03.05.2019

weXelerate: Zweiter Standort in Dornbirn, Lifshitz neuer Co-Geschäftsführer

Awi Lifshitz, größter Teileigentümer, übernimmt im Wiener Innovationszentrum weXelerate die Geschäftsführungsagenden von Claudia Witzemann. Die Eröffnung eines zweiten Standorts in Dornbirn steht bevor.
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Dominik Greiner und Awi Lifshitz - neuer Co-Geschäftsführer im weXelerate und zweiter Standort in Dornbirn
(c) Stephan Rauch: Dominik Greiner und Awi Lifshitz

Wie heute bekanntgegeben wurde, gibt es einen weiteren Geschäftsführerwechsel im Wiener Startup- und Innovationshub weXelerate. Nachdem Gabrielle Costigan vor einigen Monaten das Unternehmen verlassen hatte, verblieben Claudia Witzemann und Dominik Greiner als Geschäftsführer-Duo. Nun übernimmt Awi Lifshitz die Agenden von Claudia Witzemann. Lifshitz ist der größte Teileigentümer des Unternehmens und war bereits bei der Gründung kurzzeitig Geschäftsführer.

+++ Batch 4: Weniger, aber reifere Startups +++

Lifshitz: Neukundengeschäft und Vertriebsagenden

Damit ist das Innovationszentrum wieder gänzlich Eigentümer-geführt. Der Vertriebs-Profi Lifshitz soll nun insbesondere das Neukundengeschäft und die Vertriebsagenden verantworten. „weXelerate tritt nun in die nächste Wachstumsphase, die durch neue Kooperationspartner und eine geografische Expansion geprägt sein wird. In naher Zukunft werden wir eine Serie von neuen Dienstleistungen anbieten, die gerade als mein erster Arbeitsschwerpunkt von meinem Team und mir vorbereitet wird“, kommentiert der neue Co-Geschäftsführer in einer Aussendung.

„weXelerate am Lindengrund“ in Dornbirn

Die „geografische Expansion“, von der er spricht, war von Dominik Greiner im brutkasten-Video-Talk bereits angekündigt worden. Nun wurde man erstmals etwas konkreter. „In Kürze“ soll ein zweiter Standort im Vorarlberger Dornbirn eröffnet werden. Das Projekt „weXelerate am Lindengrund“ wird am 29. Mai im Rahmen einer Veranstaltung vor Ort offiziell vorgestellt.

Witzemann: Lifshitz als „ideale Besetzung“

Claudia Witzemann verbleibt noch bis 30. Juni im Unternehmen. Sie verlasse dieses auf eigenen Wunsch, heißt es von weXelerate. „Ich durfte seit April 2018 bei einem der spannendsten Projekte Österreichs mit dabei sein und als Geschäftsführerin meinen Beitrag dazu leisten, weXelerate nachhaltig erfolgreich zu machen. Gemeinsam mit dem engagierten weXelerate-Team konnten in den vergangenen Monaten umfangreiche Weichenstellungen für den künftigen Erfolgsweg des Startup- und Innovationszentrums umgesetzt werden. So konnten wir neue Corporates und strategische Partner gewinnen und wichtige Schritte für das weitere Wachstum setzen“, kommentiert Witzemann. Sie sei überzeugt, dass mit Lifshitz die ideale Besetzung für die weitere Expansion gefunden wurde.

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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