit Startups, um neue Impulse und vor allem Technologien von außen in das Unternehmen zu integrieren. Sie lernen dabei beispielsweise schlanke, agile Methoden und mit Prototypen schnellere Validierungen durchzuführen. Auf der anderen Seite profitieren Startups von der langjährigen Markterfahrung der Betriebe. Corporates bieten Startups einen wertvollen Zugang zu Ressourcen und ihrer Infrastruktur, um deren Produkte und Technologien rasch in den Markt zu bringen“, hebt WhatAVenture Co-Founder Philippe Thiltges die symbiotischen Effekte hervor.

„Die gemeinsame Suche nach spannenden und erfolgversprechenden Startups läuft auf Hochtouren. Die zahlreichen, bisher eingelangten Bewerbungen belegen das rege Interesse an unserem Accelerator. Sie sind für uns einer der wichtigsten Erfolgsmesser für unseren Innovations-Hub, der ab September 2017 mit dem ersten Startup-Batch in den Vollbetrieb starten wird“, kommentiert weXelerate CEO Hassen Kirmaci das laufende Scouting in Kooperation mit WhatAVenture.

Kirmaci weiter: „Großunternehmen wie z.B. Wien Energie, Salzburg AG, Kapsch, Deutsche Bahn und RWA (Raiffeisen Ware Austria) haben bei der Vernetzung mit Startups und bei Intrapreneurship-Programmen von WhatAVenture profitiert. Diese Erfahrung und Expertise soll nun in die Vorbereitung und Begleitung des weXelerate Accelerators fließen.“

Internationales Scouting

„Mit weXelerate wird endlich das benötigte Leuchtturmprojekt realisiert, um an internationale Maßstäbe bzw. Formate anschließen zu können. Der Standort wird von den frischen Open Innovation Impulsen eine weitere Belebung erfahren. Als wichtiger Partner von weXelerate unterstützen wir den gesamten Acceleration-Prozess – vom Scouting bis zur Markteinführung“, resümiert Thiltges.

Der Bewerbungsprozess für den Batch #1 endet mit 9. Juli 2017. Er bietet Platz für 50 auserlesene Startups, die an disruptiven Geschäftsideen arbeiten bzw. B2B-Digitalisierungsstrategien unterstützen.

Über WhatAVenture:

WhatAVenture ist Experte in der Begleitung von neuen Geschäftsideen bis zur Investmentreife. Das Unternehmen führt Innovations-Teams und Startups durch einen validierten Sechs-Schritte-Prozess, der gemeinsam mit führenden Acceleratoren, internationalen Universitäten und in der Begleitung von mehr als 2.000 Startups bzw. Organisationen entwickelt wurde. WhatAVenture beschäftigt sich seit mehr als sechs Jahren mit den Themen Entrepreneurship, Intrapreneurship und Open Innovation. Zahlreiche Lösungen, die seitdem ursprünglich für Startups entwickelt wurden, haben sich in abgewandelter Form auch für die Bedürfnisse großer Konzerne bewährt.

Über weXelerate:

weXelerate ist Europas größter Start-up & Open Innovation Hub. Auf knapp 9.000 Quadratmetern entwickelt weXelerate ein physisches Open Innovation Ökosystem als Plattform, mit dem Ziel, Start-ups und etablierte Firmen zu vernetzen. Im Rahmen des weXelerate Accelerators werden 100 Jungfirmen pro Jahr – aufgeteilt in zwei Batches – bei ihrer Go-to-Market-Vorbereitung unterstützt. Der Hauptfokus von weXelerate liegt auf fünf Industrien (Infrastruktur & Energie, Industrie 4.0, Medien, Versicherungen und Banken) und branchenübergreifenden Technologien wie Internet of Things, Mobilitiy, Artificial Intelligence, Bots, Blockchain und Cyber Security. Den Corporate Partnern bietet weXelerate im Zuge des Programms einen individualisierten Zugang zu aktuellen Innovationsmethoden und -prozessen sowie Trendthemen.

Disclaimer: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine nicht bearbeitete Presseaussendung. Die Brutkasten-Redaktion übernimmt keine inhaltliche Verantwortung für den Text des Absenders. 

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(c) Ruiz Cruz
(c) Ruiz Cruz

Zwei Tage lang haben die Entrepreneurship-Verantwortlichen der österreichischen Hochschulen am 13. und 14. Oktober an der Universität Wien und der WU Wien darüber beraten, wie Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter gelingen können. Das Entrepreneurship Center Network (ECN), das inzwischen 36 Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, hat rund um seine sechste Konferenz auch neue Zahlen veröffentlicht: 2025 wurden 530 studentische Startups und akademische Spinoffs an den Partnerhochschulen betreut, ein Jahr davor waren es 457.

Strategiearbeit im Fokus

Auch die Konferenz selbst ist gewachsen. „Als wir 2021 die erste ECN-Konferenz hier in Wien organisiert haben, hatten wir so 25 bis 30 Teilnehmer, und heuer waren über 80 Teilnehmende dabei”, sagt Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Center und Gründer des Netzwerks, im brutkasten-Talk. Statt Keynotes und Workshops gab es heuer Strategiearbeit: In Kleingruppen wurden zuerst die größten Probleme bei Ausgründungen gesammelt, dann ein Wunschzustand formuliert und daraus Maßnahmen abgeleitet.

(c) Ruiz Cruz

Mehr Role Models?

Diskutiert wurde dabei auch, wen das Thema überhaupt erreicht. Sara Matt, Leiterin der Transferstelle Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Innsbruck, sieht die bisherigen Role Models fast ausschließlich im MINT-Bereich. „Ganz viele helle Köpfe kommen nicht aus der Technik, sondern aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die muss man auch abholen.“ Und nicht jede Person mit unternehmerischen Fähigkeiten müsse ein eigenes Unternehmen gründen: „Die könnten zum Beispiel Betriebsnachfolgen übernehmen oder in bestehenden Unternehmen Innovation vorantreiben.”

Im Rahmen der Konferenz wurde – in Anwesenheit von Sektionschef Elmar Pichl aus dem BMFWF – auch der neue Ausgründungsrahmen für diese sog. SHAPE-Disziplinen vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy, also für Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Künste. Dieser Rahmen ergänzt den 2024 erarbeiteten Ausgründungsrahmen für den technischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

Die Frage des Budgets?

Die Ergebnisse der Konferenz treffen auf einen schwierigen Moment. Wie sich das Universitätsbudget in den nächsten Jahren entwickelt, ist offen, mehr Geld wird es nach Einschätzung von Dömötör wohl nicht geben. Die Frage sei, wo gespart werde: bei etablierten Bereichen oder im Transfer, „der noch nicht so etabliert ist und auch keine starke Lobby in Budgetdiskussionen hat”. Das Budget sei deshalb ein Leitmotiv der Konferenz gewesen: „Was können wir tun, um dieses weiterhin zwar größer werdende, aber immer noch zarte Pflänzlein, das in den letzten fünf bis zehn Jahren entstanden ist, zu schützen?”

(c) Ruiz Cruz

Matt beobachtet die Folgen bereits. An einigen Universitäten sei das Personal im Transferbereich zurückgefahren worden. „Das finde ich einen falschen Ansatz, weil gerade jetzt müssen wir darauf achten, Innovation voranzutreiben.” Dass überall gespart werden müsse, sehe sie ein, „aber für die langfristige Sicht eines Wirtschaftsstandortes ist es nicht die richtige Entscheidung, an der Innovation zu sparen”.

Konkret bedauert Matt, dass es im Herbst keine Fellowship-Ausschreibung gab. Eine Handvoll Forscher:innen an ihrer Universität hätte gerne eingereicht. Wenn man in dieser Situation doch die akademische Karriere wähle, sei das nachvollziehbar, weil man es sich auf dem Weg dorthin kaum leisten könne, ein paar Jahre für einen unternehmerischen Versuch liegen zu lassen. Eine bei der Konferenz diskutierte Maßnahme sei deshalb ein Forschungsfreisemester, „damit diese Entscheidung nicht so früh fallen muss: Unternehmertum oder Forscherkarriere”.

Gründen soll in der akademischen Laufbahn zählen

Genau an diesem Punkt setzt der Maßnahmenplan an, den das ECN aus der Konferenz ableitet und Ende des Jahres veröffentlichen will. Gründen soll ein gleichwertiger Karriereweg werden, der auch in der akademischen Laufbahn anerkannt wird. „Kulturwandel bedarf auch der entsprechenden Incentives”, sagt Dömötör. „Wie wird es von meiner Uni gewürdigt, wenn ich gründe? Werde ich nur für die traditionellen Kernaufgaben einer Universität belohnt, Forschung und Lehre, oder wird auch die Third Mission stärker berücksichtigt?” In den letzten Jahren habe es eine positive Entwicklung gegeben, „aber da ist immer noch Luft”.

Der zweite Kernpunkt richtet sich an den Gesetzgeber: Das ECN fordert einen klaren Rechtsrahmen für Ausgründungen im Universitätsgesetz (UG) und im Fachhochschulgesetz (FHG). Dazu kommen österreichweite Standards für IP und Beteiligungen sowie Entrepreneurship Education für alle Studierenden. Die Details sollen im Plan Ende des Jahres folgen.

Verbündete in der Politik?

Unterstützung erhofft sich das ECN aus der Politik. Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, stellte sich bei einem Kamingespräch den Fragen der Community. Für Dömötör „ein sehr wertschätzendes Signal”. Man nehme aus dem Gespräch mit, „in ihr eine Verbündete zu haben”. Für die Änderungen an UG und FHG, die das ECN anstrebt, ist allerdings nicht ihr Ressort zuständig, sondern das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

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