29.05.2019

weXelerate eröffnet neuen Standort in Dornbirn

Im Herbst 2019 eröffnet mit dem „weXelerate am Lindengrund“ auf 1500 Quadratmetern und vier Stockwerken ein neuer Innovation Hub in Dornbirn, Vorarlberg.
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(c) weXelerate

Der Innovation Hub weXelerate expandiert nach Vorarlberg: Der „weXelerate am Lindengrund“ (Bahnhofstraße 15, Dornbirn) umfasst 1500 Quadratmeter auf vier Stockwerken, im Herbst 2019 wird er eröffnet.

Das Gebäudekonzept berücksichtigt sowohl Büroflächen für größere Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern als auch kleinere Einheiten für vier bis acht Personen. Die Immobilie erhält ein eigenes „Lab“, das Platz für Ausgründungen und projektbezogene Arbeiten bietet. Ein Event-Space inklusive Terrasse für bis zu 75 Personen soll als zentraler Veranstaltungsort für Digitalisierungs- und Innovations-Initiativen und den Informations- und Gedankenaustausch dienen. Im Erdgeschoss wird ein Gastronomiebetrieb angesiedelt, außerdem gibt es Freiflächen mit einem Innenhof und Garagen-Stellplätze.

Hub für Vorarlberger Unternehmen

Warum Dornbirn? „Die Vorarlberger Unternehmenslandschaft hat wie kaum eine zweite Region in Europa herausragende, weltweit erfolgreiche Unternehmen mit einem starken Geschäftskunden-Fokus hervorgebracht. Genau diese Betriebe stehen gerade vor beispiellosen Veränderungsprozessen, die durch die Digitalisierung und damit verbundene neue Mitbewerber und Technologien ausgelöst wurden. Mit unserem Innovationsprogramm setzen wir genau hier an, um die Innovationskraft jener Organisationen zu unterstützen“, begründet Awi Lifshitz, Geschäftsführer von weXelerate, die Standortauswahl.

Dominik Greiner, der zweite Geschäftsführer des Innovation Hubs, hat die Expansion nach Vorarlberg federführend vorangetrieben „Die Bodensee-Region stand von jeher ganz oben auf unserer Wunschliste für die weitere Expansion“, sagt er: „In Dornbirn haben wir nicht nur die perfekte Immobilie, sondern mit BTV auch den idealen Partner gefunden, um nach dem Erfolgsbeispiel in Wien eine ebenso rasche Umsetzung in Vorarlberg sicherzustellen.“Als erster Unternehmenspartner konnte die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) gewonnen werden. Gerhard Burtscher, Vorstandsvorsitzender der BTV, freut sich bei der Eröffnung ebenfalls, dass man mit dem neuen Hub Synergien in Vorarlberg und über die Grenzen des Bundeslandes hinaus schaffen kann.

weXelerate Wien eröffnete 2017

Bereits im Herbst 2017 hat weXelerate einen 9000 Quadtartmeter großen Hub in Wien eröffnet, in dem unter anderen auch der brutkasten sein Headquarter hat. Bisher wurden hier 150 Startups aus allen Teilen der Welt mit 18 österreichischen Großunternehmen vernetzt, gemeinsam arbeiten sie an neuen Innovationsprojekten.

Das Konzept von weXelerate baut auf die drei Säulen Innovations-Ökosystem (Vernetzung nationaler und internationaler Organisationen), Multi-Corporate Collaboration (Matchmaking mit Startups und Scaleups, um Pilotprojekte und Proof of Concepts zu initiieren) und Corporate Innovation Services (Steigerung der Innovations-Fähigkeit von Unternehmen, Weiterbildung und Networking-Veranstaltungen).

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„Unternehmen, die heute rekalibrieren statt pausieren, bauen sich einen Vorsprung auf, den andere in drei Jahren nicht mehr aufholen können.“ – mit diesen Worten ordnet Stefan Peintner, CEO von whataventure, die aktuelle Marktlage im Corporate Venturing ein. Die neue Studie „The state of new business building 2026“, für die 50 Führungskräfte und Innovationsverantwortliche aus dem DACH-Raum befragt wurden, zeichnet ein Bild der Konsolidierung. Restrukturierungen, strategische Kurswechsel und wirtschaftliche Unsicherheiten haben den Druck auf Innovationsabteilungen massiv erhöht und bei vielen Unternehmen zu Budgetkürzungen geführt.

Kapitalintensive Instrumente besonders von Kürzungen betroffen

Die finanzielle Zurückhaltung der Unternehmen trifft vor allem die kapitalintensiven Instrumente im Corporate Venturing. Laut der Studie berichten 40 Prozent der Befragten im Bereich Venture Acquisitions über verringerte Mittel im vergangenen Jahr. Im Corporate Venture Building (CVB) verzeichnen 39 Prozent Budgetrückgänge, im Corporate Venture Capital (CVC) sind es 26 Prozent. Venture Clienting zeigt sich in diesem Umfeld resilienter: Hier vermelden nur 17 Prozent der betroffenen Befragten finanzielle Einschnitte.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der subjektiven Erfolgsbewertung der verschiedenen Instrumente wider. Entsprechend bewerten 81 Prozent der Befragten aus CVC-Units und 74 Prozent jener im Venture Clienting diese Instrumente als zumindest „eher erfolgreich“, während Corporate Venture Building mit 62 Prozent etwas schwächer abschneidet.

Strategie-Kopplung als Überlebenskriterium

Eine zentrale Erkenntnis der Studienautor:innen ist, dass die Phase der „breiten Exploration“ vorbei ist – das war bereits in der Studie vergangenes Jahr deutlich herausgekommen, wie brutkasten berichtete. Inzwischen werde die klare Kopplung an die Unternehmensstrategie zum Überlebenskriterium. Die erhobenen Daten untermauern diese These: 77 Prozent der nach eigener Einschätzung erfolgreichen New Business Building Units leiten ihre Themen direkt aus der übergeordneten Unternehmensstrategie ab. Bei den weniger erfolgreichen Initiativen tun dies nur 18 Prozent.

Für Einheiten, die ihre Aktivitäten als weniger erfolgreich einstufen, kristallisieren sich drei Kernprobleme heraus: 64 Prozent kämpfen mit dem Governance-Modell, 55 Prozent mit fehlendem Top-Management-Commitment und weitere 55 Prozent bemängeln eine unklare strategische Ausrichtung. Wer diese strategische Verbindung hingegen konsequent herstellt, treffe bessere Entscheidungen bei der Wahl der Instrumente und riskiere nicht den Verlust des internen Mandats, so die Schlussfolgerung in der Studie.

Mit externer Hilfe „mehr mit weniger“ erreichen

Um den gestiegenen Erwartungen bei gleichzeitig sinkenden Budgets gerecht zu werden, müssen Teams schlanker und zielgerichteter agieren. Unternehmen berichten der Studie zufolge von schnellerer Entscheidungsfindung und höherer Resilienz, wenn sie in kleinen Teams arbeiten und externe Partner gezielt einbinden. Diese Praxis nimmt spürbar zu: Die Nutzung externer Unterstützung im Corporate Venture Building stieg von 41 Prozent im Jahr 2025 auf 59 Prozent im Jahr 2026 an.

Optimismus trotz „Venture-Building-Winter“

Trotz der angespannten Ressourcenlage ist die Stimmung unter den Innovationsverantwortlichen keineswegs pessimistisch. Rund zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass New Business Building in den nächsten fünf Jahren wesentlich zum Wachstum und zur Stabilität ihrer Unternehmen beitragen wird.

Dass antizyklisches Handeln in dieser Phase ein Vorteil sein kann, unterstreicht Axel Deniz, CEO der Venture-Building-Unit Bosch Business Innovations, der in der Studie zitiert wird: „In Europa und den USA sehen wir einen Venture-Building-Winter, aber Bosch Business Innovations verdoppelt seine Einsätze – und das ist ziemlich außergewöhnlich.“ Die Konsequenz für Verantwortliche im DACH-Raum ist laut whataventure deutlich: Wer seine Aktivitäten jetzt schärft und liefert, baut Vorsprung auf; wer die Druckphase lediglich aussitzt, riskiert Budget und Mandat.

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