12.05.2020

weXelerate und Deloitte Digital gehen strategische Partnerschaft ein

Das Innovationsnetzwerk weXelerate hat ab sofort mit Deloitte Digital, der Digitalagentur von Deloitte, einen neuen strategischen Partner mit an Bord.
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weXelerate
Awi Lifshitz, CEO weXelerate GmbH und Marcus Riedler, Director bei Deloitte Digital | (c) weXelerate & Deloitte feelimage

Das weXelerate hat mit Deloitte Digital einen neuen strategischen Partner gewonnen. Deloitte Digital ist die Digital Unit von Deloitte und unterstützt Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten, Prozessautomatisierung sowie -optimierung und auf dem Gebiet der Customer Experience. In Österreich ist Deloitte Digital seit drei Jahren aktiv.

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Zusammenarbeit zwischen Deloitte Digital & weXelerate

Die Zusammenarbeit zwischen Deloitte Digital und weXelerate startete bereits vor ein paar Monaten mit einem mittlerweile abgeschlossenen CRM-Projekt. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde eine neue automatisierte Datenbasis für das weXelerate geschaffen. In einem nächsten Schritt soll Deloitte
Digital zudem sukzessive alle weiteren Prozessabläufe digitalisieren.

Langfristige Partnerschaft

Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit ist nun laut einer Aussendung eine langfristige strategische Partnerschaft entstanden. Dazu heißt es: „Die gemeinsame Reise wird mit dem Ziel fortgesetzt, das weXelerate Ecosystem digital zu stärken, um somit alle Partner noch gezielter und stets aktuell mit den für sie relevanten Innovationsinhalten zu versorgen, noch effizienter zu vernetzen und den weiteren Austausch untereinander zu fördern.“

Awi Lifshitz, CEO von weXelerate, über die Hintergründe zur neu eingegangenen Partnerschaft: „Gerade durch die Dynamik in Innovationsprozessen und damit auch im weXelerate Ecosystem ist es durchaus eine Herausforderung, was im Netzwerk passiert auch digital abbilden zu können und eine hochmoderne Datenbasis im Hintergrund zu schaffen. Deloitte Digital hat sich hier als idealer Partner für uns dargestellt.“

Zugang zu Wissen

Deloitte Digital soll als neuer strategischer Partner künftig in Form von Veranstaltungen und Beiträgen Zugang zu einem breiten Wissenspool bieten. Marcus Riedler, Director bei Deloitte Digital, über die Zusammenarbeit: „Unser gemeinsames Ziel ist es, dieses Ökosystem zu fördern und zu stärken. Deloitte Digital wird sich hier künftig vor allem als Experte für moderne Businesslösungen und Strategien im Customer-Experience-Bereich einbringen.“


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Lovable-CEO Anton Osika (r.) im Gespräch mit Times Senior Editorin Ayesha Javed. © brutkasten

Kaum ein Tool steht so sehr für den KI-Bauboom wie Lovable. Erst im August 2026 hat das schwedische Startup, wie brutkasten berichtete, eine Series-C-Runde über 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von Menlo Ventures und mit dem EQT-gemanagten Scaleup Europe Fund als Co-Lead, bei einer Bewertung von 13,3 Milliarden US-Dollar.

Für Gründer und CEO Anton Osika ist das mehr als eine Finanzierungsrunde: Es sei ein Indikator dafür, dass KI-gestützte No-Code- und Low-Code-Plattformen die Nische verlassen hätten und im Mainstream angekommen seien.

Weg vom Entwickler-Monopol

Auf der Dreamforce in San Francisco erläutert Osika die zentrale These hinter Lovable: „Menschen mit Fachwissen über das jeweilige Problem sollten diejenigen sein, die Software bauen“, so Osika. Wer ein Problem am besten kenne, solle auch die Lösung bauen, egal ob in Marketing, HR, Finance oder Operations. Nicht die formale Qualifikation zähle, sondern die Nähe zum Problem.

Dass Lovable längst kein reines Anfänger-Werkzeug sei, belegt Osika mit einer internen Zahl: 55 Prozent der Lovable-Nutzer:innen brächten mehr als elf Jahre Berufserfahrung in ihrem Fachgebiet mit. Entscheidend sei laut dem Co-Founder nicht das klassische Programmieren, sondern die Fähigkeit, komplexe, unstrukturierte Probleme systematisch in funktionierende Systeme zu zerlegen.

Vom Nebenprojekt zur Unternehmenslösung

Besonders aufschlussreich sind die Praxisbeispiele, die Osika im Gespräch anführt. Bei einer Healthcare-Staffing-Firma habe ein Fachbereichsleiter eine komplette neue Produktlinie für die Zertifizierung von Pflegekräften aufgebaut, samt Verwaltung und Terminplanung, und anschließend mehr als zehn weitere interne Anwendungen vernetzt. In den nordischen McDonald’s-Filialen laufe mittlerweile ein auf Lovable gebautes Interface, über das rund 300 Standorte operative Anfragen abwickeln würden.

Solche Geschichten seien laut Osika keine Ausnahme: Bei knapp zwei Dritteln der Fortune-500-Unternehmen, darunter Adidas und Nvidia, würden Mitarbeitende die Plattform nutzen. Häufig beginne es als kleines Team-Projekt und wachse zur unternehmensweiten Lösung heran.

Entwicklung unter Aufsicht

Damit das nicht in unkontrollierter Schatten-IT ende, setzt Lovable laut Unternehmensangaben auf Admin- und Audit-Funktionen, mit denen IT-Verantwortliche nachvollziehen können sollen, welche Anwendungen entstehen, wo sensible Daten verarbeitet werden und wo Sicherheitslücken drohen. Genau das mache aus der anfänglichen Skepsis von IT-Abteilungen häufig Zustimmung, so Osika: „Es wird vom letzten Nein zu dem, was man ausrollen wollte, zum ersten Ja. So verhindern wir Schatten-IT und die Zersplitterung in unzählige Tools, die niemand mehr überblickt“, erklärt Osika.

Überflüssig würden Engineers durch die Lovable-Nutzung anderer trotzdem nicht, meint Osika: Ihre Rolle verschiebe sich von Routineaufgaben hin zu Architektur, Systemanbindung und der Betreuung unternehmenskritischen Codes.

Warum heißt Lovable eigentlich Lovable?

Zum Schluss des Gesprächs räumt Osika mit einem gängigen Klischee über den europäischen Tech-Standort auf: „Viele halten Europa für langsam, aber wenn man in die Tech-Hubs Europas geht, brodelt es dort wie nie zuvor“, sagt Osika. Dass der Produktfokus so stark auf dem Nutzererlebnis liege, führt Osika auch auf den Standort Stockholm zurück, wo der Großteil des Engineering-Teams sitzt. Man habe in den nordischen Ländern genaue Vorstellungen davon, wie ein Produkt funktionieren solle – oder eben nicht. Diese „I-Tüpfelchen-Reiterei“ mache Lovable erst zu dem was es heute ist.

Warum das Unternehmen ausgerechnet „Lovable“ heißt, erklärt er mit einer letzten Zeile, die zugleich als Leitmotiv des Gesprächs steht: „Software sollte nicht einfach nur funktionieren. Sie soll die Emotionen der Menschen wecken“, so Osika.

Vom Vibe zum Volumengeschäft

Was also vor nicht allzu langer Zeit noch als spielerisches „Vibe-Coding“ belächelt wurde, ist laut Osika längst zu einer Infrastruktur geworden, auf der Enterprisekund:innen die nächsten Prozesssysteme entwickeln. Der Markt für KI-gestütztes Bauen sei, so der Lovable-Gründer, endgültig über das reine Ausprobieren hinausgewachsen – und weit über das Vibecoding hinaus.

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