19.12.2017

weXelerate: Startups pitchen am Investors Day vor 100 Investoren

Am 18. und 19. Jänner geht der erste Batch des weXelerate-Accelerators ins Finale. Für den Demo Day am zweiten Tag können sich Gäste nun anmelden.
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(c) weXelerate: Im Jänner schließt der erste Accelerator-Batch mit Demo Day und Investors Day ab.
kooperation

Lange dauert es nicht mehr. Dann ist der erste Batch des weXelerate-Accelerators zu Ende. Und das Finale verspricht, groß zu werden. Zunächst wird am 18. Jänner mit dem weXelerate Investors Day ein Invite-Only-Event über die Bühne gehen. Über 100 internationale Investoren, die insgesamt über ein Investmentkapital von über einer halben Milliarde Euro verfügen, werden dort vor Ort sein. Und die 50 Startups aus dem ersten Batch werden sich vor diesem Publikum einem Pitch Contest stellen.

+++ Grand Opening: weXelerate eröffnet mit 1500 Gästen +++

„Gespannt auf erstes Zusammentreffen“ am weXelerate Investors Day

„Unsere Startups haben sich in den letzten drei Monaten großartig weiterentwickelt. Es gibt unzählige Auszeichnungen bei Wettbewerben, einige Finanzierungsrunden und natürlich viele gemeinsame Proof of Concepts und Pilotprojekte, die gerade zwischen unseren Startups und Corporate-Partnern laufen. Wir sind sehr gespannt, wie das erste Zusammentreffen zwischen den weXelerate Startups und internationalen Investoren ablaufen wird“, sagt weXelerate-Geschäftsführer Stephan Jung zum weXelerate Investors Day.

Demo Day mit über 500 Gästen

Am 19. Jänner können sich die Accelerator-Startups dann einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Beim Demo Day werden über 500 Gäste erwartet. Die Keynote-Speech wird Frits Wittgrefe halten. Seine Firma Stream Unlimited verkaufte im Herbst 41 Prozent ihrer Anteile an Google – der Brutkasten berichtete. Das Thema: „From startup to market leader: flexibility, flexibility and flexibility“. Danach werden die besten sieben Startups aus dem Batch im öffentlichen Pitch Contest gegeneinander antreten. Abgeschlossen wird der Tag mit einer Farewell-Party direkt im weXelerate.

Die Teilnehmerzahl für den Demo Day ist mit 1000 beschränkt ⇒ hier geht’s zur Anmeldung

+++ weXelerate: Das erste Interview nach dem Exit von Hassen Kirmaci +++

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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